Niklas Moisander
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Niklas Moisander träumt davon, mit Werder in der Europa League zu spielen.

Finne schwelgt in Erinnerungen – und schwärmt

Niklas Moisander will nach Europa

Bremen - Werder-Profi Niklas Moisander kennt das, er hat das alles schon erlebt. Champions League, Europa League – der Finne war da, hat in seiner Karriere bisher insgesamt 45 Spiele auf der großen internationalen Bühne bestritten.

Drei Tore sind dem Bremer Innenverteidiger dabei sogar gelungen. Im Oktober 2012 traf er in der Gruppenphase der Champions League für Ajax Amsterdam gegen Real Madrid und gegen Manchester City. Ein Jahr später dann der große Erfolg: Ajax setzte sich zu Hause mit 2:1 gegen den FC Barcelona durch. „Das war ein besonderer Abend“, berichtete Moisander am Mittwoch.

Einfach schöne Erinnerungen seien das – und sein Wunsch, möglichst bald wieder europäisch zu spielen, „der ist sehr, sehr groß, denn ich vermisse es. Ich würde es lieben, mit Werder nach Europa zurückzukehren.“ Nun ja, läuft es für die Bremer weiterhin so gut wie in den vergangenen Wochen, dann muss sich der 31-Jährige womöglich nicht mehr lange gedulden, ehe wieder große Spiele unter Flutlicht anstehen. „Ich glaube, unser Team ist stark genug dafür“, betonte er. In der Breite müsste sich aber vielleicht noch etwas tun, „damit wir mehr Optionen haben“.

Fünf Spiele sind es noch, die in der laufenden Saison vor Werder liegen, und da die Mannschaft von Trainer Alexander Nouri seit nunmehr neun Partien nicht mehr verloren hat, „ist das Selbstvertrauen sehr groß“, wie Moisander berichtete. Das Restprogramm nannte der erfahrene Abwehrmann zwar „sehr hart“, Werders Chance auf Europa stufte er allerdings als „gut“ ein, was sie zweifellos auch ist. Die Mannschaft liegt in der Tabelle schließlich nur noch einen Punkt hinter Platz sieben, der am Ende zur Qualifikation für die Europa League reichen könnte.

Ein Vorteil der Bremer dürfte dabei sein, dass sie beim Thema internationaler Wettbewerb überhaupt nicht unter Druck stehen. „Wir wissen ja, wo wir herkommen“, erklärte Moisander. Selbst wenn es am Ende „nur“ zu einem Platz im Niemandsland der Tabelle reichen sollte – für Werders Spieler mit der Rückennummer 18 wäre das kein Problem. „Das Niemandsland ist nicht so schlecht. Es bedeutet ja, dass du in der Bundesliga bleibst.“

„Moisanders Wort hat Gewicht“

Die nächste Chance auf Punkte bietet sich Werder am Samstag in Ingolstadt, Moisander ist dann womöglich zum zweiten Mal seit er in Bremen ist Kapitän. Zlatko Junuzovic ist gesperrt, Clemens Fritz verletzt, und Claudio Pizarro sitzt wohl nur auf der Bank. „Ich war schon gegen Freiburg sehr stolz, der Kapitän zu sein“, betonte Moisander, der mit seiner Erfahrung und ruhigen Art gut ankommt in der Mannschaft. 

Schon bei Ajax, beim AZ Alkmaar und in der finnischen Nationalmannschaft war oder ist er der Kapitän. Werders Sportchef Frank Baumann betonte: „Niklas ist nicht der Lautsprecher, aber sein Wort hat Gewicht. Deswegen haben wir uns im Sommer bewusst für ihn entschieden.“

Als geborenen Anführer sieht sich Moisander aber nicht. „Ich habe mich eher durch harte Arbeit und Erfahrung in diese Richtung entwickelt“, sagt er. Nun sehe er nicht nur sich selbst, sondern das ganze Team, kann seine Erfahrungen an die Mitspieler weitergeben. Und ihnen vielleicht auch schon einmal von Europa vorschwärmen.

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