Steht Nicolai Rapp gegen den FC Ingolstadt in der Startelf des SV Werder Bremen?
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Steht Nicolai Rapp gegen den FC Ingolstadt in der Startelf des SV Werder Bremen?

Rapp hofft auf Startelf-Einsatz gegen Ingolstadt

Werder-Profi Nicolai Rapp: „Ich fühle mich nicht als Leidtragender“

Bremen – Es ist durchaus kompliziert mit Nicolai Rapp und diesem 5. November 2021. Denn einerseits dürfte der Profi des SV Werder Bremen keine allzu guten Erinnerungen an diesen Tag haben – andererseits aber irgendwie schon.

Während des Auswärtsspiels in Nürnberg hatte sich Nicolai Rapp früh seine fünfte Gelbe Karte wegen Meckerns abgeholt, weswegen er nicht nur für das nächste Spiel gesperrt, sondern aus taktischen Gründen bereits in der Pause ausgewechselt wurde. Hätte also besser laufen können für den Mittelfeldspieler, der den späten 2:1-Sieg des SV Werder Bremen von der Bank aus verfolgte – nicht ahnend, dass dort auch in den kommenden Monaten sein Platz sein sollte.

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Stammplatz bei Werder Bremen futsch: Nicolai Rapp „möchte natürlich spielen“

Als gute Erinnerung taugt der 5. November 2021 für den 25-Jährigen nämlich deshalb, weil er an jenem Tag bis dato letztmals der Startelf des SV Werder Bremen angehörte. Knapp 15 Wochen ist das nun her – und plötzlich steht Rapp kurz vor der Rückkehr: Für das Heimspiel gegen Ingolstadt (Samstag, 13.30 Uhr) hat er gute Karten, von Trainer Ole Werner zum Stellvertreter des gesperrten Leonardo Bittencourt auserkoren zu werden.

„Natürlich möchte ich spielen und hoffe, dass es auch so kommt“, sagt Nicolai Rapp, hinter dem frustrierende Monate liegen. Klar freut auch er sich über die mittlerweile stolze sieben Spiele andauernde Bremer Siegesserie. Es dürfte aber auf der Hand liegen, dass er dabei gerne öfter auf dem Platz gestanden hätte. Seit Werner bei Werder Bremen das Amt des Cheftrainers übernommen hat, ist Rapp nur noch Reservist, was schlicht und ergreifend viel mit schlechtem Timing zu tun hat.

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Werder Bremen: Nicolai Rapp lässt sich nicht hängen - „Man muss sein Ego hintanstellen“

„Als der neue Trainer kam, hatte ich Corona. Das war nicht gerade der beste Zeitpunkt“, erinnert sich Nicolai Rapp, der Werners ersten beiden Spiele gegen Aue (4:0) und Regensburg (3:2) komplett verpasste. „Die Jungs haben es dann gut gemacht, wir haben die Spiele gewonnen“, sagt Rapp, der sich plötzlich in der Rolle des Herausforderers wiederfand. Zu Saisonbeginn, unter Trainer Markus Anfang, der im November im Zuge des Impfpassskandals zurücktrat, hatte Rapp noch zur Stammformation gezählt und dieses Vertrauen mit zumeist ordentlichen bis guten Auftritten zurückgezahlt. „Manchmal muss man sein Ego dann einfach hintanstellen“, sagt Rapp, der sich unter Werner nicht hängen ließ und geduldig auf seine Chance wartete. 

An der Seite von Romano Schmid könnte Nicolai Rapp am Samstag gegen den FC Ingolstadt einen eher körperbetont auftretenden Werder-Achter geben, sollte sich Ole Werner nicht für Niklas Schmidt und damit für die kreativere Alternative entscheiden. Egal, wie es kommt „als Leidtragender nach dem Trainerwechsel fühle ich mich nicht“, sagt Rapp – und fasst seine Lage wie folgt zusammen: „Ich versuche, das Beste daraus zu machen und mich zurückzukämpfen. (dco)

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