Ex-Werder-Bremen-Kapitän Niklas Moisander spielt seit dem vergangenen Sommer für den schwedischen Club Malmö FF.
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Ex-Werder-Bremen-Kapitän Niklas Moisander spielt seit dem vergangenen Sommer für den schwedischen Club Malmö FF.

Ehemaliger Werder-Profi Moisander

Niklas Moisander guckt Werder Bremen nicht mehr: Ex-Kapitän drückt dem „geilen Verein“ trotzdem die Daumen

Malmö – Der SV Werder Bremen kämpft um die Rückkehr in die Bundesliga – und da fiebert auch Ex-Kapitän Niklas Moisander in Malmö mit, allerdings auf seine ganz eigene Weise. „Ich habe kein einziges Spiel geschaut“, gestand der Finne in einem Interview mit der „Bild“: „Aber natürlich habe ich die Ergebnisse mitbekommen. Ich freue mich über die gute Entwicklung und würde mich von Herzen über einen Wiederaufstieg freuen.“ Zugleich kündigte der 36-Jährige eine kleine persönliche Aufstiegsparty an: „Dann trinke ich zwei, drei Bierchen für Werder und freue mich für die früheren Mitspieler und die Menschen in Bremen.“

Im vergangenen Sommer hatte Niklas Moisander den SV Werder Bremen verlassen – nicht ganz freiwillig. Sein Vertrag wurde nicht verlängert. „Ich hatte schon vor der letzten Saison ganz deutlich das Gefühl, dass Werder die Zukunft ohne mich plant und nicht will, dass ich bleibe“, verriet Moisander. Er wechselte schließlich in die Heimat seiner Frau – zum schwedischen Topclub Malmö FF. „Ich bin hergekommen, um Meister zu werden und Champions League zu spielen. Das hat geklappt und war unglaublich schön. Ich habe bewiesen, dass ich noch auf hohem Niveau mithalten kann.“ Aktuell ist der Abwehrspieler allerdings verletzt, kann erst im Juni wieder spielen.

Werder Bremen-Ex-Kapitän Niklas Moisander bei Malmö FF: Vertragsverlängerung oder Karriereende?

Auf seine Bremer Zeit schaut Niklas Moisander mit gemischten Gefühlen. Werder Bremen sei „ein geiler Verein“, aber sportlich hatte er sich das ganz anders vorgestellt: „Ich bin nach Bremen gekommen, um zu helfen, Werder weiter nach oben und vielleicht sogar mal nach Europa zu führen. Wenn man dann nach fünf Jahren absteigt, obwohl man alles gegeben hat, tut es sehr weh. Es ist ein Scheitern.“ Als Kapitän sei das sogar noch schmerzhafter gewesen. Auf die Frage, ob er sich deshalb Vorwürfe mache, antwortete Moisander: „Höchstens Kleinigkeiten. Aber mein Eindruck war, dass diese Negativspirale einfach nicht mehr zu stoppen war. Der Abstieg hat sich über Jahre angebahnt, er lag in der Luft. Wir haben alle große Fehler gemacht. Am meisten wir Spieler, aber auch der Verein insgesamt. Da kann sich keiner herausnehmen.“ Ende des Jahres läuft sein Vertrag in Malmö aus, ob er noch eine Saison dranhängt, hat Niklas Moisander noch nicht entschieden. (kni)

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