Zwei Tore und eine Traumvorlage: Niclas Füllkrug lieferte bei Werder Bremens Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach eine Gala-Vorstellung ab.
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Zwei Tore und eine Traumvorlage: Niclas Füllkrug lieferte bei Werder Bremens Heimsieg gegen Borussia Mönchengladbach eine Gala-Vorstellung ab.

Doppelpack und Traumvorlage

Nach Gala von Werder Bremens Angreifer Niclas Füllkrug: Marvin Ducksch und Niklas Stark versprechen WM-Hilfe

Bremen - Für die Fans in der Ostkurve ist die Sache längst klar. „Füllkrug für Deutschland“ skandierten sie während Werder Bremens furiosen 5:1-Heimerfolgs über Borussia Mönchengladbach, bei dem der Bremer Stürmer mit zwei Toren und einer Vorlage aus einer insgesamt bärenstarken Mannschaft noch herausgeragt hatte. Nach acht Bundesliga-Spieltagen bringt es Füllkrug nun auf sieben Saisontreffer, womit er die Torschützenliste anführt. In dieser Verfassung ist der 29-Jährige definitiv ein ernsthafter Kandidat für die Weltmeisterschaft in Katar - nur reden wollte er darüber im Nachgang des Gladbach-Spiels nicht. Kein Problem. Das hatten da längst andere für ihn übernommen.

Lothar Matthäus zum Beispiel. Der Weltmeister von 1990 sagte am Sky-Mikrofon: „Bundestrainer Hansi Flick ist nicht blind, er sieht diese Leistungen auch. Am Ende wird er einen Stürmer mitnehmen, der die Vorzüge hat, die Niclas Füllkrug eben auch hat.“ Es waren Worte, die der Angreifer des SV Werder Bremen im großen Medienrummel direkt nach dem Schlusspfiff zwar nicht selbst gehört hatte, die ihm aber umgehend zugetragen wurden. „Natürlich freut es mich, wenn ein ehemaliger Weltfußballer wie Lothar Matthäus meine Leistung anerkennt“, betonte Füllkrug, schob das Thema WM-Nominierung dann aber ganz schnell wieder zur Seite: „Ich konzentriere mich nur auf meine Leistung, denn alles andere kann ich nicht beeinflussen. Deshalb lohnt es sich auch nicht, darüber zu reden.“

Werder Bremens Stürmer Niclas Füllkrug mit Gala-Vorstellung gegen Borussia Mönchengladbach

Bereits in der vergangenen Saison hatte Niclas Füllkrug mit 19 Zweitliga-Saisontreffern großen Anteil an Werder Bremens Bundesliga-Rückkehr gehabt. Seit dem Sommer macht er nun im Oberhaus genauso torgefährlich weiter. „Es hat viel mit meiner Fitness zu tun und damit, dass ich jetzt schon sehr lange gesund bin. Ich kann jede Woche von dem Punkt, an dem ich gerade bin, weiterarbeiten. Das bringt mich in eine sehr gute Form“, sagte Füllkrug – und hielt fest: „Ich hoffe, dass ich die noch lange halten kann.“ Bei Werder hätte freilich niemand etwas dagegen. Cheftrainer Ole Werner bezeichnete den Torjäger als „sehr kompletten Spieler“ und bescheinigte ihm sowohl „eine positive Besessenheit“ als auch den „unbedingten Willen, Spiele zu gewinnen“. Auch das sicher nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen möglichen Anruf von Bundestrainer Flick. In Werders Kabine ist der übrigens längst zum Thema geworden.

Muss Werder Bremens Niclas Füllkrug zur WM? Niklas Stark: „Wer mit klassischem Mittelstürmer spielt, kommt an ihm nicht vorbei“

„Niclas kann auch für die Nationalmannschaft wichtig sein. Wenn man mit einem klassischen Mittelstürmer spielen will, kommt man an ihm nicht vorbei“, sagte Verteidiger Niklas Stark und kündigte an: „Ich werde es ihm im Training jedenfalls so schwer wie möglich machen, damit er gut vorbereitet ist für die WM.“ Auch Sturmpartner Marvin Ducksch hat Niclas Füllkrug längst WM-Hilfe signalisiert – wenn auch in etwas anderer Form. „Ich habe ihm heute vor dem Spiel gesagt, dass ich versuchen werde, ihm dabei zu helfen“, sagte der 28-Jährige, der Wort gehalten und Füllkrug eines seiner beiden Tore aufgelegt hatte. „Der Junge kann einfach alles“, lobte Ducksch, „für mich ist er aktuell der beste deutsche Stürmer. Ich würde mir wünschen, dass er mit zur WM fährt.“

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Rudi Völler ist das in seiner Karriere gleich drei Mal gelungen. 1986, beim Titelgewinn 1990 sowie 1994 war der ehemalige Weltklasse-Stürmer dabei. Was das mit Niclas Füllkrug zu tun hat? Nun ja. Das Gladbach-Spiel lieferte da durchaus eine Parallele zwischen den beiden Namen. Nur Völler waren an den ersten acht Spieltagen einst nämlich mehr Saisontreffer für Werder gelungen als nun Füllkrug. In der Serie 1985/86 hatte er acht Mal zugeschlagen. „Rudi Völler war schon ein Guter“, äußerte Füllkrug schmunzelnd eine Einschätzung, die im Herbst 2022 sehr viele Beobachter auch über ihn treffen. Möglicherweise zählt Bundestrainer Hansi Flick demnächst offiziell dazu. (dco/kni) Schon gelesen? Werder Bremens Niclas Füllkrug steht zur Wahl zum „Spieler des Monats September“!

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