Ömer Toprak war beim SV Werder Bremen gegen den BVB der stärkste Spieler.
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Ömer Toprak war beim SV Werder Bremen gegen den BVB der stärkste Spieler.

Werder-Pleite am 12. Spieltag

Werder-Noten gegen den BVB: Ömer Toprak abgebrüht, Josh Sargent und Yuya Osako blass

Werder Bremen verliert mit 1:2 gegen Borussia Dortmund und ist seit neun Bundesliga-Spielen sieglos. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Großartig, wie er bei der Chance von Akanji das 1:2 verhinderte (41.). Auch bei einem Reus-Kopfball mit guter Reaktion (72.). Aber dann: Hohe Flanke, Pavlenka bekam den Ball nicht zu fassen, setzte an der Torauslinie nach und wusste dann, dass er das besser hätte lassen sollen. Der Tscheche rammte Akanji um – Elfmeter, völlig unnötig. Den Versuch von Reus parierte Pavlenka zwar, der Nachschuss aber saß. Vom Retter zum Sünder im Bruchteil einer Sekunde. Note 4

Theodor Gebre Selassie: Er war der Wegbereiter des 1:1, hatte überdies eine gute Kopfballchance (53.) – der Rest war viel harte Arbeit als Rechtsverteidiger. Wobei Gebre Selassie längst nicht immer Herr der Lage war. Note 4

Christian Groß: Bekam in der Fünfer-Abwehrkette als Innenverteidiger den Vorzug vor Moisander und Veljkovic. Damit schaffte es Groß zum achten Mal in Folge in die Startelf. Beinahe mit einem kuriosen Eigentor, als er eine Hereingabe zur Ecke klären wollte, aber den Pfosten des eigenen Tores traf. Die Schnittstelle zwischen ihm und Gebre Selassie war der Schwachpunkt in der Bremer Abwehr. Note 4

Ömer Toprak (bis 86.): Ob er jemals einen so jungen Gegenspieler hatte? Toprak musste auf den erst 16 Jahre alten Moukoko bei dessen Startelf-Premiere aufpassen. Und obwohl (oder gerade weil?) Toprak mit 31 Jahren beinahe doppelt so alt ist wie das Dortmunder Wunderkind, stellte er Moukoko in den direkten Duellen kalt. Aber nicht nur deshalb war es ein ganz starker Auftritt des Bremer Abwehrchefs gegen den Ex-Club. Dass seine Abwehraktion vor dem 0:1 genau bei Guerreiro landete, konnte ihm nicht angelastet werden. Das war einfach nur unglücklich. Note 2,5

Werder Bremen-Noten gegen Borussia Dortmund: Kevin Möhwald belohnt sich mit Tor für mutigen Auftritt

Marco Friedl: Wenn es richtig schnell ging beim BVB, schaute auch er nur hinterher – wie vor dem 0:1. Beste Aktion war sein Diagonalball aus dem Stand genau auf Sargent (15.). Das hatte Klasse. Insgesamt reichte es aber nur zu einem knappen „befriedigend“. Note 3,5

Ludwig Augustinsson: Der Mann für die ruhenden Bälle brachte keine Präzision in die Ecken und Freistöße. Als linker Verteidiger gut beschäftigt, schaltete sich dennoch oft, aber fruchtlos in die Offensivaktionen ein. Note 4

Maximilian Eggestein: Gute Übersicht, als er bei der Entstehung des 1:1 für Kevin Möhwald ablegte. Im erneut mit drei Mann bestückten defensiven Mittelfeld wurde Eggestein trotz der Vorlage mit dem Spiel nie richtig warm. Note 4

Kevin Möhwald (bis 65.): Erster Torschuss nach 14 Sekunden – der ging noch weit drüber. Zweiter Torschuss dann nach 28 Minuten – und der saß. Belohnung dafür, dass er von Anfang an mutig auftrat. Note 2,5

Werder Bremen-Noten gegen Borussia Dortmund: Yuya Osako bringt kaum Aktionen zu gelungenem Ende

Jean-Manuel Mbom (bis 86.): Bei gegnerischem Ballbesitz auf einer Linie mit Eggestein und Möhwald, aber wenn Werder den Ball hatte, stach Mbom nach vorne, spielte einen verkappten Stürmer/Linksaußen. Sehr fleißig, aber offensiv null effektiv und manchmal auch ein wenig unbeholfen. Note 4

Yuya Osako (bis 72.): Verdrängte Schmid zurück auf die Bank, verrichtete in vorderster Linie seinen Dienst, ohne Gefahr zu entwickeln. Typisch die Aktion in Minute vier, als Osako bei einem möglichen Konter viel zu leicht gegen Akanji fiel – kein Freistoß, kein Konter. Brachte seine Aktionen so gut wie nie zu einem gelungenen Ende. Note 4,5

Josh Sargent (bis 65.): Alles wie gehabt: Er lief, er arbeitete, er bekam aber kaum Bälle. Wenn doch, waren sie schnell wieder weg. Note 4,5

Leonardo Bittencourt (ab 65.): Versuchte mehr Tempo in die Bremer Offensivaktionen bringen. Note -

Werder Bremen-Noten gegen Borussia Dortmund: Nick Woltemade konnte im Sturmzentrum nichts bewegen

Nick Woltemade (ab 65.): Übernahm von Josh Sargent die Position ganz vorne, konnte dort aber auch nichts bewirken. Note -

Patrick Erras (ab 72.): Besetzte das zentrale Mittelfeld, ohne aufzufallen. Note -

Romano Schmid (ab 86.): Hoffnungsträger für die letzten Minuten. Note -

Felix Agu (ab 86.): Übernahm die Gebre-Selassie-Position und ließ den Kapitän stürmen. Note -

Zur ersten Meldung vom 14. Dezember 2020:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Dortmund: Yuya Osako in der Startelf, Leonardo Bittencourt auf der Bank

Update (15. Dezember 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da: Yuya Osako steht in der ersten Elf, Leonardo Bittencourt sitzt auf der Bank. Die ganze Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund.

Bremen - Gerade einmal zwei volle Tage liegen zwischen dem Auswärtsniederlage des SV Werder Bremen bei RB Leipzig und dem Heimspiel gegen Borussia Dortmund (Dienstag, 20.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) - und auch wenn Trainer Florian Kohfeldt betont, dass alle Bremer Spieler die vergangene Partie gut überstanden hätten, dürfte er gegen den BVB etwas rotieren.

In der Abwehr bietet sich beispielsweise die Rückkehr des längst wiedergenesenen Milos Veljkovic an, der gemeinsam mit Ömer Toprak und Marco Friedl die Dreierkette bilden könnte. Angesichts seiner Verletzungshistorie würde auch Toprak eine Pause sicher nicht schaden. Dass Kohfeldt den Abwehrchef in Leipzig nach 72 Minuten vom Platz genommen hatte, um ihn zu schonen, spricht aber klar dafür, dass er auch in der Partie des SV Werder Bremen gegen Dortmund mit ihm plant.

Werder Bremen-Aufstellung gegen den BVB: Davie Selke weiter verletzt

Aus der Mannschaft rücken könnte stattdessen Christian Groß, der in dieser Saison mit Ausnahme des ersten Spieltags bisher immer zum Einsatz gekommen war, nun aber etwas Zeit zum Durchatmen bekommen könnte. Kevin Möhwald bietet sich für die Position auf der Doppelsechs neben Maximilian Eggestein an, auf den beiden offensiveren Positionen davor könnte Yuya Osako, der in Leipzig nur zu einem Kurzeinsatz in der Schlussphase gekommen war, an die Seite von Leonardo Bittencourt rücken. Romano Schmid, der in Leipzig sein Startelf-Debüt gefeiert hatte, müsste weichen. Ganz vorne in der Spitze hat Kohfeldt stattdessen keine großen Auswahlmöglichkeiten: Da Davie Selke und Niclas Füllkrug weiterhin verletzt fehlen, führt bei Werder Bremen auch gegen den BVB kein Weg an Josh Sargent vorbei. (dco) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen Borussia Dortmund live im TV und im Live-Stream.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Borussia Dortmund. So könnte Die Startelf von Florian Kohfeldt aussehen.

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