Der eine stark, der andere schwach: Jiri Pavlenka und Marvin Ducksch boten im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg zwei sehr unterschiedliche Leistungen.
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Der eine stark, der andere schwach: Jiri Pavlenka und Marvin Ducksch boten im Heimspiel des SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg zwei sehr unterschiedliche Leistungen.

Werder-Profis in der Einzelkritik

SV Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Nürnberg: Pavlenka bärenstark, bei Ducksch geht alles schief

Der SV Werder Bremen spielt erneut unentschieden im Spitzenspiel: 1:1 hieß es am Ende gegen den 1. FC Nürnberg. Die Bremer Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Rettete Werder mehrfach vor einem größeren Rückstand, weil er im Eins-gegen-eins einfach bärenstark ist. Bester Bremer! Note 1,5

Milos Veljkovic: Unglücklicher Auftritt des Innenverteidigers, kam mit der Taktik auf der rechten Seite und dem weit vorgezogenen Außenverteidiger Agu nicht zurecht. Seine Grätsche gegen den durchgebrochenen Tempelmann war dann zu riskant und führte zum Strafstoß. Note 4

Christian Groß: Nicht so souverän wie in den vergangenen Wochen, da fehlte manchmal auch die Abstimmung mit den Kollegen. Doch der Abwehrchef behielt die Ruhe, gewann wichtige Bälle und trieb sein Team immer wieder an und verpasste nach einem Kraftakt nur knapp das 2:1. Note 3

Marco Friedl: Nach seinem Nasenbeinbruch im St.-Pauli-Spiel mit Maske unterwegs und trotzdem mit tollem Blick für den freien Mann bei Werder. Stark, wie er Weisers 1:1 vorbereitete. Im Glück, dass sein Ausrutscher nicht zum 0:2 führte. Haute sich voll rein und nahm dabei auch seine neunte Gelbe Karte in Kauf, um das 1:2 zu verhindern. Note 2

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Werder Bremen-Noten gegen 1. FC Nürnberg: Marco Friedl stark - Leo Bittencourt mal gruselig, mal gut

Felix Agu (bis 60.): Mehr Außenstürmer als Außenverteidiger auf der rechten Seite, sollte vorne schon früh attackieren. Das gelang nur bedingt. Auch seine Flanken kamen oft nicht präzise genug, außer in der 26. Minute, was dann aber Bittencourt nicht zu nutzen wusste. Musste nach einer Stunde für Weiser Platz machen. Note 4

Nicolai Rapp (bis 80.): Viel unterwegs, konnte aber als Sechser das Zentrum nicht immer schließen. Im Spielaufbau zu bieder, immerhin kämpferisch sehr ordentlich unterwegs. Note 4

Anthony Jung: Auf der linken Seite zunächst wesentlich defensiver als Agu. Hatte aber trotzdem seine offensiven Momente und auch eine gute Chance, die Keeper Mathenia vereitelte. Insgesamt ein ordentlicher Auftritt. Note 3

Leonardo Bittencourt: Was für ein Auf und Ab des Kapitäns. Gruseligen Szenen folgten starke Aktionen. Nach 26 Minuten musste er das 1:0 machen, vergab aber kläglich. Tauchte zwischendurch auch immer mal wieder ab. Eigentlich ein Kandidat für eine Auswechslung, durfte aber bleiben und half dann beim Bremer Sturmlauf durchaus mit. Note 4

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Werder Bremen in Noten gegen den 1. FC Nürnberg: Bei Marvin Ducksch geht alles schief, Mitchell Weiser eine echte Belebung

Romano Schmid (bis 60.): Ihm wollte in der ersten Halbzeit kaum etwas gelingen, fast jeder Ball war wieder weg. Doch der Österreicher gab nicht auf, kämpfte sich in die Partie, legte gut für Ducksch auf und wurde bei einem Konter nur gerade noch so gestoppt. Da wunderte es nicht nur ihn, dass er nach einer Stunde runter musste. Note 3,5

Marvin Ducksch (bis 90.+1): Das war überhaupt nicht sein Tag. Beim Werder-Torjäger ging fast alles schief – mit der Krönung in der 87. Minute, als er den Ball aus kurzer Distanz nur an die Latte köpfte. Davor hatte sein Fehlpass im Mittelfeld sogar zum vermeintlichen 1:2 geführt, was dann aber wegen Abseits nicht zählte. Note 5

Niclas Füllkrug: Ihm erging es nur unwesentlich besser als seinem Torjäger-Partner Ducksch. Allerdings bekam er von seinen Kollegen auch viele Anspiele, die kaum verwertbar waren. Probierte alles, um den Sieg zu erzwingen. Note 4

Mitchell Weiser (ab 60.): Was für ein Joker! Traf nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung und zeigte dabei seine ganze spielerische Klasse. Beinahe wäre ihm auch noch das 2:1 gelungen. Er war eine echte Belebung auf der rechten Seite. Note 2

Werder Bremen in Noten gegen 1. FC Nürnberg: Joker Niklas Schmidt zieht die Fäden

Niklas Schmidt (ab 60.): Auch dieser Joker hätte fast gestochen, aber Mathenia reagierte glänzend. Schmidt zog im Bremer „Handballspiel“ rund um den Nürnberger Strafraum mit die Fäden. Note 3

Ilia Gruev (ab 80.): Wie schon gegen St. Pauli mit der Großchance zum Siegtreffer, doch es kam nur ein Schüsschen dabei heraus. Note –

Eren Dinkci (ab 90.+1): Sollte noch für den Lucky Punch sorgen, aber dazu gab es keine Gelegenheit mehr. Note -

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Weiter mit der letzten Meldung:

Werder Bremens Aufstellung mit Marco Friedl und Anthony Jung: So sieht die Startelf gegen den 1. FC Nürnberg aus

Update (17. April, 12.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da! Trainer Ole Werner verändert seine Startelf gegen den 1. FC Nürnberg im Vergleich zur Vorwoche auf Positionen. Die ganze erste Elf und alles zum Spiel gibt‘s hier im Live-Ticker!

Bremen - Der SV Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg am Ostersonntag im Wohninvest Weserstadion: Welche Aufstellung wählt Trainer Ole Werner:? So könnte die Werder-Startelf gegen den „Club“ aussehen!

Es wirkte fast so, als hätte Niklas Schmidt noch Großes vor. Anders war es jedenfalls kaum zu erklären, warum der Profi des SV Werder Bremen während des Abschlusstrainings am Samstag ausgiebig den Torjubel zelebrierte. Und so schlidderte er unter dem Gejohle seiner Teamkollegen auf den Knien über den Rasen und spreizte dabei die Arme weg vom Körper. Eine Szene irgendwo zwischen Fußball-Simulation und Champions League. Für gute Laune auf dem Platz hatte Schmidt also gesorgt – dass ihn seine Einlage auch in die Startelf-Aufstellung des SV Werder gegen den 1. FC Nürnberg (Sonntag, 13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) spült, ist eher unwahrscheinlich.

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg: Auf wen setzt Trainer Ole Werner in der Werder-Startelf?

Die größten Personalsorgen sind beim SV Werder Bremen nämlich erst einmal wieder Geschichte. Ja, der erneute Ausfall von Ömer Toprak (Wadenverletzung) wiegt schwer, doch ansonsten genießt Trainer Ole Werner den Luxus, seine Aufstellung aus dem kompletten Kader wählen zu dürfen. Und das macht es den Spielern von der Bank schwer. In allen Mannschaftsteilen. So deutet etwa vieles darauf hin, dass die Dreierkette der Vorwoche auch die des Ostersonntags wird. Marco Friedl ist nach seinem erlittenen Nasenbeinbruch nun mit Maske unterwegs, scheute aber auch bei der finalen Einheit keinen Kopfball. Demnach dürfte er erneut neben Christian Groß und Milos Veljkovic in der Werder-Startelf verteidigen. Auf der linken Außenbahn steht Anthony Jung nach seiner abgesessenen Gelbsperre wieder zur Verfügung, auf der rechten Seite duellieren sich Mitchell Weiser und Felix Agu – mit leichten Vorteilen für Weiser, der unter Coach Werner auf dieser Position schon mehrfach den Vorzug erhalten hat.

Über zwei Aufstellungs-Optionen verfügt der Bremer Cheftrainer auch im defensiven Mittelfeld. Ilia Gruev hatte nach seiner Einwechslung gegen St. Pauli (1:1) einige auffällige Szenen, verpasste in der Schlussphase sogar knapp den Siegtreffer. In der Startelf des SV Werder Bremen hatte jedoch Nicolai Rapp gestanden, der nach einer Erkältung in der Vorbereitung aber sichtbar noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte war. Doch dieser Rückstand ist laut Werner aufgeholt. „Er ist jetzt weiter, hat völlig beschwerdefrei trainiert und ist wieder komplett einsatzfähig“, hatte der 33-Jährige bereits am Freitag erklärt. Ein erneuter Einsatz von Beginn an ist daher gegen den 1. FC Nürnberg recht sicher.

Die Startelf des SV Werder Bremen: So dürfte die Werder-Aufstellung gegen den 1. FC Nürnberg aussehen

Gleiches gilt für das Offensivquartett von Werder Bremen. Am Sturmduo Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug führt ohnehin kein Weg vorbei, dahinter ist Romano Schmid längst zum Fixpunkt im System avanciert. Das gilt eigentlich auch für Leonardo Bittencourt, der sich zuletzt auch in Hamburg wieder redlich mühte, allerdings trotz der Torvorbereitung zum wiederholten Male weitgehend unauffällig blieb. Und vielleicht ist genau das die Chance von Niklas Schmidt, gegen den FCN in die Startelf-Aufstellung zu gelangen. Zumindest den passenden Torjubel hätte er schon parat. (mbü) Lest auch: Nürnbergs Sportvorstand Dieter Hecking im Interview: „Top-Favorit! Werder Bremen hat den besten Kader!“

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den 1. FC Nürnberg: So dürfte die Werder-Startelf gegen den FCN aussehen.

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