Niclas Füllkrug bejubelt sein tolles Tor für Werder Bremen zum Sieg gegen Hertha BSC - und darf sich echte Hoffnungen auf eine WM-Nominierung machen.
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Niclas Füllkrug bejubelt sein tolles Tor für Werder Bremen zum Sieg gegen Hertha BSC - und darf sich echte Hoffnungen auf eine WM-Nominierung machen.

Füllkrugs WM-Chancen immer größer

WM-Liste: Werder Bremens Angreifer Niclas Füllkrug weiß Bescheid

Bremen – Bislang hat Niclas Füllkrug um das Thema WM-Nominierung immer gekonnt einen großen Bogen gemacht, doch nach dem 1:0-Heimsieg gegen Hertha BSC verplapperte sich der Torjäger des SV Werder Bremen erstmals ein wenig. Aber wer will es ihm nach seinem späten Siegtreffer und den vielen Nachfragen auch verdenken?

„Natürlich weiß ich, auf welchen Listen ich stehe“, sagte der 29-Jährige am Freitagabend bei DAZN. Er war einmal mehr darauf angesprochen worden, ob ihn denn Bundestrainer Hansi Flick in den vorläufigen Kader von bis zu 55 Spielern berufen habe. „Ich weiß natürlich, wo ich dran bin, und das ist gut. Und wir schauen mal, wo das am Ende hinführt“, fügte Niclas Füllkrug noch an. Ob er Kontakt zu Flick hatte, ließ er offen. Doch diese Information brauchte es auch nicht mehr. Der Stürmer des SV Werder Bremen steht auf der ominösen Liste – und seine Chancen werden immer größer, bei der WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) tatsächlich einer von 26 deutschen Spielern zu sein.

Werder Bremen-Stürmer Niclas Füllkrug: „Weltklasse“-Tor gegen Hertha BSC als weitere WM-Bewerbung

Denn nach drei Pflichtspielen ohne Tor hat er wieder zugeschlagen - und wie! „Weltklasse“, legte sich Werder Bremens Abwehrchef Milos Veljkovic fest: „Das Timing und so einen Kopfball, das kann man nicht lernen.“ Aus etwa 15 Metern hatte Niclas Füllkrug in der 85. Minute den Ball per Kopf in die Maschen befördert – unhaltbar für Hertha-Keeper Oliver Christensen. Dass dessen Coach Sandro Schwarz später von einer „Bogenlampe“ sprach, war wohl seiner Enttäuschung über die Niederlage geschuldet.

Niclas Füllkrug freute sich natürlich über seinen bereits neunten Saisontreffer, mit dem er die Führung in der Torschützenliste ausbaute. Aber er gab das Lob auch gerne an die Mannschaft weiter – zum Beispiel an Flankengeber Anthony Jung: „Er sucht mich immer.“ Ganz schmerzfrei war die Geschichte in der Luft allerdings nicht. Füllkrug sprach von einer kleinen Beule, die gut zu seinem Veilchen passte, dass ihm Herthas Jonjoe Kenny verpasst hatte. Zudem war der Torschütze kurz vor seinem Kopfball von seinem Mitspieler Amos Pieper „komplett umgetreten worden“, erinnerte sich ein lachender Füllkrug. Doch er hatte sich mal wieder aufgerappelt, wie so oft in seiner Karriere. Und deswegen steht Werder Bremen nun richtig gut da, und Füllkrug selbst darf von der WM träumen, macht es aber öffentlich nicht: „Die Entscheidung liegt nicht bei mir, darum kann ich da auch keine Wünsche äußern.“ (kni/mbü)

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