Niklas Moisander Köpft im Spiel von Werder Bremen gegen Köln ein Eigentor
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Keine Chance für Jiri Pavlenka: Im Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln köpft Niklas Moisander ein Eigentor.

Nach 1:1 gegen den 1. FC Köln

Zweites Eigentor – Keine Vorwürfe an Werder-Kapitän Niklas Moisander

Bremen – Schon in Frankfurt war Niklas Moisander ganz dicht dran gewesen am Eigentor, dort rettete ihn aber Jiri Pavlenka mit einer Glanzparade. Doch gegen Köln war der Keeper des SV Werder Bremen machtlos, nachdem Moisander erneut den Ball auf das eigene Tor befördert hatte. Was ist nur los mit dem Kapitän? Geht es für den 35-Jährigen in der Bundesliga möglicherweise zu schnell?

„Nein“, widerspricht der Sportchef von Werder Bremen, Frank Baumann, energisch: „Niklas hat in dem Moment die richtige Entscheidung getroffen, in den Ball zu gehen, weil er nicht weiß, was hinter ihm ist. Dann trifft er ihn unglücklich. So etwas passiert, wir machen ihm da keine Vorwürfe.“ Ondrej Duda hatte den Ball per Freistoß in den Strafraum geschlagen. Durchaus scharf, aber dafür konnte Niklas Moisander eigentlich ziemlich unbedrängt klären. Doch plötzlich lag das Spielgerät im Netz – und Werder in der 68. Minute mit 0:1 zurück. Ein Schock! Immerhin gelang Leonardo Bittencourt per Handelfmeter noch der Ausgleich (82.).

Für Moisander blieb es dennoch ein unglücklicher Abend. Schon in der ersten Halbzeit hatte er mit einem Fehlpass einen gefährlichen Konter der Gäste eingeleitet. Doch Teamkollege Christian Groß löste mit einer gewagten Grätsche das Problem. Werder Bremen und Niklas Moisander konnten aufatmen.

Werder Bremen: Niklas Moisander ist noch nicht wieder in Topform

Der Finne ist längst noch nicht wieder in Topform – in einer wahrlich nicht ganz einfachen Saison für ihn. Trainer Florian Kohfeldt hatte ihn zwar kurz vor Saisonbeginn im Amt des Kapitäns bestätigt – allerdings in dem Wissen, dass der Innenverteidiger seinen Stammplatz an den 13 Jahre jüngeren Marco Friedl verlieren könnte. Und so kam es auch. Nach der 1:4-Auftaktpleite in der Bundesliga gegen Hertha BSC saß Niklas Moisander auf Schalke und gegen Bielefeld auf der Bank. Gegen Hoffenheim profitierte der Ex-Nationalspieler vom Verletzungspech der Kollegen und kehrte in die Startelf des SV Werder Bremen zurück. Ähnlich war es auch gegen Frankfurt und Köln.

Werder Bremen: „Der Konkurrenzkampf tut uns gut“

Die Konkurrenz ist mit Ömer Toprak, Marco Friedl und Milos Veljkovic im Abwehrzentrum groß. Sehr zur Freude von Baumann: „Wir haben vier gute Innenverteidiger. Der Konkurrenzkampf tut uns gut und ist wichtig.“ Gleiches gelte für Niklas Moisander ganz persönlich: „Er war in seinen Spielen wichtig für uns. So eine Aktion wie das Eigentor muss er schnell abhaken.“ Als 35-Jähriger sollte dem Finnen das durchaus gelingen. Ein bisschen Erfahrung damit hat er schon. Am 2. März 2018 ist ihm sein erstes Eigentor in der Bundesliga unterlaufen – beim 2:2 von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach. „Bei mir waren es noch viel mehr“, schmunzelt Baumann. Ihn hat es dreimal in der Bundesliga erwischt. (kni)

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