Bei den Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei notwendig.
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Bei den Nordderbys zwischen Werder Bremen und dem Hamburger SV ist ein Großaufgebot an Einsatzkräften der Polizei notwendig.

Plan von DFB und DFL gescheitert

Werder Bremen gegen den HSV: Nordderby sollte verlegt werden - warum es nun doch beim ursprünglichen Termin bleibt

Bremen - Der SV Werder Bremen wird wie geplant am 27. Februar 2022 zum Nordderby beim Hamburger SV antreten. Entsprechende Pläne des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Deutschen Fußball-Liga (DFL), das Spiel um einen Tag vorzuverlegen, sind endgültig gescheitert. Die beiden Verbände hatten eine Austragung am 26. Februar bevorzugt, damit der HSV im Viertelfinale des DFB-Pokals bereits am Dienstag antreten kann. Wie die Hamburger Morgenpost jetzt berichtet, hat die Polizei allerdings ihr Veto dagegen eingelegt - und den Grund dafür genannt.

Wenn der SV Werder Bremen am letzten Februar-Wochenende beim Hamburger SV antritt, sind viele Augen auf das Nordderby gerichtet. Zu brisant ist das Spiel, zu bedeutend der Ausgang - auch in der 2. Fußball-Bundesliga. Während die Fans der beiden Mannschaften der Partie entgegenfiebern, steigt auch bei den Beteiligten um das Nordderby herum die Anspannung. Denn aufgrund die Rivalität der beiden Vereine kommt es rund um die Spiele zwischen dem SV Werder Bremen und dem HSV regelmäßig zu Ausschreitungen. Die Polizei muss daher mehr Einsatzkräfte zusammenziehen, um für einen reibungslosen Ablauf vor und nach der Partie sorgen zu können.

Werder Bremen: Geplatzte Verlegung des Nordderbys beim Hamburger SV hat Folgen für die HSV-Fans

Genau das könne die Polizei aber nicht gewährleisten, berichtet die „Mopo“. Demnach habe die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS), die bundesweit Fußball-Gewalttäter registriert und beobachtet, ihr Veto für eine Verlegung des Derbys eingelegt. Zudem bevorzuge die Polizei die Austragung am Sonntag, da hier mehr Einsatzkräfte als an einem Samstag zur Verfügung stünden. Zwar dürfen dem Nordderby zwischen dem HSV und dem SV Werder Bremen lediglich 10.000 Fans beiwohnen, dennoch sei der Polizei eine Verlegung angesichts drohender Ausschreitungen zu heikel gewesen. Leidtragende sind nun zum einen der DFB, zum anderen aber auch die Fans des Hamburger SV.

Werder Bremen gegen den Karlsruher SC gibt es hier im Live-Ticker der DeichStube!

Denn wenn das Nordderby zwischen dem Hamburger SV und dem SV Werder Bremen um einen Tag vorverlegt worden wäre, hätte der DFB je zwei Pokal-Viertelfinalspiele am Dienstag und Mittwoch austragen können. Nun muss das Spiel zwischen dem HSV und dem Karlsruher SC als dritte Partie am Mittwoch (18.30 Uhr) ausgetragen werden. Heißt für die Fans des Hamburger SV: Das Viertelfinalspiel ist das einzige, welches nicht live im Free-TV gezeigt wird, sondern exklusiv beim Pay-TV-Sender Sky läuft.

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