Aktuell fehlt Niclas Füllkrug dem SV Werder Bremen aufgrund eines Infekts. Jetzt sorgt der Star-Stürmer der Grün-Weißen mit einem Beraterwechsel für Aufsehen.
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Aktuell fehlt Niclas Füllkrug dem SV Werder Bremen aufgrund eines Infekts. Jetzt sorgt der Star-Stürmer der Grün-Weißen mit einem Beraterwechsel für Aufsehen.

Werder-Transfer-News

Wechsel im Sinn? Werder Bremens Top-Star Niclas Füllkrug wechselt überraschend seinen Berater

Bremen – Ist das der Wechsel vor dem Wechsel? Niclas Füllkrug hat sich überraschend von seinem langjährigen Berater Gunther Neuhaus getrennt. Der Stürmer des SV Werder Bremen lässt sich nun von Roof, einer der größten Spielerberatungsagenturen im Profi-Fußball, vertreten. Dort stehen auch die Nationalspieler Kai Havertz, Serge Gnabry, David Raum und Marc-André ter Stegen unter Vertrag – genauso wie Bayern-Star Sadio Mané.

Update (9. Januar, 13.30 Uhr): Werder Bremen trotz Berater-Wechsel sicher: „Niclas Füllkrug forciert keinen Transfer!

Sowohl Füllkrug als auch Neuhaus wollten sich dazu auf Nachfrage der DeichStube nicht äußern. Die Agentur Roof hatte die Zusammenarbeit mit Niclas Füllkrug am Sonntag via Instagram öffentlich gemacht – und damit für Aufsehen in der Branche gesorgt. Denn eigentlich galt der 29-Jährige als eng verbunden mit Neuhaus. Seit 14 Jahren kümmerte sich der erfahrene Berater um die Karriere des Stürmers. Beide stammen aus Hannover und haben gemeinsam viele Höhen und Tiefen erlebt. Mehrfach fiel Füllkrug verletzungsbedingt monatelang aus und kämpfte sich jedes Mal wieder zurück. Im Herbst 2021 drohte nach einem Kabinen-Zoff mit Clemens Fritz, dem Leiter Profifußball bei Werder Bremen, das Aus bei den Grün-Weißen.

Werder Bremen-Star Niclas Füllkrug wechselt völlig überraschend seinen langjährigen Berater

Es war schon relativ knapp, dass da etwas verrutscht wäre, weil Dinge nicht mehr einzufangen waren“, berichtete Neuhaus unlängst im DeichTalk und sprach von „vielen guten Gesprächen im Hintergrund mit den Verantwortlichen von Werder“. Deren Ergebnis: Niclas Füllkrug blieb, bekam vom damaligen Coach Markus Anfang eine neue Chance und begann, Tore zu schießen. Viele Tore. Unter dem neuen Trainer Ole Werner blühte er dann so richtig auf, schoss Werder Bremen zurück in die Bundesliga und sich selbst ein paar Monate später zur WM. Dort war der Bremer mit zwei Toren und einem Assist einer der wenigen deutschen Lichtblicke. Seitdem wird damit gerechnet, dass lukrative Angebote für den Stürmer reinflattern, doch bislang blieb es ruhig.

„Falls es zu der Konstellation kommt, dass ein Angebot da ist, muss man es bewerten. Ich bin mit Clemens Fritz und Frank Baumann in sehr engem Austausch. Wir müssen einfach schauen, in welche Richtung es sich entwickelt. Ich bin total glücklich bei Werder und weiß, was ich an Werder habe und dass ich auch hier noch die Möglichkeit habe, mich weiterzuentwickeln“, hat Niclas Füllkrug gerade erst in einem Interview mit der DeichStube gesagt – und damit die Tür für einen Winter-Transfer durchaus offen gelassen, ohne sie allerdings auch weit aufzuschlagen.

Niclas Füllkrug wechselt die Berater-Agentur: Will der Werder Bremen-Star den Verein verlassen?

Der Berater-Wechsel vermittelt nun durchaus den Eindruck, als wolle da ein Spieler seine Chancen auf dem Transfermarkt verändern und ausloten, was mit einer größeren Agentur möglich ist. Andererseits geht es auch nicht nur immer um Transfers, sondern auch um die Betreuung der Profis. Roof kümmert sich zum Beispiel auch darum, dass den Spielern nicht langweilig wird, sie neben dem Fußball noch andere Dinge erleben. So berichtete Gnabry zu seiner Werder-Zeit, dass ihn seine Agentur Roof immer mal wieder mit Reisen zu besonderen Sportereignissen überrasche. Andererseits sind diese Monster-Agenturen mit zahlreichen Spielern und vielen internationalen Kontakten auch für jede Menge Transfers bekannt.

Die nächsten Wochen dürften im Fall Niclas Füllkrug also noch spannender werden. Das Transferfenster ist bis Ende Januar geöffnet. Für Werder wäre ein Verlust von Füllkrug sportlich nicht zu kompensieren, wirtschaftlich aber umso reizvoller. Eine Ablösesumme in zweistelliger Millionen-Höhe könnte einige finanzielle Probleme lösen. Und Füllkrug? Der befindet sich nach zehn Treffern in den ersten 15 Bundesligaspielen der Saison und seinen fulminanten WM-Auftritten auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Zwar hat er erst im Sommer seinen Vertrag bei Werder Bremen bis 2025 verlängert, dabei aber ab der kommenden Saison Gehaltseinbußen von 20 Prozent in Kauf genommen. Dieser Verzicht passt nicht mehr so ganz zu seiner sportlichen Entwicklung. Füllkrug wäre gewiss nicht der erste Profi, der ausloten möchte, was finanziell und sportlich für ihn drin ist. Ob er dann auch tatsächlich wechselt, ist weiterhin offen. (kni)

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