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Niclas Füllkrug dürfte nach seinem starken Auftritt gegen die TSG 1899 Hoffenheim auch gegen den FC Augsburg wieder in der Startelf von Werder Bremen stehen.

Nach erstem Werder-Tor gegen Hoffenheim

Füllkrug nach Startelf-Comeback jetzt schon mit Startelf-Garantie

Sinsheim/Bremen – Lachen ging nicht. Niclas Füllkrug verließ die PreZero-Arena in Sinsheim ziemlich übellaunig. Die neue Handregel und die Bremer 2:3-Pleite bei 1899 Hoffenheim hatten verhindert, dass aus seinem Startelf-Comeback für Werder Bremen ein Zwei-Tore-Traum-Comeback wurde. Aber natürlich hatte das Spiel auch etwas Gutes gebracht für den 26-Jährigen.

Mit dem Treffer zum zwischenzeitlichen 1:0 gelang Niclas Füllkrug sein erstes Pflichtspieltor seit seiner Rückkehr zu Werder Bremen. Und wie es sich für einen frischgebackenen Vater gehört, widmete er das Tor seiner erst zwei Wochen alten Tochter. Doch weil der Kopfballtreffer letztlich keinen Punktgewinn brachte, ist die eigentliche Füllkrug-Nachricht nach dem Wochenende eine andere. Nämlich diese: Er mischt wieder mit. Und zwar mit voller Kraft.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug „ab jetzt wieder voll da“

Für Niclas Füllkrug war es der erste Startelf-Einsatz seit seinem Mitte Dezember 2018 erlittenem Knorpelschaden im Knie – damals noch im Trikot von Hannover 96. Nun spielte der Stürmer gegen Hoffenheim 90 Minuten durch, was ein klares Zeichen ist, dass die Phase des vorsichtigen Heranführens an die Vollbelastung abgeschlossen ist. Füllkrug: „Natürlich bin ich jetzt wieder voll da. Ich war es auch schon in der vergangenen Woche, so etwas kommt ja nicht von einem Tag auf den anderen.“ Aber erst die Verletzung von Milot Rashica machte den Weg in die Startelf für ihn frei. Und damit auch in die Stammelf?

Füllkrug fühlt sich in jedem Fall bereit für weitere Aufgaben und damit bereit für das wichtige Heimspiel gegen den FC Augsburg am Sonntag. Weil dann neben Rashica auch der gesperrte Johannes Eggestein (Gelb-Rot gegen Hoffenheim) fehlen wird, besitzt Füllkrug im Grunde schon eine Einsatzgarantie. Sein Nebenmann muss jedoch erst noch gefunden werden. Josh Sargent, Martin Harnik und der aktuell noch fiebrigen Claudio Pizarro stehen zur Wahl.

Zur letzten Meldung vom 23. August 2019:

Rutscht Füllkrug als Rashica-Ersatz in die Werder-Startelf?

Bestätigt hat er nichts, der Florian Kohfeldt. Wenn es um die Aufstellung von Werder Bremen für das nächste Spiel geht, macht er das sowieso nur bei Personalien, die ohnehin frei von Fragezeichen sind. Was in diesem Fall nun wahrlich nicht behauptet werden kann. Denn es geht darum, wie der Werder-Trainer im Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim auf den Ausfall von Milot Rashica reagieren wird.

Der fällt zwar nicht so lange aus wie befürchtet, am Samstag ist er aber nicht dabei. „Ich habe Ideen“, hatte Florian Kohfeldt am Mittwoch über eine Ersatzlösung gesagt, „und dabei spielen alle eine Rolle, die bei uns stürmen können.“ Also ganz schön viele. Am Donnerstag ließ er aber schon eine Tendenz erkennen. Die Spur führt zu Niclas Füllkrug.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug „von der Frische ein Kandidat für die Startelf“

Die Vorsicht der ersten beiden Saisonspiele, in denen der Rückkehrer nur als „Joker“ eingesetzt wurde, ist wohl Geschichte. Kohfeldt hatte angekündigt, dass Füllkrug ein Kandidat für die Startelf von Werder Bremen sein würde, wenn die Trainingswoche gut für ihn läuft. Nun ist die Woche zwar noch nicht ganz vorüber, aber bislang ist sie gut gelaufen für den 26-Jährigen – auch wegen einer durchdachten Trainingssteuerung. 

„Wir haben ihn bewusst weniger belastet in den vergangenen Tagen“, sagt Kohfeldt. Ergebnis: „Von der Frische her ist Niclas ein Kandidat für die Startelf.“ Sollte auch die Wettkampfhärte den Erwartungen entsprechen, kann es endlich richtig losgehen für den 6,5-Millionen-Euro-Einkauf, der seinen Dienst bei Werder Bremen mit der Hypothek eines gerade erst auskurierten Knorpelschadens im Knie angetreten hatte.

Werder Bremen: Milot Rashica fehlt Florian Kohfeldt „nur“ für zwei Spiele

Mindestens für zwei Spiele benötigt Kohfeldt eine Lösung, Milot Rashica zu ersetzen. Nur zwei Spiele, möchte man sagen. Denn nach den ersten Untersuchungen musste noch befürchtet werden, dass der Senkrechtstarter der vergangenen Saison deutlich länger fehlen würde. „Mehrere Wochen“ hatte Werder Bremen zunächst als Zeitraum angegeben, tatsächlich bleibt es aber bei wenigen Wochen. Denn eine weitere Untersuchung hat ergeben, dass die Adduktorenverletzung von Milot Rashica „nicht so dramatisch ist, wie es hätte sein können“, erklärt Kohfeldt. Der Coach rechnet im besten Fall nach der Länderspielpause wieder mit Rashica – heißt: Gegen 1899 Hoffenheim und den FC Augsburg ist der Angreifer nicht dabei, gegen Union Berlin könnte er am vierten Spieltag sein Comeback feiern. Diese Aussicht schraubt die Bremer Sorgen schon mal wieder etwas nach unten.

In Hoffenheim muss aber der Ohne-Rashica-Plan greifen. Niclas Füllkrug könnte in diesem Plan die Rolle des zentralen Stürmers zukommen, möglicherweise flankiert und assistiert von Yuya Osako sowie Johannes Eggestein. Der Schütze des einzigen Bremer Tores beim 1:3 gegen Fortuna Düsseldorf ist nach dem Bundesliga-Auftakt so etwas wie der einzige Werder-Gewinner, weil er sich für weitere Einsätze empfohlen hat. „Er hat gezeigt, dass er seine taktischen Aufgaben erfüllen und trotzdem Tore schießen kann“, lobt Kohfeldt und hofft, „dass ihn das durch die nächsten Wochen trägt“. Für Samstag sei der 21-Jährige auf jeden Fall ein Startelfkandidat, „weil er das immer ist. Über ihn denken wir jede Woche nach“, meint der Trainer. (csa)

Mehr News zu Werder Bremen

Derweil bahnt sich bei den Grün-Weißen ein Transfer an: Schalke 04 und Werder Bremen wollen den Wechsel von Nabil Bentaleb perfekt machen. Aber warum hat Nabil Bentaleb eigentlich so einen schlechten Ruf? Ganz bittere Diagnose: Ludwig Augustinsson wird Werder Bremen monatelang fehlen. Und auch Teamkollege Ömer Toprak wird Werder Bremen lange aufgrund einer Sehnen-Muskelverletzung fehlen.

Zur letzten Meldung vom 19. August 2019:

Werder sucht den „Killer“: Füllkrug jetzt reif für die Startelf?

2.443 Tage lagen zwischen dem einen und dem anderen Spiel – und doch hatte sich für Niclas Füllkrug an der Szenerie nicht wirklich viel verändert. 1:3 stand es, als der damals 19-Jährige am 8. Dezember 2012 für Werder Bremen im Spiel gegen Eintracht Frankfurt eingewechselt wurde. 1:3 stand es auch am Samstag, als Füllkrug gegen Fortuna Düsseldorf auf den Platz geschickt wurde.

Das eine Match war seine letzte Bundesliga-Partie für Werder Bremen vor seinem ersten Knorpelschaden und dem anschließenden Wechsel zu Greuther Fürth gewesen, das andere seine grün-weiße Bundesliga-Rückkehr. In beiden Spielen sollte er als Joker noch retten, was schon nicht mehr zu retten war.

Werder Bremen: Niclas Füllkrug hat sich auch ohne Tor zurückgemeldet - und ist ein Startelf-Kandidat

Obwohl: Gegen Fortuna Düsseldorf war er gar nicht so weit weg von einer Heldenrolle. Eine Großchance per Kopf, ein Kracher an die Unterkante der Latte – Füllkrug hatte die Chancen, aus dem Rückstand noch ein Remis zu machen. Schlussendlich wurde nichts draus, dennoch blieb festzuhalten: Der 26-Jährige hatte sich auch ohne Tor zurückgemeldet

Und es ist nicht auszuschließen, dass er am zweiten Spieltag schon nicht mehr der Joker, sondern ein Mann für die Bremer Startelf sein wird. Trainer Florian Kohfeldt hält das jedenfalls für möglich. „Niclas ist jetzt nicht mehr weit weg. Wenn die Woche gut verläuft, traue ich ihm auch mal 60, 70 Minuten zu, damit ist er dann auch ein Startelf-Kandidat“, sagte der 36-Jährige mit Blick auf die Partie bei 1899 Hoffenheim am Samstag.

Fotostrecke: Fan-Proteste und drei Gegentore zum Saison-Start

Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf
Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf © gumzmedia
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Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf
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Werder Bremen gegen Fortuna Düsseldorf © dpa
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Werder Bremen: Kohfeldt erkennt ein „Effektivitätsproblem“ und lobt Füllkrug

Dann muss Werder die Scharte der Düsseldorf-Pleite auswetzen – und braucht dafür Stürmer, die aus Chancen auch Tore machen. Gegen die Fortuna schickte Coach Kohfeldt insgesamt zwar sechs Angreifer aufs Feld (Osako, Rashica, Johannes Eggestein von Beginn an, Füllkrug, Pizarro und Sargent von der Bank), doch die machten aus 25 Torschüssen nur einen Treffer (1:1 durch Eggestein). 

Kohfeldt erkannte, was allen anderen auch nicht entgangen war: „Wir hatten ein Effektivitätsproblem.“ Und er erkannte auch, wer dieses Problem möglicherweise schnell beheben könnte: Füllkrug. Der 6,5-Millionen-Euro-Einkauf habe bei seinem 26-Minuten-Einsatz gezeigt, „wie viel Unruhe er in eine Viererkette bringen kann. Er hatte zwei Großchancen, das war sehr ordentlich von ihm“, meinte Kohfeldt.

Niclas Füllkrug zuletzt am 28. November 2012 in der Startformation von Werder Bremen

Bislang hat er Füllkrug wegen dessen jüngster Verletzungsgeschichte (Knorpelschaden im Knie im Dezember 2018, Comeback im Mai 2019) nur auf Sparflamme spielen lassen. Gegen Hoffenheim könnte es damit aber vorbei sein. Zumal der Einsatz von Milot Rashica wegen dessen muskulärer Probleme im Oberschenkel gefährdet ist. „Irgendwann“, sagte Kohfeldt, „werden wir mit Niclas und ein paar anderen drumherum spielen. Das ist ja der Grundplan. Und lange wird es nicht mehr dauern.“

Füllkrug in der Bremer Startelf – das gab es zuletzt am 28. November 2012. Am Samstag liegt das 2 461 Tage zurück. Werder verlor damals 1:4 gegen Bayer Leverkusen – auf ein weiteres Ergebnis-Deja-vu könnte Füllkrug deshalb sicher sehr gut verzichten.

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Wer hat wie benotet? Wir haben nach der Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf die Einzelkritiken zu Werder Bremen im Medien-Vergleich zusammengestellt. Die Grün-Weißen haben sich bei Benjamin Henrichs einen Korb geholt, Werder Bremen will sich aber nicht entmutigen lassen und noch Transfers tätigen.

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