Erneut eine starke Leistung von Yuya Osako im Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München.
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Erneut eine starke Leistung von Yuya Osako im Spiel des SV Werder Bremen gegen den FC Bayern München.

Werder Bremen verliert gegen den FC Bayern München

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern: Yuya Osako stark, Maxi Eggestein der Antreiber

Der SV Werder Bremen bot dem FC Bayern am Dienstagabend über weite Strecken Paroli, am Ende hat es aber nicht gereicht, die Gastgeber verlieren im heimischen Weserstadion mit 0:1. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavenka: Seine Hauptarbeit bestand beim SV Werder Bremen – anders als erwartet – nicht aus Paraden, sondern aus Abschlägen und langen Bällen nach Rückpässen. Bis auf eine Ausnahme dabei sicher, wie auch bei hohen Bällen. Beim Gegentor machtlos. Bei Comans Durchbruch dann reaktionsschnell (81.). Note 2,5

Theodor Gebre Selassie: Wie schon im Hinspiel gegen den FC Bayern, als er sich kurz vor der Pause schwer verletzte, richtig stark auf der rechten Seite. Im Pech, als sein Schuss nur am Außennetz landete (9.). Im Glück, als sein unglücklicher Ellenbogen-Treffer an Lewandowskis Kopf nicht zum Strafstoß führte (26.). Schade, dass seine Hereingaben nichts brachten. Note 2,5

Milos Veljkovic (bis 88.): Eigentlich ein solider Part in der Abwehr, doch bei hohen Bällen blieb er nicht immer am Mann und hatte Glück, dass die Bayern das nicht nutzten. Note 3,5

Kevin Vogt (bis 46.): Konzentrierte sich mehr als sonst auf seine Chefrolle in der Fünferkette, was gegen diese offensiven Bayern auch wichtig war. Genauso wie seine Ruhe, die er bei Ballbesitz ausstrahlte. Zur Pause raus, wahrscheinlich war die Angst vor einer Gelbsperre dann doch zu groß. Note 3

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern: Maxi Eggestein der Antreiber 

Niklas Moisander: Der Finne spielte seine ganze Routine aus, ließ sich von den schnellen Münchnern nur selten beirren. Note 2,5

Marco Friedl: Rückte für den angeschlagenen Augustinsson (Ziehen im Oberschenkel) in die Startelf und hatte es gegen die schnellen Außen seines Ex-Clubs wahrlich nicht leicht. Aber er kämpfte sich auf der linken Seite durch und traute sich auch mal nach vorne. Note 3

Maximilian Eggestein: Sehr aufmerksam als Sechser vor der Abwehr, aber auch bemüht, den Ball mal in den eigenen Reihen zu halten. Suchte auch den Abschluss und verzog nur knapp (18.). War der Antreiber der Schlussoffensive. Note 2,5

Davy Klaassen (bis 84.): Der Matchwinner von Paderborn war diesmal wesentlich defensiver unterwegs, verrichtete dabei wichtige Arbeit vor der Abwehr. Nach vorne ging beim ihm nicht so viel. Note 3,5

Leonardo Bittencourt (bis 62.): Nach seiner Hüftprellung nun auch zurück in der Startelf – und mit seiner Schnelligkeit passte er bestens zu den flinken Bayern. Tolle Zweikämpfe – offensiv wie defensiv. Davies war so sehr genervt, dass er nachtrat, aber dafür nur Gelb sah (19.). Baute allerdings nach der Pause merklich ab. Note 3

Milot Rashica (bis 62.): Kämpfte gegen seine Krise an, musste dabei auch viel Defensivarbeit verrichten. Ein, zwei ganz feine Aktionen im Mittelfeld, aber im Vorwärtsgang fehlt ihm weiterhin die Überzeugung. Anders als im Hinspiel traute er sich im Eins-gegen-Eins nicht, Boateng einfach mal stehen zu lassen. Damals erzielte er seinen letzten Bundesliga-Treffer. Dabei bleibt es auch. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den FC Bayern: Yuya Osako fehlte nur das Tor

Yuya Osako: Einzige echte Spitze beim SV Werder Bremen – und der Japaner machte das richtig gut, mal als cleverer Zielspieler für lange Bälle, mal als giftiger Wühler im Pressing, mal als Ballverteiler und fast noch als Torschütze. Note 2

Sebastian Langkamp (ab 46.): Übernahm Vogts Chefrolle in der Abwehr und machte es genauso ordentlich. Note 3

Josh Sargent (ab 62.): Nach seinen kraftraubenden Auftritten diesmal nur Joker, aber sofort wieder im Kampfmodus. Mit etwas mehr Coolness hätte er den Ausgleich machen können (86.). Note -

Fin Bartels (ab 62.): Bewegte sich gut, bot sich immer wieder an, patzte dann aber beim möglichen letzten Pass in die Tiefe. Note -

Niclas Füllkrug (ab 84.): Zweiter Einsaz nach Mega-Pause, diesmal aber ohne Tor. Note -

Claudio Pizarro (ab 88.): Der 41-Jährige konnte die knappe Niederlage gegen seinen zweiten Herzensclub auch nicht mehr verhindern. Note -

Zur letzten Meldung vom 15. Juni 2020

Zwei Veränderungen: Das ist die Werder-Aufstellung gegen den FC Bayern!

Bremen – Letzte englische Woche in dieser Saison – und für Werder Bremen ist das eine knifflige Geschichte: Denn am Dienstagabend geht es gegen den übermächtigen FC Bayern München. Das ist die Startelf-Aufstellung der Bremer.

Update (16. Juni 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Leonardo Bittencourt spielt, Ludwig Augustinsson ist gar nicht im Kader! Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen den FC Bayern.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Da liegt schon der Verdacht nahe, dass Trainer Florian Kohfeldt bei Werder Bremen personell etwas rotiert, um vor allem im Abstiegskracher eine absolut frische Mannschaft in der Startelf-Aufstellung zu haben – und dann droht da ja auch nicht eine Gelbsperre für Kevin Vogt.

Doch Florian Kohfeldt stellt unmissverständlich klar: „Ich werde keinen Spieler schonen und mit einem halben Auge schon auf Mainz schielen.“ Auch ein freiwilliger Verzicht auf Vogt sei kein Thema. Der Abwehrspieler habe es schon eine ganze Zeit geschafft, ohne die folgenschwere fünfte Verwarnung auszukommen, deshalb sei er optimistisch. 

Zurecht: Sechs Spiele hat Kevin Vogt keinen Gelben Karton mehr gesehen. Allerdings: Eine Einsatzgarantie sprach Florian Kohfeldt weder Vogt noch allen anderen Startelf-Spielern aus. Er werde die Mannschaft aufstellen, die in diesem speziellen Spiel gegen den FC Bayern München den größtmöglichen Erfolg verspreche.

Werder Bremen gegen den FC Bayern München: Ist das die Startelf-Aufstellung?

Der Coach dürfte gegen den FC Bayern eine wesentlich defensivere Variante wählen als noch in der Aufstellung gegen Schlusslicht Paderborn. Demnach wird wohl Bulldozer Philipp Bargfrede ins Team zurückkehren und mit Maximilian Eggestein eine Doppelsechs stellen. Davor könnten dann Davy Klaassen und Yuya Osako das offensive Mittelfeld bilden – mit einem auf Konter lauernden Stürmer Milot Rashica. Das hatte zumindest einmal im Hinspiel gut geklappt. Toller Pass Klaassen, starker Lauf und Abschluss Rashica – 1:0. Am Ende ging Werder Bremen aber noch mit 1:6 unter.

Diesmal soll es die Fünferkette vor Keeper Jiri Pavlenka besser machen. Eine Überraschung könnte es beim SV Werder Bremen gegen den FC Bayern auf der linken Seite geben, wo Marco Friedl als Ersatz für Ludwig Augustinsson parat steht. Letzterer ist möglicherweise nach seinen großen Verletzungsproblemen in dieser Saison nach dem Spiel am Samstag in Paderborn noch etwas müde. Auf Theodor Gebre Selassie, Milos Veljkovic, Kevin Vogt und Niklas Moisander kann Kohfeldt dagegen nicht verzichten, da fehlen ihm auch die echten Alternativen im Kader. (kni)

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