Nick Woltemade am Ball
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Nick Woltemade tendiert klar zu einem Verbleib beim SV Werder Bremen.

Bleibt der Mittelstürmer an der Weser?

Nick Woltemade: Tendenz zur Vertragsverlängerung bei Werder Bremen - Im Winter wird weiter verhandelt

Freiburg/Bremen – Zufrieden mit sich war er nicht, und das konnte Werder-Talent Nick Woltemade nach seinem unglücklichen Auftritt während des Auswärtsspiels des SV Werder Bremen in Freiburg auch nicht sein – dafür hatte er auf dem Platz schlicht zu viele Probleme gehabt.

Aus dem Umfeld des Spielers war in den Tagen nach der Partie zu erfahren, dass Nick Woltemade sehr kritisch mit sich und seiner Leistung umgegangen ist – aber trotzdem hatte dieses Freiburg-Spiel für den 18-Jährigen auch eine positive Seite. Trainer Florian Kohfeldt hatte im Vorfeld für ein klares Zeichen gesorgt: Sieh her, ich setze auf dich! Das könnte ein weiteres Mosaiksteinchen sein, das zur Vertragsverlängerung Woltemades beim SV Werder Bremen führt.

Werder Bremen: Nick Woltemade tendiert zu einem Verbleib

Vor dem Duell in Freiburg hatte Kohfeldt den 1,98 Meter großen Offensivspieler erstmals in dieser Saison in die Startelf beordert, wovon Nick Woltemade überrascht gewesen sein soll. Der Spieler hatte offenbar nicht erwartet, dass er in der ersten Partie nach dem Abgang von Davy Klaassen gleich dessen Platz einnehmen darf – und dürfte es als Vertrauensbeweis werten. Werder Bremen sieht in Woltemade großes Potenzial, möchte dessen 2021 auslaufenden Vertrag verlängern – daran ändert auch ein schwaches Spiel in Freiburg nichts. „Wir sind super zufrieden mit ihm und seiner Entwicklung“, lobt der „Leiter Profifußball“ Clemens Fritz.

Bisher hat Nick Woltemade mit der Unterschrift gezögert, weil er abwarten will, wie seine Perspektive im Club aussieht. Nach Informationen der DeichStube tendiert er aber klar zu einem Verbleib beim SV Werder Bremen. Die Gespräche sollen am Jahresende fortgesetzt werden und könnten schnell zum Abschluss kommen. dco

Zur letzten Meldung vom 19. Oktober 2020:

Werder Bremens Welpenschutz für Nick Woltemade

Bremen – Ungefragt ging Florian Kohfeldt nach dem 1:1 des SV Werder Bremen beim SC Freiburg auf die Leistung von Nick Woltemade ein und stellte den 18-jährigen Überraschungsgast in der Startelf gleich mal unter Welpenschutz.

„Es war insgesamt ein schweres Spiel für ihn, aber ich nehme ihn sofort in Schutz“, sagte der Coach des SV Werder Bremen über Nick Woltemade und betonte: „Man kann nicht erwarten, dass er sofort Bäume ausreißt. Aber er wird wiederkommen. Der Junge ist ein Riesentalent, den werde ich immer schützen!“

Werder Bremen: Nick Woltemade wirkt gegen SC Freiburg gehemmt und überfordert

Ohnehin sei Woltemades Einsatz alles andere als eine Überraschung gewesen, so Kohfeldt: „Das war eine Entscheidung, die über die vergangenen Wochen schon gereift ist. Nick hat nicht nur über eine Woche, sondern über zwei Monate richtig gut trainiert und gute Testspiele gemacht. Jetzt war einfach mal der Moment, wo ich ihn reinschmeißen wollte.“

Es war übrigens nicht der erste Moment in Woltemades Karriere, sondern schon sein siebter Bundesliga-Einsatz, sein zweiter von Beginn an. Anfang Februar hatte er bei der 1:2-Niederlage in Augsburg sein Profi- und gleichzeitig auch Startelf-Debüt gefeiert. Damals wirkte er als jüngster Profi in der Vereinsgeschichte des SV Werder Bremen (17 Jahre, elf Monate und 18 Tage) noch unbekümmert und frech. Diesmal dagegen zu nachdenklich und dadurch gehemmt. Viele Bälle gingen verloren. Mit dem Wechselspiel mit Josh Sargent zwischen Stürmer und Zehner wirkte Nick Woltemade überfordert. Immerhin kämpfte der Jung-Profi. Stark, wie er nach einem Ballverlust den erfahrenen Vincenzo Grifo mit geschicktem Lauf- und Körpereinsatz ins Aus drängte.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt arbeitet mit Nick Woltemade - „Werden noch viel Freude an ihm haben“

Eine frühe Auswechslung wäre trotzdem keine Überraschung gewesen, sondern eher konsequent. Doch Woltemade durfte bleiben und zeigte plötzlich seine Stärken, blieb jetzt mal konsequent am Ball, setzte Kollege Sargent gut in Szene – und hätte kurz vor der Pause sogar das 2:1 machen müssen. Doch bei seinem Schussversuch aus 13 Metern fehlte einfach die nötige Überzeugung.

In der Halbzeit reagierte Kohfeldt, nahm Nick Woltemade runter und brachte Kevin Möhwald. „Nick hatte defensiv Probleme, ist nicht so gut ins Spiel gekommen“, erklärte Kohfeldt, um dann gleich wieder in den Welpenschutz umzuschalten: „Nick ist ein richtig guter Junge, an dem werden wir noch viel Freude haben. Klar, wir arbeiten mit ihm weiter am defensiven Anlaufen, an der Intensität, am Nichtabschalten, wenn der Ball mal über ihn rüber ist. Aber er ist noch A-Jugendspieler. Ihn zu bringen, müssen wir uns jetzt einfach trauen.“ (kni)

Zur letzten Meldung vom 25. August 2020:

Werder Bremen: Nick Woltemade wird von Coach Florian Kohfeldt absichtlich unterschlagen - Das ist der Plan mit dem Sturm-Talent

Zell am Ziller – Nanu, da fehlt doch einer! Während Florian Kohfeldt zum Abschluss des Trainingslagers in Zell am Ziller über seine Möglichkeiten im Angriff des SV Werder Bremen spricht, taucht ein Name überhaupt nicht auf: Nick Woltemade. Und das obwohl der in den Tagen in den Alpen trotz seiner erst 18 Jahre ziemlich forsch und auffällig aufgetreten war.

Wie kann Florian Kohfeldt ihn nur vergessen? „Nick Woltemade erwähne ich absichtlich nicht, weil er noch so jung ist“, erklärt der Coach des SV Werder Bremen und bittet die Medienvertreter: „So lange ich in der Verantwortung bin, werde ich keinen Spieler auf ein Podest heben, wenn er noch so jung ist. Lasst ihn sich bitte in Ruhe entwickeln!“

Kohfeldt erinnert an die Werder-Stürmer Johannes Eggestein und Josh Sargent. Sie hatten und haben mit der Bürde, Riesentalente zu sein, durchaus zu kämpfen. Und sie brauchten – beziehungsweise brauchen immer noch – ihre Zeit, um sich durchzusetzen. Sargent ist inzwischen 20, Eggestein sogar schon 22.

Werder Bremen: Nick Woltemade durfte schon fünf Mal in der Bundesliga ran

Es geht um Geduld, einer Eigenschaft, die es im Fußball besonders schwierig hat. Und jedes Wort eines Trainers kann die öffentliche Erwartung an einen Spielern enorm steigern. Liefert er dann nicht zeitnah ab, gibt es Enttäuschung – womöglich auch beim Spieler.

Deswegen hält sich Kohfeldt bei Nick Woltemade, den er in der vergangenen Saison immerhin schon fünf Mal für Werder Bremen in der Bundesliga eingesetzt hatte, auch zurück, gibt nur wenig preis. Wie zum Beispiel dies: „Nick ist in seiner Art und Weise sehr angenehm. Er ist immer sehr respektvoll, weiß, was sich als junger Spieler gehört. Dem musste ich nie erklären, dass er als junger Spieler das Wasser trägt. Trotzdem führt das bei ihm nicht zu einer Unterwürfigkeit.“

Werder Bremen: Nick Woltemade trotz seiner 1,98 Meter kein zentraler Stürmer für Florian Kohfeldt

Allerdings hat es schon etwas gebraucht, bis Nick Woltemade im Training so auftrat, wie er es eigentlich kann. Seine Zurückhaltung hat er inzwischen abgelegt, der 18-Jährige traut sich viel mehr zu – auch in Testspielen. Da sind vor allem diese „unglaubliche Tempo-Dribblings“, wie Kohfeldt sie nennt und dabei wohl kurz vergessen hat, dass er nicht schwärmen wollte. Aber es sieht nun mal auch beeindruckend aus, wenn sich ein 1,98-Meter-Riese wie Woltemade durchaus elegant mit Ball am Fuß durch die gegnerische Abwehr windet. Trotz seiner Statur sei Woltemade kein zentraler Stürmer, der mit dem Rücken zum Tor agieren könne. Florian Kohfeldt sieht den 18-Jährigen als Flügelspieler oder Zehner.

Wie weit es Nick Woltemade dort bei Werder Bremen schon gebracht hat, deutet der Coach nach dem Testspiel gegen Austria Lustenau an. „Dass ich heute vier Spieler schon zur Halbzeit eingewechselt habe, da könnt ihr mal was hineininterpretieren“, richtet sich Kohfeldt grinsend an die Journalisten. Und es ist klar, wen er damit meint: Nick Woltemade. Er bekam im Trainingslager genauso viel Spielzeit wie beispielsweise Yuya Osako, Tahith Chong, Johannes Eggestein. Und er ist – um es zusammenzufassen – einer, der hoffen lässt, aber noch kein Hoffnungsträger sein soll. (kni)

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