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Niklas Moisander kann den Ärger von Robert Bauer verstehen, nicht aber den Weg, damit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Finne sieht Äußerungen des Mitspielers kritisch

Moisander ruft Bauer zur Räson

Bremen - Robert Bauer ist unzufrieden, weil er bei Werder derzeit nur noch Reservist ist. Seit dem Trainerwechsel Ende Oktober von Alexander Nouri hin zu Florian Kohfeldt stand der 22-Jährige in der Bundesliga keine Minute mehr auf dem Platz.

Dass ihm das nicht passt, hat Bauer nun öffentlich betont. Gegenüber der „Bild“-Zeitung sagte er: „Na klar bin ich frustriert. Ich habe mich vier Spiele hintereinander in der zweiten Halbzeit einfach nur warm gemacht. Ich glaube, das ist menschlich, dass man dann irgendwann sauer ist.“

Moisander: Bauer soll im Training Gas geben

So sauer sogar, dass Bauer einen Vereinswechsel im Winter ins Spiel brachte. Zwar hob er hervor, es bei Werder schaffen zu wollen, sagte aber auch: „Natürlich macht man sich Gedanken über einen Wechsel. Ich kämpfe jetzt bis zum Winter weiter, und dann muss man schauen, wie sich die Situation entwickelt hat.“ Es waren ungewöhnlich offensive Sätze für einen Profi, der seinen Stammplatz gerade erst verloren hat. Und es waren Sätze, die in der Mannschaft nicht unbedingt gut angekommen sind.

Führungsspieler Niklas Moisander (32) sagte am Donnerstag gegenüber der DeichStube: „Seine Enttäuschung zeigt, dass er große Ambitionen hat und spielen will. Diese Ambitionen kannst du aber nur intern und am besten auf dem Trainingsplatz unter Beweis stellen.“ Sie öffentlich zu äußern, sei nicht der richtige Weg. Moisander kann den Ärger des Kollegen generell aber verstehen.

Finne will sich bei schlechter Stimmung im Team einschalten

„Als ich in seinem Alter war, war ich auch sauer, wenn ich nur auf der Bank saß.“ Das Gespräch mit Bauer will der Finne in dieser Sache vorerst nicht suchen. „Im Moment sehe ich ihn einfach als ambitionierten, jungen Spieler, der einfach spielen will.“ Sollte die schlechte Stimmung eines Einzelnen aber auf das Klima innerhalb des Teams abfärben, würde sich Wortführer Moisander einschalten.

Bei Werder geht aktuell niemand davon aus, dass das nötig sein wird. Trainer Florian Kohfeldt tat die Bauer-Aussagen am Donnerstag als „ein Öffentlichkeitsthema“ ab. „Wichtig ist, was intern passiert“, sagte er. Und: „Es gibt einen konstruktiven Austausch mit allen Spielern.“

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