Waren sich beim Training des SV Werder Bremen am Dienstag für einen Moment mal so gar nicht grün: Stürmer Niclas Füllkrug und Trainer Florian Kohfeldt.
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Waren sich beim Training des SV Werder Bremen am Dienstag für einen Moment mal so gar nicht grün: Stürmer Niclas Füllkrug und Trainer Florian Kohfeldt.

Ärger im Trainingslager 

Clan-Story und Trainings-Zoff: Werder-Sportchef Baumann erklärt den Wirbel um Stürmer Niclas Füllkrug

Zell am Ziller – Niclas Füllkrug vs. Florian Kohfeldt – zwischen diesen Beiden hat es im Training des SV Werder Bremen am Dienstagabend heftig geknallt.

Während einer Trainingsübung platzte Trainer Kohfeldt der Kragen, und er schmiss Füllkrug mit deutlichen Worten vom Platz. Werder-Sportchef Frank Baumann vermutet einen Zusammenhang mit einer anderen Geschichte und erklärt Füllkrugs Emotionsausbruch.

„Man muss bei Niclas die Gesamtsituation betrachten“, beginnt Frank Baumann in einer Medienrunde im Zillertal am Mittwochvormittag: „Wenn es keinen direkten Zusammenhang gibt und man dann trotzdem bundesweit in den Schlagzeilen ist, dann ist das keine einfach Situation für jemanden wie Niclas, der eben auch emotional agiert, der sich dann so etwas auch zu Herzen nimmt.“ Gemeint ist eine Online-Story der „Bild“, wonach Füllkrugs Luxus-Mercedes in Berlin gesichtet wurde – mit Clan-Mitglied Rommel Abou-Chaker am Steuer.

Wirbel um Niclas Füllkrug: Für Werder Bremen kein Thema mehr

Niclas Füllkrug wusste bereits vor dem Werder-Training am Dienstagnachmittag, dass die Story in den Medien veröffentlicht wird. „Für Niclas keine schöne Geschichte – und vielleicht hat sie ein Stück weit dazu beigetragen, dass er im Training ein bisschen überreagiert hat. Das ist menschlich“, so Baumann. Und weiter: „Der Trainer hat entsprechend reagiert, damit ist es erledigt.“

Für den SV Werder Bremen sei der Streit im Training ebenso keiner weiteren Rede wert wie die vermeintliche Clan-Verwicklung: „Er hat sich nach unseren Informationen nichts zu Schulden kommen lassen. Er hat da keinen direkten Draht. Er hat einem Freund aus der Hannoveraner Ecke sein Auto für eine gewisse Zeit überlassen, es weitervermietet. Was derjenige dann damit macht, ist nicht mehr in Niclas` Handhabe.“ Frank Baumann abschließend: „Insofern ist das für uns als Verein kein Thema. Das ist etwas, was ihn schon beschäftigt hat, aber für uns als Verein spielt das keine Rolle.“ (tst)

Letzte Meldung vom 18. August 2020:

Zoff beim Werder-Training: Coach Kohfeldt erklärt den Krach mit Niclas Füllkrug

Florian Kohfeldt vs. Niclas Füllkrug – zwischen diesen Beiden hat es im Training des SV Werder Bremen am Dienstagabend heftig geknallt. Während einer Trainingsübung platzte Coach Kohfeldt der Kragen, und er schmiss Angreifer Füllkrug mit deutlichen Worten vom Platz.

„Wenn du keine Lust hast, dann geh’ runter“, hatte der Trainer gemotzt. Reaktion Niclas Füllkrug: Der 27-Jährige riss sich das Trainings-Leibchen über den Kopf, schmiss es auf den Boden und verließ den Platz. Das wirkte deftig. Hinterher war Florian Kohfeldt jedoch bemüht, den Vorfall bei Werder Bremen nicht zu groß werden zu lassen.

Werder Bremen: Florian Kohfeldt schmeißt Niclas Füllkrug vom Platz

„Es gibt überhaupt kein Problem. Ein Spieler hat nicht gemacht, was ich wollte. Dann habe ich gesagt: ,Dann trainier du mal für einen kurzen Moment nicht mit“, erklärte der Trainer den Werder-Zoff in einer schon vor der Einheit verabredeten Medienrunde. Und während er sprach, stand Füllkrug in etwa 20 Metern Entfernung mit verschränkten Armen und wartete offenbar auf seinen Coach. Der Trainer des SV Werder Bremen beendete das Aufklärungsgespräch mit den Journalisten dann auch mit dem Hinweis, dass er Füllkrug nun „in den Arm nehmen“ müsse: „Er steht da, und ich gehe jetzt zu ihm.“ Doch daraus wurde dann doch nichts. Denn Niclas Füllkrug ging in dem Moment, in dem sich Florian Kohfeldt aufmachen wollte. Versöhnung? Nicht mehr am Trainingsplatz, sondern frühestens im Teamhotel.

Werder Bremen: Versöhnung nach dem Rausschmiss? Florian Kohfeldt nach Trainingsvorfall um Ruhe bemüht

Dass es eine geben würde, war für Florian Kohfeldt völlig klar. Der Vorfall sei schließlich Normalität im Fußball. „Alles ist gut, so etwas passiert nun mal“, sagte er. Ganz so harmlos, wie Kohfeldt es gesehen haben wollte, wirkte die Szene aber nicht. Der Coach hatte Pressingsituationen trainieren lassen. Nicht alles funktionierte dabei so, wie es funktionieren sollte. Deshalb knisterte es schon zwischen Kohfeldt und Mannschaft – bis es krachte. Niclas Füllkrug war nach dem Rausschmiss verschwunden, kehrte dann aber zur Betreuerbank des SV Werder Bremen zurück, wartete dort auf das Trainingsende.

Es ist nicht das erste Mal, dass Florian Kohfeldt und Niclas Füllkrug – die sich seit Füllkrugs C-Jugend-Zeit kennen und (sofern das zwischen Trainer und Spieler möglich ist) als Freunde gelten – einen öffentlichen Disput hatten. Nach dem Hinspiel  des SV Werder Bremen in der Relegation gegen den 1. FC Heidenheim war es noch vor dem Gang in die Kabine zu einer erkennbar hitzigen Diskussion gekommen. „Das war nichts. Ich habe mich einfach geärgert, dass wir 0:0 gespielt haben“, sagte Füllkrug später. Und Kohfeldt spielte den Vorfall ebenfalls runter, erklärte. „Wenn Niclas und ich uns streiten, sieht das anders aus.“ So wie am Dienstag? (csa)

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