Nach Nordderby gegen den HSV: Der SV Werder Bremen hat nicht mit einem Gebührenbescheid wegen eines erhöhten Polizei-Einsatzes zu rechnen.
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Nach Nordderby gegen den HSV: Der SV Werder Bremen hat nicht mit einem Gebührenbescheid wegen eines erhöhten Polizei-Einsatzes zu rechnen.

Werder Bremen und die Polizeikosten

Frohe Kunde für Werder: Das Nordderby gegen den HSV kostet nichts

Bremen – Überraschung, Überraschung! Werder Bremen und die Deutsche Fußball-Liga haben nach dem Nordderby gegen den Hamburger SV nicht mit einem Gebührenbescheid wegen eines erhöhten Polizei-Einsatzes zu rechnen. Wie Werder-Geschäftsführer Hubertus Hess-Grunewald nach einem Treffen mit Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Mittwoch mitteilte, ist die Partie des vergangenen Samstagabends nachträglich von einem „Rot“-Spiel zu einem „Gelb“-Spiel herabgestuft worden. Eine Beteiligung an den für den Polizeieinsatz entstandenen Kosten fällt damit nicht an. „Darüber freuen wir uns sehr“, sagt Hess-Grunewald.

Möglich, dass sich die Freude sogar noch verdoppelt wird. Denn für die Heimpartie gegen Hansa Rostock liegt die abschließende Bewertung noch nicht vor. Würden beide Gebührenbescheide ausbleiben, hätte Werder Bremen einen hohen sechsstelligen Betrag gespart.

Werder Bremen: Für das Nordderby gegen den HSV fallen keine zusätzlichen Polizei-Kosten an

Dass die Partien des SV Werder Bremen im Vorfeld als Hochrisikospiele eingestuft worden waren, hatte wohl hauptsächlich geschichtliche Gründe. Denn sowohl gegen Hansa Rostock als auch den HSV hatte es früher in der Bundesliga immer wieder Auseinandersetzungen zwischen Fans und Krawall rund ums Stadion gegeben. Doch im Spätsommer 2021 mit der begrenzten Stadionkapazität und nur 1050 zugelassenen Gäste-Fans ist es schwer nachvollziehbar, dass diese Partien den Kostenrahmen eines normalen Polizei-Einsatzes bei Bundesliga-Spielen sprengen sollen. Was sie offenbar auch nicht taten. Hess-Grunewald sagt über das Nordderby: „Ein Großteil der eingeplanten Polizeikräfte ist offenbar nicht mehr angefordert worden, nachdem die Lage am Stadion besser eingeschätzt werden konnte.“

Auf Nachfrage der DeichStube bestätigt das Innenressort, dass mehr als 300 Kräfte noch vor Spielbeginn aus dem Dienst entlassen worden waren, weil sich die Gefahrenprognose nicht im erwarteten Umfang realisiert hatte. Es seien weit weniger Problemfans aus Hamburg angereist, als anzunehmen war. Die Polizei habe dann flexibel gehandelt, erklärt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in einer Stellungnahme: „Wir haben immer gesagt, dass wir bis zuletzt alle erdenklich möglichen Informationen in die Lagebewertung mit einfließen lassen. Entsprechend wurde dann am Samstag seitens des Polizeiführers reagiert: Die zunächst als Hochrisikospiel bewertete Begegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem HSV wurde zu einem Gelbspiel herabgestuft. Diese Entscheidung des Polizeiführers war nachvollziehbar und folgerichtig. Niemand hat Interesse an unnötigen Kosten und Überstunden für die Polizei.“

Werder Bremen und die Polizei-Kosten: Gegen Dynamo Dresden steht ein Hochrisikospiel an

Obwohl Werder Bremen in den kommenden Heimspielen wegen der 2G-Regelung wieder auf eine volle Auslastung des Wohninvest Weserstadions hoffen darf, droht in der laufenden Zweitliga-Saison nur noch ein Hochrisikospiel. Gegen Dynamo Dresden am 25. Spieltag könnte es für den Club noch mal teuer werden. (csa)

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