+
Nils Petersen, Stürmer vom SC Freiburg, glaubt weiter an den Klassenerhalt des SV  Werder Bremen und kann sich eines Tages eine Rückkehr an die Weser vorstellen.

Ex-Werder-Spieler im „DeichFUMS-Stubenarrest“

Nils Petersen fehlt sein „Lebenselixier“: Stürmer über „Home-Office“ und eine mögliche Werder-Rückkehr

So lässt sich „Home-Office“ doch aushalten! Auf dem Balkon sitzen, den Blick über die herrliche weite Landschaft des Schwarzwalds schweifen lassen, und okay, auf dem Spinning-Rad in die Pedale treten. Nils Petersen, der Ex-Profi vom SV Werder Bremen in Diensten des SC Freiburg, macht es vor.

Ein Foto auf Instagram zeigt den Stürmer mit dem Fitnessgerät auf dem Balkon seines Hauses. Sieht so wirklich das Heimtraining bei Fußballern aus? Nicht ganz! „Das war jetzt eher fürs Foto“, sagt Nils Petersen mit einem Schmunzeln. „Bei Sporteinheiten gehe ich schon noch vor die Tür.“ Wie sein Alltag in Zeiten der Coronavirus-Pandemie jetzt wirklich aussieht, wie er gegen die Langeweile kämpft, was er über die Abstiegsgefahr bei Werder Bremen denkt und ob er sich eine Rückkehr an die Weser vorstellen kann (ja, er kann!), hat der Ex-Bremer jetzt im „Stubenarrest“ verraten.

Andere machen „Home-Office“, DeichFUMS, der Vodcast von DeichStube und FUMS, hat „Stubenarrest“. Im täglichen Instagram-Live-Video sprechen Timo Strömer und Lars Kranenkamp immer ab 16 Uhr miteinander – und manchmal mit Gästen – über Werder Bremen in der Corona-Krise und alles drumherum.

Coronavirus: Werder Bremens Ex-Stürmer Nils Petersen lernt Klavierspielen

„Mir fehlt der Fußball, es ist hier und da ein bisschen langweilig“, sagt Nils Petersen, „aber vielen Menschen geht es schlechter als mir.“ Auch für ihn ist klar, dass der Fußball im Moment nicht an erster Stelle stehen kann. Doch Profis wie ihm fehle das Adrenalin der Spieltage. „Fußball ist unser Lebenselixier“, sagt er. Jetzt versucht der 31-Jährige, in der spielfreien Zeit zumindest seine Struktur im Alltag beizubehalten. „Ich stehe um 8 Uhr, 8.30 Uhr auf, mache Frühstück und versuche dann schnell mein Sportprogramm, das uns das Trainerteam gegeben hat, zu absolvieren.“ Anschließend kümmere er sich um den Haushalt und „was so liegen bleibt“.

Dabei sieht Petersen auch das Positive des Lockdowns: „Man hat Zeit für Dinge, die man sonst nicht schafft. Uns wurde Zeit geschenkt.“ Bereits vor Kurzem hat Petersen verraten, dass er angefangen hat, sich selbst Klavierspielen beizubringen. „Das ist cool. Ich bin nicht mit Musik großgeworden, das ist etwas ganz Neues für mich.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an

#adidas #hometeam #SCF #NP18 *Werbung*

Ein Beitrag geteilt von Nils Petersen (@nils_petersen18) am

Nils Petersen glaubt fest an Klassenerhalt von Werder Bremen

Der Fokus des Tages liegt aber weiter auf dem Training. „Es ist so getaktet, dass wir im Rhythmus bleiben wollen“, erklärt Petersen. Die Hauptbelastung bleibe wie im Bundesliga-Spielbetrieb auf dem Samstag. Auch am Dienstag und Mittwoch wird gepowert, während der Montag und der Donnerstag eher Ruhetage seien.

Auch der SC Freiburg bereitet sich also darauf vor, in einigen Wochen wieder weiterzuspielen. „Ich hoffe sehr, dass die Saison zu Ende gespielt wird“, sagt Petersen. Einfach schon deshalb, damit in der nächsten Saison alles in geregelten Bahnen weitergeht. Dann übrigens auch weiter mit Werder Bremen in der ersten Liga. Davon ist Petersen fest überzeugt.

Rückkehr? Werder Bremen für Nils Petersen immer eine Alternative

Ein Abstieg? „Ich glaube es echt nicht“, sagt der Ex-Bremer, der von 2012 bis Anfang 2015 für Werder spielte. „Dass die Qualität da ist, darüber brauchen wir nicht reden.“ Die aktuelle Bundesliga-Pause sieht Petersen daher als Chance für die ehemaligen Kollegen: „Bremen kann es gut tun, sie waren in der Negativspirale“, erklärt er. „Sie können ein bisschen durchpusten, sich vom Kopf her Kraft holen. Ich hoffe, dass sie die Zeit gut nutzen können.“

Auch fünf Jahre nach seinem Abschied von Werder Bremen interessiert sich Nils Petersen weiter für seinen Ex-Club – und kann sich vorstellen, eines Tages wieder das Trikot mit der grün-weißen Raute zu tragen. „Wenn es hier gar nicht mehr gut laufen würde oder wir Probleme hätten oder es kommt ein neuer Trainer, der sagt, ich brauch den Petersen nicht – klar ist Bremen dann eine Alternative, und das wird auch immer so sein.“ (han)

Auch interessant

Neu und nur in der DeichStube!

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Was denkst Du über den Artikel?

Kommentare