In der Partie des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln standen Milot Rashica (li.) und Niclas Füllkrug endlich wieder gemeinsam auf dem Platz.
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In der Partie des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln standen Milot Rashica (li.) und Niclas Füllkrug endlich wieder gemeinsam auf dem Platz.

Nur sechs Partien gemeinsam auf dem Platz

Das verhinderte Sturmduo: Rashica und Füllkrug sollen bei Werder endlich gemeinsam durchstarten

Bremen/Köln – Man muss sie sich mal auf der Zunge zergehen lassen, diese Zahlen. Denn selbst wenn sie einen ziemlich bitteren Beigeschmack haben, so liefern sie doch eine interessante Erkenntnis. Also, bitteschön: Seit nunmehr 67 Pflichtspielen beschäftigt Werder Bremen zeitgleich die beiden Stürmer Milot Rashica und Niclas Füllkrug, deren Namen in der Branche zweifellos einen guten Klang haben.

Schließlich hatte der eine, Rashica, in Bremen einst den Durchbruch geschafft, und der andere, Füllkrug, mal auf der Schwelle zur deutschen Nationalmannschaft gestanden. Heißt: Mit diesen beiden gemeinsam auf dem Platz, sei es nun als klassisches Sturmduo oder als Zwei-Drittel-Besetzung eines Dreier-Angriffs, sollte die Wahrscheinlichkeit auf Tore doch deutlich steigen – was bei Werder Bremen nach über 20 Monaten mit Milot Rashica und Niclas Füllkrug aber nach wie vor eine Zukunftshoffnung ist. Denn: Von den 67 Pflichtspielen seit Sommer 2019 haben die beiden Stürmer nur in mickrigen – Obacht! – sechs Partien gemeinsam auf dem Platz gestanden. Etliche Verletzungen der beiden Profis – Füllkrug verpasste 43 Spiele, Rashica 16 – sorgten dafür, dass sie es nach dem jüngsten 1:1 beim 1. FC Köln auf bislang lediglich 163 gemeinsame Minuten für Werder bringen, was die großen Personalsorgen des Vereins aus der vergangenen und zum Teil auch laufenden Saison noch einmal gut illustriert. In den restlichen Partien dieser Spielzeit soll es nun endlich besser werden.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug auch gegen Arminia Bielefeld wieder eine Option für die Startelf

„Diese Kombination aus Fülle und Rocket, auch mit der Geschwindigkeit, die verspricht schon einiges“, sagte Trainer Florian Kohfeldt nach dem Köln-Spiel, in dem er erst zum zweiten Mal überhaupt beide Stürmer von Beginn an auf den Platz hatte schicken können. „Sie müssen sich halt noch einspielen“, bat der Coach um Verständnis dafür, dass auch Rashica und Füllkrug gegen den Effzeh über Ansätze nicht hinaus gekommen waren.

Füllkrug hatte nach Wadenverletzung und Sprunggelenksproblemen erstmals seit dem fünften Spieltag wieder von Beginn an für Werder Bremen auf dem Platz gestanden, Rashica ist da deutlich weiter. Nach einer Oberschenkelverletzung ist er seit dem 16. Spieltag wieder fit, bereitete seitdem zwei Treffer vor – und könnte künftig in Füllkrug eine Art Hauptabnehmer finden. Auch für das Nachholspiel in Bielefeld am Mittwochabend sei „Fülle“ wieder eine Option, berichtete Kohfeldt, der seinen Spieler in Köln schon nach 57 Minuten ausgewechselt hatte, um ihm zwei Einsätze innerhalb von vier Tage zu ermöglichen. Denn spielen soll Füllkrug möglichst immer. „Ich kann nicht jedes Mal wochenlang warten, ich muss ihn jetzt in den Rhythmus bringen“, sagte Kohfeldt, dem natürlich bewusst ist, dass die gemeinsame Zeit von Rashica und Füllkrug nicht nur mit reichlich Verspätung endlich beginnen könnte, sondern auch, dass sie im Sommer sehr, sehr wahrscheinlich schon wieder enden wird, weil ein Verkauf Rashicas nach wie vor das Ziel von Spieler und Verein ist.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug und Milot Rashica bleiben noch elf Ligaspiele für gemeinsame Auftritte

Im allerbesten Fall bleiben dem bisher verhinderten Sturmduo also noch elf Ligaspiele sowie drei im DFB-Pokal, sollte Werder Bremen das Endspiel in Berlin erreichen. Zeit, die sicher nicht mehr ausreicht, um sich einen Spitznamen à la „Pizza-Toni“ (Ailton und Pizarro) oder „K-und-K-Sturm (Klose und Klasnic) zu erarbeiten. Aber eben auch Zeit, in der für Werder jedes einzelne Tor von Füllkrug oder Rashica große Bedeutung haben kann. (dco)

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