Niclas Füllkrug köpfte kurz nach Wiederanpfiff an die Latte und verpasste damit den Ausgleich für Werder Bremen im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Osnabrück.
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Niclas Füllkrug köpfte kurz nach Wiederanpfiff an die Latte und verpasste damit den Ausgleich für Werder Bremen im DFB-Pokal-Spiel gegen den VfL Osnabrück.

Werder-Stürmer geht hart mit sich ins Gericht

Niclas Füllkrugs doppeltes Kopfproblem: Werder-Stürmer nimmt Pokal-Aus auf seine Kappe

Zwischen Freud und Leid, Euphorie und Ernüchterung liegen bei einem Stürmer oftmals nur wenige Zentimeter. Und so kam es, dass Niclas Füllkrug nach dem bitteren DFB-Pokal-Aus des SV Werder Bremen gegen den VfL Osnabrück (0:2) unter vielen Häufchen Elend das wohl größte war.

Weil er beim Stand von 0:1 kurz nach Wiederanpfiff mit seinem Kopfball nur die Latte statt ins Tor getroffen hatte und noch die eine oder andere weitere Chance vergab, sah sich der Stürmer des SV Werder Bremen gezwungen, sich nicht nur intern bei der Mannschaft zu entschuldigen, wie Trainer Markus Anfang berichtete, sondern auch öffentlich mit sich hart ins Gericht zu gehen.

Die Niederlage gegen den Drittligisten „lag daran, dass ich kein Tor geschossen habe“, sagte Niclas Füllkrug am ARD-Mikrofon und nahm das enttäuschende DFB-Pokal-Aus auf seine Kappe. „Wir haben in vielen Punkten unseren Job gut gemacht, aber ich habe meinen Job vorne heute nicht gemacht.“ Und weiter: „Ich glaube, wenn ich in meiner Normalform bin, dann gewinnen wir das Spiel.“ Heißt im Umkehrschluss: Füllkrug ist nicht in Normalform und er weiß das auch.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug „frisst sich selber auf“ - Trainer Markus Anfang spricht Stürmer Mut zu

Und so kommt neben dem einen Kopfproblem (der Kopfball geht an die Latte statt ins Tor) noch das zweite hinzu: Niclas Füllkrug grübelt, hadert, zweifelt – gedankliches Gift für einen Stürmer. „Er frisst sich gerade selber auf“, sagt Anfang. Der Coach des SV Werder Bremen spricht dem 28-Jährigen aber auch Mut zu. „Er braucht sich keinen Kopf zu machen. Das wäre anders, wenn er keine Chancen hätte, denn dann wäre er nicht im Spiel. Aber er hat ja Chancen.“

Immerhin ein Fortschritt im Vergleich zu den ersten beiden Saisonspielen. Die Zweitliga-Partien gegen Hannover 96 und Fortuna Düsseldorf waren völlig an Füllkrug vorbeigelaufen. Gegen den Drittligisten Osnabrück kam er wenigstens ab und zu wieder in die entscheidenden Szenen. Nur dann muss der Ball halt irgendwann auch wieder rein. Anfangs simples Rezept: „Trainieren, trainieren, trainieren. Fülle muss dranbleiben.“ Geht ja manchmal nur um Zentimeter. (han) Auch Interessant: Werder Bremen geht leer aus: Fredrik Aursnes nach Rotterdam.

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