Werder Bremens Niklas Stark (rechts, hier im Zweikampf mit Wilfried Kanga) zeigte gegen seinen Ex-Club Hertha BSC eine gute Leistung.
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Werder Bremens Niklas Stark (rechts, hier im Zweikampf mit Wilfried Kanga) zeigte gegen seinen Ex-Club Hertha BSC eine gute Leistung.

Ex-Berliner gibt Bremern wertvollste Tipps

Spion Niklas Stark: Spezielle Tipps helfen Werder gegen Hertha BSC

Bremen – Er schmiss sich in jeden Zweikampf – oftmals auch ohne Rücksicht auf Verluste: Dabei waren Niklas Stark die Gegner bestens bekannt. Sieben Jahre hat er für Hertha BSC verteidigt, ehe er sich im Sommer beim SV Werder Bremen eine neue Herausforderung suchte. Längst denkt er grün-weiß und gab schon im Vorfeld der Partie alles, damit Werder erfolgreich ist. Sein durchaus spezieller Plan ging dabei auf, Werder gewann 1:0.

„Na klar, es war ein emotionales Spiel, da brauchen wir nicht drumherum zu reden. Ich habe sieben Jahre da gespielt, das ist noch nicht so lange her. Klar geht einem das nahe“, gestand Niklas Stark nach dem Abpfiff. Der Verteidiger von Werder Bremen habe versucht, die Partie so professionell wie möglich anzugehen. Und zu dieser Taktik gehörte auch seine spezielle Aufgabe als Spion. Dabei versorgte der 27-Jährige weniger seinen Trainer Ole Werner mit Informationen, der sei ohnehin gut vorbereitet gewesen, sondern mehr seine neuen Teamkollegen. „Ich bin zu dem einen oder anderen hingegangen und habe ein paar Dinge über die Spieler gesagt, was ich tagtäglich auch im Training mitbekommen habe. Im Training lernt man die Jungs noch ein bisschen anders kennen“, berichtete Stark. Und siehe da: Gerade seine Abwehrkollegen bei Werder kamen mit der Offensive von Hertha BSC sehr gut zurecht.

Werder Bremens Niklas Stark versorgte Teamkollegen mit Informationen über die Spieler von Ex-Club Hertha BSC

Auch Niklas Stark selbst machte ein gutes Spiel gegen Hertha BSC – und das in etwas ungewohnter Rolle. Er verteidigte nicht rechts in der Dreierkette, sondern links. Anders als noch im Pokal in Paderborn, als Rechtsfuß Amos Pieper dort für den angeschlagenen Marco Friedl einspringen musste. „Wir waren nicht ganz so zufrieden, wie das gelaufen ist. Wir hatten das Gefühl, dass wir Amos seiner Stärke mit dem rechten Fuß beraubt haben, seine guten Verlagerungen zu spielen und Dinge nach vorne einzuleiten“, erklärte Ole Werner den Positionswechsel bei Werder Bremen und urteilte: „Damit haben wir richtig gelegen. Und Niklas musste viel nach vorne rausverteidigen - erst gegen Jovetic, dann gegen Boetius oder wen auch immer. Das liegt ihm gut.“ 

Dabei habe er durchaus von seiner Hertha-Vergangenheit profitiert, meinte Niklas Stark: „Wenn du jemanden kennst, ist es schon ein bisschen einfacher. Klar kennen die mich auch, vielleicht ist es dann ausgeglichen. Aber in der einen oder anderen Situation hatte ich schon das Gefühl, dass es vielleicht ein bisschen geholfen hat.“ Sollte Marco Friedl auch noch gegen Schalke gesperrt sein, dürfte Stark wieder auf der linken Seite bei Werder Bremen verteidigen, ansonsten droht ihm die Bank, was nach der starken Leistung gegen die Hertha BSC schon ein wenig tragisch wäre. (kni)

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