Marco Friedl (l.) zeigte bei seinem Comeback für Werder Bremen nach Verletzungspause eine gute Leistung beim 1:1 gegen den FC St. Pauli - Note 2.
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Marco Friedl (l.) zeigte bei seinem Comeback für Werder Bremen nach Verletzungspause eine gute Leistung beim 1:1 gegen den FC St. Pauli - Note 2.

Werder in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten gegen FC St. Pauli: Rückkehrer mit Licht und Schatten - Marco Friedl Note 2, Mitchell Weiser schwach

Der SV Werder Bremen spielt unentschieden im Spitzenspiel: 1:1 hieß es am Ende gegen den FC St. Pauli. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Hatte erst nicht viel zu tun, beim Gegentreffer vor der Pause dann völlig chancenlos. Musste im zweiten Abschnitt häufiger zupacken – und tat dies auch, als Burgstaller stark abschloss (79.). Note 2,5

Mitchell Weiser (bis 57.): Ein durchwachsenes Comeback. Beim Kiezclub lief viel über seine Seite – wie vor dem 0:1 –, eigene gelungene Offensivaktionen gab es kaum, obwohl durchaus Räume vorhanden waren. Im Glück, dass er bei einem Zweikampf mit Burgstaller keinen Elfmeter verursachte (40.). Note 4,5

Milos Veljkovic: Zunächst umsichtig, verlor dann kurz vor der Pause aber einen entscheidenden Zweikampf weit vor dem eigenen Tor, sodass er beim folgenden Angriff der St. Paulianer in der letzten Kette fehlte – prompt geriet Werder in Rückstand. Führte sich nach dem Seitenwechsel mit einem bösen Fehlpass ein, der folgenlos blieb. Note 4

Christian Groß: Gab erneut den Abwehrchef, da es für Toprak noch nicht zur Startelf-Rückkehr reichte. Sein Stellungsspiel war wieder klasse und verhinderte einige Offensivaktionen der Gastgeber. Nach der Toprak-Hereinnahme wieder auf der Sechs unterwegs. Note 2

Werder Bremen-Noten gegen FC St. Pauli: Marco Friedl bissig, Nicolai Rapp hat Schwierigkeiten

Marco Friedl: Von Beginn an bissig in den Zweikämpfen, musste aber auch selbst ordentlich einstecken. Schaltete sich mit guten Diagonalbällen oder gelegentlichen Vorstößen ins Angriffsspiel ein. Beim 0:1 grätschte er vergeblich dem Ball hinterher. Note 2

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Felix Agu: Mehr Schatten als Licht. Klärte ein paar Mal gut, doch im Vorwärtsgang ziemlich uneffektiv. Kurz vor der Pause dann zu weit weg von Torschütze Kyereh, um ihn entscheidend stören zu können. Leitete später zwar das 1:1 ein, hatte dabei aber die Hand im Spiel, was überraschenderweise nicht geahndet wurde. Note 3,5

Nicolai Rapp (bis 45.): Nach seinem Ausflug in die Dreierkette gegen Sandhausen nun wieder als Sechser aufgeboten. Hatte dabei einige Mühe, für defensive Stabilität im Mittelfeld zu sorgen. Immer dann, wenn es ihm doch gelang, wurden die Gäste direkt effektiver im Vorwärtsgang. Blieb zur Pause in der Kabine. Note 4,5

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Romano Schmid: Warf wieder alles rein, leistete sich mitunter allerdings einige Fehlpässe zu viel. Legte dann vor dem Ausgleich herrlich per Kopf auf Füllkrug ab, sodass dieser problemlos treffen konnte. Später auf der rechten Außenbahn auch in der Abwehr gefordert. Note 3

Leonardo Bittencourt (bis 76.): Begann als Kapitän. Gewohnt giftig, doch das war lange fast schon alles. Wirklich ertragreich waren seine Bemühungen zunächst selten, dann mit schöner Flanke auf Schmid vor dem Ausgleich. Trotzdem Note 4 für Leonardo Bittencourt

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Werder Bremen-Noten gegen FC St. Pauli: Niclas Füllkrug vergibt Großchance, aber gleicht dann aus

Marvin Ducksch: Vergab Werders erste gute Chance, als er den Ball nicht richtig traf (23.). Setzte kurz darauf Füllkrug stark in Szene, ehe er selbst abermals eine gute Gelegenheit ausließ (36.). Später im Pech bei einem wunderschönen Schlenzer, der an der Latte landete (86.). Note 3

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Niclas Füllkrug: Hätte nach 25 Minuten zur Bremer Führung treffen müssen, doch er schoss aus aussichtsreicher Position daneben. Ansonsten häufig mit hohen Bällen gesucht, die er auf die Teamkollegen ablegen sollte. Als ihn Schmid bediente, schoss er kompromisslos ein (58.). Note 2

Ilia Gruev (ab 46.): Erst defensiver, dann offensiver im Mittelfeld eingebunden. Hatte die große Chance zum 2:1 (86.). Note 3,5

Niklas Schmidt (ab 57.): Ging sofort ins Zentrum und verdrängte Schmid nach rechts, allzu auffällig war er trotz gewohntem Umfeld aber nicht. Note 3,5

Ömer Toprak (ab 76.): Verlor gleich einen Zweikampf gegen Burgstaller, trat dann über den Ball, was sich beides aber nicht rächte. Note -

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Zum Aufstellungs-Text:

Werder Bremen-Aufstellung gegen FC St. Pauli: Mehrere Rückkehrer in der Startelf - Ömer Toprak auf der Bank

Bremen - Der SV Werder Bremen spielt am 29. Spieltag der 2. Bundesliga gegen den FC St. Pauli. So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder-Trainer Ole Werner aussehen!

Update (9. April, 12.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da - Milos Veljkovic, Marco Friedl und Mitchell Weiser kehren in die erste Elf zurück, Ömer Toprak sitzt auf der Bank! Die ganze Startelf gibt es im Live-Ticker zum Spiel Werder Bremen gegen den FC St. Pauli!

Weiter zur bisherigen Meldung: Bremen – Das Abschlusstraining des SV Werder Bremen am Freitag bot reichlich Stoff für Hobby-Spürnasen. Schließlich konnte jedes noch so kleine Indiz wichtig sein, jede Gestik, jede mimische Entgleisung. Da lohnte sich ein prüfender Blick auf die Profis also ganz besonders. Doch je länger der Betrachter dem Treiben auf dem Rasen zusah, desto schwieriger wurde die Suche nach einer Lösung für das Rätsel um die Bremer Aufstellung beim Topspiel gegen den FC St. Pauli (Samstag, 13.30 Uhr, DeichStube-Live-Ticker).

Werder Bremen-Aufstellung gegen FC St. Pauli: Kehrt Ömer Toprak nach seiner Verletzung in die Startelf zurück?

Was aber gar kein schlechtes Zeichen sein muss. Eigentlich ist es sogar ein ziemlich gutes. Werder Bremen schöpft nämlich nach der finalen Einheit tatsächlich aus dem Vollen. Die zuvor verletzten Defensivkräfte Ömer Toprak, Marco Friedl, Mitchell Weiser und Milos Veljkovic waren ebenso dabei wie der unter der Woche angeschlagene Felix Agu und der erkältete Nicolai Rapp. Und da sie allesamt nicht den geringsten Eindruck erweckten, in irgendeiner Form gehemmt auf dem Platz unterwegs zu sein, ist weiterhin relativ unklar, welcher Startelf-Aufstellung Ole Werner sein Vertrauen gegen den FC St. Pauli schenken wird. Zumindest extern.

Bereits am Donnerstag hatte der Coach des SV Werder Bremen schmunzelnd erklärt: „Es ist erst mal so, dass alle wieder infrage kommen, um uns zu helfen. Vielleicht der eine von der Bank, der andere von Beginn an, da werden wir schauen. Lasst euch ein bisschen überraschen.“ Zuletzt war Werner bei seiner Entscheidungsfindung für die Aufstellung vor allem eines wichtig: ein guter Spiel- oder Trainingsrhythmus eines Profis. Doch dieses Mal dürfte noch viel wichtiger sein, welches Risiko er bereit ist einzugehen. Ist es etwa sinnvoll, Abwehrchef Ömer Toprak nach wenigen Einheiten schon wieder in der Startelf beginnen zu lassen? Schließlich wird dieser doch auch in den nächsten, nicht weniger brisanten Wochen gebraucht, dürfte dann in Sachen Belastungsresistenz aber noch einmal weiter sein – und womöglich auch besser geschützt vor einer erneuten Blessur. Gleiches gilt für Mitchell Weiser oder Marco Friedl.

Werder Bremen-Startelf-Aufstellung gegen FC St. Pauli: Milos Veljkovic und Marco Friedl vor Rückkehr

Nach den Trainingseindrücken wirkt ein gesunder Mittelweg bei der Aufstellungs-Lotterie am wahrscheinlichsten. Die Veljkovic-Pause war nicht so lang, dass ein Einsatz völlig aus heiterem Himmel käme. Wie auch bei Felix Agu oder Nicolai Rapp. Durch den Ausfall von Anthony Jung (Sperre) wird gegen den FC St. Pauli dennoch eine zusätzliche Option benötigt, diese könnte Marco Friedl heißen. Der Österreicher griff sich nach dem Training zwar kurz an den lädierten Bauchmuskel, aber mehr als Test denn als Schmerzbekundung. Und sollte es doch nicht gehen, hätte Werder Bremen dank der Rückkehrer ja noch weitere Alternativen in der Hinterhand. Für diese Erkenntnis war nicht einmal eine geübte Spürnase nötig. (mbü)

So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen den FC St. Pauli aussehen.

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