Werder Bremens Kapitän Marco Friedl (l.) sah bei den Gegentoren durch den FC Augsburg nicht gut aus. In der Einzelkritik bedeutet das die Note 5.
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Werder Bremens Kapitän Marco Friedl (l.) sah bei den Gegentoren durch den FC Augsburg nicht gut aus. In der Einzelkritik bedeutet das die Note 5.

Werder-Spieler in Noten

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Kapitän Friedl enttäuscht - Pavlenka machtlos

Der SV Werder Bremen hat am 23. Spieltag der Fußball-Bundesliga mit 1:2 (1:1) beim FC Augsburg verloren. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten!

Jiri Pavlenka: Ließ sich von der Verunsicherung seiner Kollegen anstecken und hatte beispielsweise Glück, dass kurz vor der Pause sein verunglückter Befreiungsschlag von Demirovic‘ Körper nicht ins eigene Tor prallte. Zuvor war er gegen den durchgestarteten Bosnier noch sehr aufmerksam gewesen. Ansonsten wenig geprüft, bei den Gegentoren machtlos. Note 3,5

Amos Pieper: Als Verteidiger vor dem Wechsel ordentlich, im Spielaufbau schwach. Hielt viel zu lange den Ball, verlor ihn dann auch mal oder brachte die Kollegen in die Bredouille - wie bei der großen Demirovic-Chance in Halbzeit eins. Reihte sich beim 1:2 in die Fehlerkette ein. Note 4,5

Christian Groß: Der Sechser wurde wegen diverser Ausfälle als Abwehrchef gebraucht. Agierte aufmerksam und aggressiv, ließ sich aber manchmal zu leicht aus dem Zentrum locken – wie auch beim 1:2. Musste für Friedl retten und sah dafür nach einer Stunde Gelb. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Marco Friedl vor dem Augsburger 1:0 im Tiefschlaf

Marco Friedl: Sein Tiefschlaf ermöglichte Beljo das frühe 1:0. War auch danach oft nicht nah genug am Mann, verlor dadurch fast alle Zweikämpfe. Grätschte sich zwar in die Partie, sah aber direkt nach der Pause beim 1:2 erneut nicht gut aus. Note 5

Leonardo Bittencourt (bis 68.): Wieder rechter Schienenspieler für Weiser, der nach seiner Verletzungspause zunächst auf der Bank Platz nahm. In seinem 222. Bundesligaspiel sehr giftig unterwegs und mit der glücklichen Vorarbeit zum 1:1. Seine eigentlich zu unpräzise Flanke ließen die Augsburger durchrutschen. Nach vielen harten Zweikämpfen sah er Gelb, kurz darauf war für ihn Feierabend. Note 3,5

Ilia Gruev: Zurück im Team, weil Groß hinten gebraucht wurde. Dabei als Sechser sehr mutig und anders als sein Konkurrent bemüht, das Spiel auch mal schnell zu machen, was sich beim 1:1 auszahlte. Konnte das Niveau allerdings nicht halten. Note 3,5

Anthony Jung (bis 79.):  Anders als viele seiner Kollegen ohne großen Aussetzer, machte seine Sache auf der linken Seite ordentlich. Nach vorne hätte es etwas mehr sein dürfen. Note 3,5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Licht und Schatten bei Niklas Schmidt

Niklas Schmidt: Licht und Schatten beim Achter, der nach zehn Minuten einen Augsburger Bock zum eigentlich sicheren 1:1 nicht nutzte, sehr zum Ärger des freistehenden Ducksch. Probierte viel, aber letztlich kam zu wenig dabei heraus. Note 4

Jens Stage (bis 68.): Sehr viel unterwegs und präsent. Gegen das 1:1 per Kopf konnte er sich nach Augsburger Fehlern allerdings kaum mehr wehren. Manchmal fehlte ihm etwas der Mut, eine Chance auch zu Ende zu spielen. Note 3,5

Marvin Ducksch (bis 79.): Auffälliger und aktiver als zuletzt. Teilweise stark im Zusammenspiel mit Füllkrug, aber dann fehlte auch wieder etwas, um daraus Zählbares zu machen. Wirkte vor dem Tor oft zu zögerlich und kompliziert. Ausgerechnet nach einer guten Vorlage für Füllkrug war für ihn vorzeitig Schluss. Note 4,5

Werder Bremen in Noten gegen den FC Augsburg: Niclas Füllkrug baut nach der Halbzeitpause ab

Niclas Füllkrug:  Gleich mit einer guten Chance. Fast jeder Angriff lief über ihn, meist mit langen Bällen. Seltsam, dass er aus seinem tollen Solo nicht mehr machte, dann kurz vor der Pause der Schock: Nach einer Ballannahme sank Füllkrug auf den Boden, rief die Betreuer herbei. Er konnte zwar weitermachen, war danach aber nicht mehr so prägend. Vergab auch noch überhastet eine weitere gute Chance. Note 4

Mitchell Weiser (ab 68.): Comeback nach seiner Fußverletzung. Wirbelte gleich wieder, fand aber nicht die Lücke oder die richtige Anspielstation. Fiel mit seinem Fast-Elfmeter kurz vor dem Ende auf. Note -

Romano Schmid (ab 68.): Kam für Stage, setzte keine Akzente mehr. Note -

Eren Dinkci (ab 79.): Ersetzte Jung auf der linken Seite, hatte immerhin einen Abschluss im Strafraum, der geblockt wurde. Note -

Maximilian Philipp (ab 79.): Durfte für Ducksch ran, hatte auch schnell einen Torabschluss, aber einen viel zu harmlosen. Note -

Weiter mit der Aufstellung:

Werder Bremens Aufstellung gegen den FC Augsburg: Das ist Ole Werners Startelf

Update: Jetzt die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg da: Trainer Ole Werner nimmt im Vergleich zum Bochum-Spiel eine Änderung vor! Die komplette Werder-Startelf gibt es hier im DeichStube-Liveticker zum Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg!

Weiter mit der ersten Meldung:

Bremen – In der Regel taugt ein Abschlusstraining immer ganz gut dazu, um allerletzte personelle Unklarheiten in der Aufstellung zu beseitigen. Beim SV Werder Bremen ist das nicht anders. Die finale Einheit am Freitagmittag vor dem Auswärtsspiel beim FC Augsburg (Samstag, 15.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) warf dieses Mal jedoch mehr Fragen auf, als dass sie Antworten lieferte. Der Grund: In der Abwehr tut sich plötzlich eine Baustelle auf – und dann ist obendrein noch immer nicht erkennbar, ob es für Mitchell Weiser nach überstandener Sprunggelenksverletzung zurück in die Startelf geht.

Werder Bremen-Aufstellung gegen den FC Augsburg: Mitchell Weiser kehrt zurück in die Startelf

Aber der Reihe nach: Dass ein Einsatz gegen den FC Augsburg für den erkrankten Niklas Stark schwierig werden würde, war abzusehen. Nun ist allerdings auch ein Auflaufen von Milos Veljkovic fraglich. Der serbische Nationalspieler fliegt zwar mit in den Süden des Landes, trainierte am Freitag jedoch lediglich individuell und hinter verschlossenen Türen. „Belastungssteuerung“ lautete da bei Werder Bremen einmal mehr das magische Wort. Um eine eventuelle Lücke in der Dreierkette zu stopfen, stünden grundsätzlich zwei Alternativen zur Verfügung – doch jetzt ist es sogar nur noch eine. Da Lee Buchanan kurzfristig aufgrund einer Erkrankung ebenfalls passen muss, wird Abwehr-Allrounder Anthony Jung definitiv auf der linken Seite in der Startelf gebraucht. Jungspund Fabio Chiarodia ist noch relativ unerfahren, weshalb Coach Ole Werner mit hoher Wahrscheinlichkeit Christian Groß zurückziehen dürfte. Als Sechser käme dann Ilia Gruev von Beginn an in der Aufstellung zum Einsatz.

Wie das restliche Mittelfeld aussehen wird, hängt ganz entscheidend mit Rechtsaußen Mitchell Weiser zusammen. Bleibt der 28-Jährige zunächst auf der Bank, würde Leonardo Bittencourt in der Bremer Aufstellung erneut auf den Flügel wechseln. Im Zentrum bliebe es dann wohl beim Duo Jens Stage/Niklas Schmidt – wenngleich auch Romano Schmid zurück ins Team drängt. Doch Konkurrent Schmidt hat sich zuletzt gegen Bochum mit einem Tor und einer insgesamt guten Leistung für weitere Einsätze empfohlen. Sollte Weiser allerdings doch beginnen und der zumeist im „System Werner“ gesetzte Bittencourt dadurch in die Zentrale rücken, könnte Schmidt doch noch in die Röhre schauen, obwohl er bei allen drei Siegen des SV Werder Bremen in diesem Jahr zur Startelf gehörte.

Werder Bremen-Trainer Ole Werner über Startelf-Aufstellung gegen den FC Augsburg: Rennen „ist relativ offen“

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Augsburg aussehen.

So sehen Fans das Bundesliga-Spiel zwischen Werder Bremen und dem FC Augsburg live im TV und im Livestream!

Laut Ole Werner ist das Rennen um die Startelf trotz dieser guten Bilanz auch weiterhin komplett offen. „Über die Saison hat es sich so entwickelt, dass alle Spieler schon mal in ihren Phasen gut gespielt haben“, erklärt der 34-Jährige. „Deswegen ist es so, dass es relativ offen ist und man Woche für Woche schauen muss, wie die Spielleistung im letzten Spiel war und welchen Charakter das nächste Spiel hat.“ Und damit sind noch längst nicht alle Aspekte für das Trainierteam abgearbeitet. „Ist es eine ähnliche Aufgabe, geht es vielleicht um andere Dinge? Welchen Eindruck macht ein Spieler im Training?“, zählt Werner auf. „Es spielt auch eine Rolle, was man vielleicht im Spiel verändern muss oder kann und ob vielleicht ein paar Spieler fehlen, weil man dann die Überlegung hat, ob man hintenraus überhaupt noch die Größe zur Verfügung hat, um Standards zu verteidigen?“ Schlussendlich ist für den Trainer des SV Werder Bremen wieder einmal klar: „Am Ende des Tages wird es immer auch enttäuschte Gesichter geben.“ Mal sehen, wen Ole Werner mit seiner Aufstellung gegen den FC Augsburg unglücklich macht. (mbü)

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