Nicolai Rapp will beim SV Werder Bremen richtig durchstarten - und gegen den SC Paderborn in die Startelf rutschen.
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Nicolai Rapp will beim SV Werder Bremen richtig durchstarten - und gegen den SC Paderborn in die Startelf rutschen.

Neuzugang drängt in die Startelf

Nicolai Rapp – der „Feuertyp“ ist jetzt bereit, bei Werder durchzustarten

Bremen – Sein Debüt? Auffällig zwar, aber in letzter Konsequenz doch misslungen. Nicolai Rapp feierte bei der 0:2-Pokalblamage bei Drittligist VfL Osnabrück als Einwechselspieler seinen Einstand als Profi des SV Werder Bremen. Erster Pflichtspieleinsatz, erste Niederlage – das geht natürlich besser. Meint auch der Mittelfeldspieler und visiert mit Feuereifer die nächste Aufgabe an. Sonntag, 13.30 Uhr, Heimspiel gegen den SC Paderborn. Dann möglicherweise mit Rapp in der Startelf und ganz sicher mit einem klaren Ziel: „Wir wollen es besser machen als in Osnabrück und endlich ein Heimspiel gewinnen“, sagt der 24-Jährige.

Dieses „endlich“ bezieht sich natürlich nicht auf das, was Nicolai Rapp bislang mit Werder Bremen erlebt hat, sondern auf das, was hinter dem Club liegt. Viele Heimniederlagen, dann der Abstieg – wie schön wäre es da, wenn sich Rapp bei seinem ersten Heimspiel mit einem Sieg bei den eigenen Fans vorstellen könnte? Es wäre natürlich ideal, auch wenn es mit ein bisschen Verspätung käme. Wegen Adduktorenproblemen hatte der von Darmstadt 98 geholte Sechser weite Teile der Saisonvorbereitung verpasst und dann auch in den ersten beiden Punktspielen gefehlt.

Werder Bremen-Neuzugang Nicolai Rapp will gegen den SC Paderborn „eine Reaktion zeigen“

Erst in Osnabrück konnte er mitwirken, machte nach seiner Einwechslung auch Dampf nach vorne, was für einen defensiven Mittelfeldspieler nicht selbstverständlich ist. Aber er ließ auch drei Großchancen liegen, traf zweimal nur den Pfosten. Was dem Debüt dann eben den negativen Anstrich gab. „Ich habe mich geärgert, wir alle haben uns geärgert“, sagt Nicolai Rapp im Rückblick. „In der Nacht nach dem Spiel hatte ich noch viele Szenen im Kopf. Aber nach 24 Stunden sind diese Gedanken weg.“ Und der SC Paderborn ist seither das, was ausschließlich zählt. „Wir wollen in dem Spiel eine Reaktion zeigen“, erklärt Rapp.

Aber nicht eine Reaktion auf eine schwache Leistung, sondern auf die vielen vergebenen Torchancen. Den Auftritt an sich fand der gebürtiger Heidelberger ganz okay. „Da war Feuer drin, und dieses Feuer brauchen wir wieder gegen Paderborn“, sagt er, und es fällt in der Medienrunde mit ihm auf, wie gern Rapp den Begriff „Feuer“ benutzt. Er lacht selbst und beschreibt sich so: „Ich bin ein Feuertyp – jedenfalls auf dem Platz. Da will ich als Gegenspieler eklig sein, in die Zweikämpfe reingehen, richtig Gas geben.“ Abseits des Spielgeschehens sei er dann weniger feurig, wirkt auch eher zurückhaltend – „bis der Anpfiff kommt“.

(Verfolgt das Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den SC Paderborn im Liveticker der DeichStube)

Werder Bremen-Neuzugang Nicolai Rapp nimmt den Konkurrenzkampf an und will Stammspieler sein

Nicolai Rapp ist geholt worden, weil er mit 105 Einsätzen bereits über reichlich Zweitliga-Erfahrung verfügt. Gesammelt bei Greuther Fürth (24), Erzgebirge Aue (36), Union Berlin (3) und zuletzt Darmstadt 98 (42), wo im zweiten Jahr Markus Anfang sein Trainer war. Dass er nur wegen des Coaches zu Werder Bremen gekommen sei, möchte Rapp zwar so nicht dargestellt wissen, doch dass er mit Anfang gut klargekommen ist, will er auch nicht verhehlen. „Er ist sehr ehrgeizig und ein Trainer mit einem klaren Plan für jeden Spieler. Das passt zu mir“, meint der bei der TSG 1899 Hoffenheim ausgebildete Profi, denn: „Wenn man mir etwas an die Hand gibt, dann setze ich das um.“

Mit dieser Fähigkeit würde sich Nicolai Rapp bei jedem Trainer beliebt machen. Ob er es in Bremen schafft, sich einen Stammplatz zu sichern, wird allerdings erst die Zukunft zeigen. Noch ist Maximilian Eggestein der große Konkurrent, möglich aber, dass er noch durch einen anderen Namen ersetzt wird. Aber egal wer: Rapp nimmt die Herausforderung an: „Konkurrenzkampf ist immer gut. Das kitzelt die letzten Prozent aus dir raus.“ Oder anders gesagt: Es hält das Feuer am Brennen. (csa) Auch interessant: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen SC Paderborn aussehen! Und: Werder Bremen mit Interesse an Marvin Ducksch - aber Hannover 96 lässt Torjäger nicht ziehen!

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