Nick Woltemade vom SV Werder Bremen liegt am Boden - gibt es ein Problem mit den Schiedsrichtern?
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Nick Woltemade vom SV Werder Bremen liegt am Boden - gibt es ein Problem mit den Schiedsrichtern?

Werder-Trainer Kohfeldt: „Daran müssen wir arbeiten“

Werder-Youngster Nick Woltemade und das Problem mit den Schiedsrichtern

Bremen – Was macht eigentlich Nick Woltemade? Das große Talent des SV Werder Bremen kämpft gerade mit einem Formtief und muss auch noch ein kleines Problem mit den Schiedsrichtern lösen. Dabei kommt ihm Trainer Florian Kohfeldt zur Hilfe. 

Es war der vierte Spieltag, als in der Schwarzwald-Arena von Freiburg einer in der Startelf des SV Werder Bremen stand, der dort nicht erwartet worden war: Nick Woltemade. Schon im Februar, damals in Augsburg, hatte Kohfeldt mit diesem Schachzug überrascht und den gebürtigen Bremer mit 17 Jahren und 352 Tagen zu Werders jüngsten Spieler in der Bundesliga-Geschichte gemacht. Diesmal bekam Woltemade sogar eine Doppelrolle, war in Freiburg einerseits Stürmer, andererseits Spielmacher – und damit ein bisschen überfordert. Zur Pause musste er raus. Gegen Hoffenheim, Frankfurt und Köln war der 18-Jährige anschließend nur Zuschauer. Doch im Test gegen den FC St. Pauli ließ ihn Kohfeldt am Freitag mal wieder von Beginn an ran – und sah einen hoch motivierten Angreifer.

Werder Bremen-Talent Nick Woltemade und das Problem mit den Bundesliga-Schiedsrichtern

„Nick hat sich gut reingebissen. Natürlich hat er auch Fehler gemacht, aber er arbeitet sich aus seinem kleinen Tief raus“, urteilte der Coach nach der Partie und erklärte damit gleichzeitig auch, warum er Nick Woltemade, dessen Vertrag bei Werder verlängert werden soll, zuletzt nicht berücksichtigt hatte. Leistungsschwankungen sind bei jungen Spielern ganz normal – und Woltemade ist immer noch sehr, sehr jung. Das fällt bei seiner Körpergröße von 1,98 Metern vielleicht nicht immer so auf. Aber Woltemade hat gerade mal neun Pflichtspiele im Herren-Bereich absolviert, weil er direkt von der U19 in die Profi-Mannschaft von Werder Bremen gesprungen ist. Die U23 in der Regionalliga kennt er quasi nur vom Hörensagen.

Diese Erfahrung fehlt ihm natürlich – und das ist vor allem auch bei seinen Tempo-Dribblings zu sehen. Mutig nimmt er den Kampf mit den Gegnern auf, landet aber oft auf dem Boden, ohne einen Freistoß zu bekommen. So war es auch gegen St. Pauli mehrfach der Fall. „Wir müssen noch ein bisschen daran arbeiten, dass die Schiedsrichter es sehen, wenn es ein Foul ist, auch wenn er groß ist“, meinte Kohfeldt. Will heißen: Nick Woltemade muss deutlicher, eigentlich sogar schneller fallen. Er ist eher das Modell Bahnschranke, was bei den Unparteiischen offenbar zu dem Verdacht führt, dass es eine Schwalbe gewesen sein könnte. Also lassen sie weiterspielen. Im Strafraum ist das zwar ärgerlich, aber nicht so gefährlich wie im Mittelfeld. Dort können Ballverluste teuer werden.

Werder Bremen: Darf Nick Woltemade gegen den FC Bayern ran?

Vor allem gegen den FC Bayern, der am Samstag der nächste Gegner von Werder Bremen ist. In der Startelf wird Nick Woltemade in München sehr wahrscheinlich nicht stehen, aber zumindest zum ersten Mal in seiner Karriere im Kader bei einem Spiel gegen den Rekordmeister. Im ersten Training der Bayern-Woche am Montag wusste der 18-Jährige jedenfalls zu gefallen und zeigte sich mit Toren und Vorlagen sehr effektiv. (kni)

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