Werder Bremen gegen 1. FC Köln: Niklas Moisander gegen Dominick Drexler
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Niklas Moisander (l., gegen Dominick Drexler) unterlief beim 1:1 des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln ein Eigentor - ein bitterer Abend für den Kapitän.

Moisander köpft ins Werder-Tor

Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Köln: Niklas Moisander patzt mit Eigentor, Ömer Toprak überzeugt

Der SV Werder Bremen hat auch gegen den 1. FC Köln unentschieden gespielt - es ist das vierte 1:1 in Folge. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Ein etwas verunglückter kurzer Abstoß ohne Folgen war lange Zeit seine einzige nennenswerte Szene, weil es sonst keine echte Prüfungen für ihn gab. Bei Moisanders Eigentor machtlos. Note 3,5

Theodor Gebre Selassie: Als pendelnder Rechtsverteidiger bei Ballbesitz sehr offensiv und Adressat vieler Diagonal-Bälle, die er gut in die Mitte brachte, wenn sie denn mal bei ihm angekommen waren. Probierte viel, aber es sprang wenig dabei heraus. Note 3,5

Ömer Toprak (bis 73.): Bärenstark bei seinem Startelf-Debüt in dieser Bundesliga-Saison nach Verletzungspause. Der Innenverteidiger gewann nicht nur die Zweikämpfe, sondern hielt oftmals dabei auch den Ball im Spiel. Etwas im Glück, als er Andersson einmal aus den Augen verloren hatte (61.). Dann schwanden die Kräfte, und um kein Verletzungsrisiko einzugehen, ging er vorzeitig vom Platz. Note 2,5

Niklas Moisander: Bitterer Abend für den Kapitän, denn so ein Eigentor wie zum 0:1 dürfte dem erfahrenen Finnen wohl noch nicht unterlaufen sein. Unbedrängt beförderte er eine Freistoß-Hereingabe ins eigene Netz. Schon in der ersten Halbzeit hatte sich der Innenverteidiger einen groben Schnitzer geleistet. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen Köln: Niklas Moisander patzt - Eigentor!

Marco Friedl: Zurück auf seiner Position der Vorsaison, also linker Verteidiger. Dabei oft sehr konsequent, aber längst nicht immer Sieger gegen Liminios. Note 3,5

Maximilian Eggestein: Beim Pressing rückte der Sechser weit in die gegnerische Hälfte. Wollte das Bremer Spiel lenken und antreiben. Doch über das Bemühen kam er dabei selten hinaus. Note 4

Christian Groß: Das Phänomen! Wenn der 31-Jährige gebraucht wird, ist er da – wie bei Moisanders Aussetzer. Sehr kampfstark und aufmerksam vor der Abwehr, aber seinem Spiel nach vorne fehlte das Tempo. Note 3,5

Jean-Manuel Mbom (bis 73.): Zu überrascht bei seiner Riesenchance nach nur wenigen Sekunden. Das passte zu seinem unglücklichen Auftritt im linken Mittelfeld. Viel Einsatz, aber wenig Ertrag – vor allem im Spiel nach vorne. Sah früh Gelb (31.), weil er taktisch foulen musste. Blieb trotzdem giftig, sein spielerisches Problem löste er allerdings nicht. Note 4

Werder Bremen-Noten gegen 1. FC Köln: Leonardo Bittencourt übernimmt bei Elfmeter die Verantwortung

Milot Rashica (bis 65.): Erstmals bei einem Pflichtspiel in dieser Saison in der Startelf. Nach Knieverletzung und Wechsel-Wirrwarr immerhin mit ordentlichem Einsatz und guten Ansätzen, wenn er sein Tempo und sein gutes Dribbling auspackte. Aber das gab es nur selten zu sehen. Verabschiedete sich mit einem Torabschluss, der neben dem Kasten endete. Note 4

Leonardo Bittencourt: Wälzte sich ziemlich oft auf dem Rasen – und das lag nicht nur an der harten Gangart seiner Ex-Kollegen. Ein toller Pass auf Sargent, viel mehr gab es von ihm vor der Pause nicht zu sehen. Suchte zumindest weiter nach spielerischen Lösungen und übernahm dann beim Handelfmeter zum 1:1 die Verantwortung. Note 3

Josh Sargent: In Frankfurt vollstreckte er eiskalt, diesmal zeigte der Stürmer vor dem Tor wieder seine Abschlussschwäche. Musste eigentlich das 1:0 machen, trat aber über den Ball (5.). Viel im Pressing unterwegs, doch bei Kontern dann häufig mit falschen Entscheidungen eine Bremse. Note 5

Werder Bremen-Noten gegen 1. FC Köln: Tahith Chong bringt nach Einwechslung Tempo ins Spiel

Yuya Osako (65.): Kam für Rashica und sah sofort für ein Foul Gelb. Viel in Bewegung, aber der Zwischenraumspieler fand nicht die gefährlichen Räume. Note -

Kevin Möhwald (ab 73.): Sollte dem Mittelfeld einen neuen Impuls geben, was in diesem schwierigen Spiel kaum noch möglich war. Note -

Tahith Chong (ab 73.): Brachte das fehlende Tempo ins Spiel, wenngleich er sich dabei auch nicht wirklich durchsetzen konnte. Aber eine dieser Aktionen führte zum Handspiel und damit zum Elfmeter, der das 1:1 brachte. Note -

Zur letzten Meldung vom 6. November 2020:

Werder Bremen: Aufstellung gegen den 1. FC Köln - Milot Rashica in der Startelf, Milos Veljkovic nicht im Kader

Update (6. November 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Ömer Toprak und Milot Rashica spielen von Beginn an, Yuya Osako sitzt auf der Bank, Milos Veljkovic fehlt im Kader! Die ganze Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FC Köln.

Bremen - Werder Bremen will sich am Freitagabend mit einem Sieg gegen den 1. FC Köln in der oberen Tabellenhälfte festsetzen – und dabei könnte Coach Florian Kohfeldt auf zwei erfahrene Kräfte in der Aufstellung setzen: Ömer Toprak und Yuya Osako. Bei ihnen bahnt sich ein Startelf-Comeback an.

Es ist kein Geheimnis: Florian Kohfeldt betrachtet Ömer Toprak als seinen besten Innenverteidiger, wenn er denn fit ist. Zu Beginn der Saison hatte sich der 31-Jährige mal wieder an der Wade verletzt. Seit vier Wochen war Toprak aber nun bei jeder Trainingseinheit des SV Werder Bremen dabei und bot als Einwechselspieler in der Bundesliga zuletzt starke Leistungen. Wenn nicht jetzt gegen den 1. FC Köln, wann dann will ihn Werder-Coach Kohfeldt wieder in der Startelf-Aufstellung an bringen, wenn er so an seine Stärke glaubt? Für Toprak müsste wahrscheinlich Niklas Moisander aus der Dreierkette weichen. Der Finne ist zwar Kapitän, kann aber leistungsmäßig aktuell mit den Konkurrenten Marco Friedl, Milos Veljkovic und Ömer Toprak nicht ganz mithalten.

Bei Ludwig Augustinsson dürfte Kohfeldt nach dessen Oberschenkelproblemen kein Risiko eingehen und weiterhin Jean-Manuel Mbom als linken Flügel-Verteidiger in der Aufstellung vertrauen. Auf der anderen Seite ist Theodor Gebre Selassie in der Startelf gesetzt, genauso wie auf der Doppel-Sechs Maximilian Eggestein und Christian Groß, das Phänomen. Kevin Möhwald sitzt ihm zwar im Nacken, muss sich beim SV Werder Bremen aber wohl noch etwas gedulden.

Werder Bremen: So könnte die Startelf-Aufstellung gegen den 1. FC Köln aussehen

Und vorne: Torschütze Josh Sargent und Leonardo Bittencourt haben ihre Plätze in der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Köln sicher. Tahith Chong dürfte dagegen nach seinem durchwachsenen Auftritt gegen Frankfurt zurück auf die Bank rotieren. Schließlich gibt es da einen echten Köln-Experten im Team: Yuya Osako hat nicht nur vier Jahre lang für den FC gespielt, sondern Ende Juni beim überlebenswichtigen 6:1 im Bremer Abstiegskampf gegen die Rheinländer zwei Tore erzielt und ein weiteres vorbereitet. Außerdem bezeichnet Florian Kohfeldt den Japaner als besten Zwischenraumspieler im Kader und sieht die Besetzung eben dieser Zwischenräume gegen Köln als extrem wichtig an. Wenn das kein Wink mit dem Zaunpfahl war . . . (kni)

Werder Bremen gegen den 1. FC Köln: So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder-Coach Florian Kohfeldt aussehen.

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