DeichStube-Kommentar: Deshalb ist die Lage um Werder Bremens Niclas Füllkrug so verzwickt.
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DeichStube-Kommentar: Deshalb ist die Lage um Werder Bremens Niclas Füllkrug so verzwickt.

DeichStube-Kommentar

Zukunft von Niclas Füllkrug bei Werder Bremen: Eine schöne Zwickmühle

Ein Kommentar von Björn Knips. Was wird denn nun aus Niclas Füllkrug? Bleibt er? Geht er? Und wenn ja, wann? Darf er das überhaupt? Wie soll sich der SV Werder Bremen verhalten? Am Weserstadion schwirren gerade mehr Fragenzeichen als Krähen herum. Beide können ganz schön nerven. Gegen die Krähen hat sich Werder mit fliegenden Vogelscheuchen gewappnet, um den Rasen der Trainingsplätze zu schützen. Bei Füllkrug ist die Sache nicht ganz so einfach. Da befindet sich Werder in der Zwickmühle – genauso wie der Spieler selbst. Beide fühlen sich zusammen eigentlich so wohl wie noch nie, und dennoch könnte eine Trennung sowohl Verein als auch Spieler noch glücklicher machen. Zumindest finanziell. Sportlich kann sich Werder den Verlust von Füllkrug mitten in der Saison eigentlich nicht leisten. Doch Füllkrugs Beraterwechsel und Werders gelassene Reaktion darauf haben gezeigt: Ein Transfer noch in diesem Winter ist absolut möglich, es muss nur das richtige Angebot auf den Tisch flattern.

Das soll nun die große Berateragentur Roof liefern, für die Niclas Füllkrug seinen Berater Gunter Neuhaus nach 14 gemeinsamen Jahren verließ. Eine harte Entscheidung im knallharten Bundesliga-Geschäft. Der Ex-Spieler von Werder Bremen, Maximilian Eggestein, hat es vor eineinhalb Jahren genauso gemacht und ist dann wie gewünscht gewechselt – zum SC Freiburg, der die Saison als Tabellenzehnter abgeschlossen hatte. Kein überraschender, eher ein erwartbarer Transfer, der sich für Eggestein aber ausgezahlt hat. Er ist weiter gereift. Genauso wie sein Club, der mittlerweile als Bayern-Jäger von Platz zwei aus grüßt.

Zwischen Heimatliebe und sportlichem Ehrgeiz - was wird aus Werder Bremens Niclas Füllkrug?

Möglichst weit nach oben möchte auch Niclas Füllkrug. Er sagt es zwar nicht so deutlich und demonstriert absolut glaubhaft seine besondere Beziehung zum SV Werder Bremen, aber genauso ist da diese Lust auf mehr zu spüren. Die WM hat ihn angefixt. Er durfte im Konzert der Großen nicht nur mitspielen, er hat mit seinem Auftreten und seinen Toren auch für die wenig guten deutschen Töne gesorgt. Wer will es ihm verdenken, dass er endlich auch mal die Champions-League-Hymne hören will – oder zumindest in einer der Topligen um die vorderen Ränge mitspielen möchte? Mit bald 30 Jahren bleibt ihm dafür nicht mehr so viel Zeit. Viele Verletzungen haben ihn wohl einen früheren Höhenflug gekostet. Jetzt ist die Chance da – vielleicht nur jetzt. Wer weiß, was in der Rückrunde passiert. Deswegen werden die Berater von Roof auch nicht bis Sommer warten, ehe sie Füllkrug in ganz Europa anbieten. Das passiert jetzt!

Steht Niclas Füllkrug vor einem Transfer? Clemens Fritz rechnet mit einem Verbleib des Stürmers bei Werder Bremen!

Deswegen ist Niclas Füllkrug aber noch lange nicht weg. Er wird kaum das erstbeste Angebot annehmen, um einfach nur wegzukommen. Dafür geht es ihm und seiner Familie in Bremen zu gut. Und dann ist da auch noch Werder Bremen. Die Verantwortlichen haben für sich längst geklärt, zu welchen Konditionen sie Füllkrug abgegeben würden – oder besser gesagt: abgeben müssen! Bei 20 Millionen Euro soll die Schmerzgrenze aktuell liegen. Bei den finanziellen Problemen der Bremer wären aber auch 15 Millionen Euro schon ein Segen – vor allem für einen fast 30-Jährigen, für den eigentlich gar keine Ablösesumme mehr eingeplant war.

Geht Niclas Füllkrug, dann droht Werder Bremen ohne adäquaten Ersatz der Abstieg

Nur eines dürfen die Verantwortlichen dabei nicht vergessen: sich um einen Nachfolger zu kümmern. Ohne den droht der Abstieg. Eine gute Vorbereitung ist alles. Und dann kann man die aktuelle Situation vielleicht sogar genießen. Denn eigentlich ist es doch eine schöne Zwickmühle, sich mit einem Wechsel von Niclas Füllkrug zu beschäftigen, weil der in dieser Saison gemeinsam mit Werder Bremen so gut funktioniert hat. Die Alternative wäre womöglich ein Abstiegsrang mit uninteressanten Spielern gewesen. Das will doch auch keiner! (kni)

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