Torwart Jiri Pavlenka zeigte beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Dynamo Dresden mehrere gute Paraden.
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Torwart Jiri Pavlenka zeigte beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Dynamo Dresden mehrere gute Paraden.

Werder-Aufstellung gegen Dynamo Dresden

Werder in Noten gegen Dresden: Starker Auftritt von Jiri Pavlenka

Der SV Werder Bremen hat das Zweitliga-Spiel gegen Dynamo Dresden mit 2:1 gewonnen. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Musste nach zwei Minuten direkt zeigen, was er kann – ehe er Sekunden später dann doch geschlagen war. Kurz darauf erneut mit einer Flugeinlage. Auch im weiteren Verlauf häufiger gefordert, als ihm lieb sein konnte. Ein ganz starker Auftritt des Keepers. Note 1,5

Mitchell Weiser (bis 90.+1): Zeigte einige gute Dribblings, rannte sich aber auch ein paar Mal in aussichtsreicher Position fest. Manchmal wünscht man ihm, dass er noch mehr den Turbo zünden würde. An seinem Bemühen gab es jedoch nichts zu bemängeln. Note 3

Milos Veljkovic: Hatte einige Probleme, weil Dresden häufig in die Schnittstelle zwischen ihm und Toprak spielte. Dadurch fehlte ihm der Zugriff. Sah auch nach dem Seitenwechsel nicht immer gut aus, etwa als er viel zu spät in den Zweikampf kam und überlaufen wurde (60.). Note 4,5

Ömer Toprak: Seine Kopfballstärke wurde dringend benötigt, denn Dynamo probierte es immer wieder mit hohen Bällen. Gleich zu Beginn hatte er jedoch vor dem 0:1 das Nachsehen. Danach behielt er meist die Oberhand, allein zur Pause hatte er 75 Prozent seiner Zweikämpfe gewonnen. Einige Fehlpässe zu viel hatte aber auch er in seinem Spiel. Note 3

Marco Friedl: Seine Passquote lag zwischenzeitlich bei über 90 Prozent, wobei die Qualität der Abspiele in dieser Statistik natürlich eine untergeordnete Rolle spielt. Allzu auffällig war sein Spiel zunächst nicht, das passierte erst später. Insgesamt eine solide Leistung. Note 3

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Werder Bremen in Noten gegen Dynamo Dresden: Christian Groß mit Ruhe und Übersicht

Anthony Jung: Kam beim frühen Gegentor zu spät gegen Torschütze Königsdörffer. Leitete dann das Bremer 1:1 ein und hatte auch danach einige vielversprechende Flanken zu bieten. Da Dresden sehr linkslastig agierte, war Jung meist nicht ganz so häufig gefordert. Note 3

Christian Groß: Hatte zunächst Mühe, das Mittelfeld zu ordnen. Weil vor ihm Schmidt und Bittencourt große Löcher ließen, kamen die Dresdener häufig in Überzahl auf ihn zu. Als sich Werder stabilisierte, hatte auch er mehr Ruhe und überzeugte mit Ballsicherheit und Übersicht. Bereitete zudem das 2:1 durch Füllkrug vor. Note 2

Niklas Schmidt (bis 80.): Vertrat den gesperrten Schmid im Mittelfeld und führte sich direkt mit einem herrlichen Pass vor der ersten Ducksch-Chance ein. Danach allerdings nicht mehr ganz so auffällig. Wo Schmid sonst regelmäßig den Gegner stört, gewährte er zu viele Freiräume. Ein Spiel mit Licht und Schatten. Note 4

Leonardo Bittencourt (bis 66.): War Werder im Vorwärtsgang, hatte er ein paar nette Ideen. Umso schwächer war sein Defensivverhalten, nicht selten trabte er einem Gegenspieler allenfalls entgegen. Eröffnete den zweiten Durchgang mit einer guten Kopfballchance, seine Auswechslung überraschte dennoch nicht. Note 4,5

Marvin Ducksch (bis 90.+1): Muss nach drei Minuten eigentlich das 1:1 machen. Verstolperte später eine weitere gute Gelegenheit (37.). Dann aber mit einem herrlichen Schlenzer, der gerade noch zur Ecke geklärt wurde. Seine Standards blieben an diesem Tag fast ausnahmslos ungefährlich. Dafür Assistgeber vor Füllkrugs 1:1. Note 3,5

Werder Bremen in Noten gegen Dynamo Dresden: Niclas Füllkrug mit zwei Toren - und auch sonst auffällig

Niclas Füllkrug: Startete mit einer schönen Finte und einem schwachen Abschluss in die Partie (10.). Dann aber nach tollem Doppelpass mit Ducksch kompromisslos beim 1:1 (15.). Der mit Abstand auffälligste Bremer Feldspieler im ersten Abschnitt, weil er immer wieder anschob, Bälle ablegte oder selbst den Abschluss suchte – und dann kurz vor der Pause auch noch die Führung köpfte. Note 1

Nicolai Rapp (ab 66.): Blieb ohne große Impulse. Note -

Ilia Gruev (ab 80.): Durfte noch ein paar Spielminuten sammeln. Note -

Nick Woltemade (90.+1): Kam für die letzten Minuten. Note -

Felix Agu (90.+1): Sollte ebenfalls noch etwas Zeit von der Uhr nehmen. Note -

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Zur letzten Meldung vom 5. März 2022:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Dynamo Dresden: Niklas Schmidt schnappt sich den Startelf-Platz des gesperrten Romano Schmid

Der SV Werder Bremen spielt am Sonntag (13.30 Uhr) zu Hause gegen Dynamo Dresden. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen!

Update (6. März, 12.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da - Niklas Schmidt ersetzt den gesperrten Romano Schmid! Die ganze Startelf gibt es im Live-Ticker zum Spiel Werder Bremen gegen Dynamo Dresden!

Weiter mit dem bisherigen Text: Bremen - Bei den anfänglichen Aufwärmübungen durfte er noch mitmachen, beim anschließenden Fünf gegen Zwei ebenfalls, doch danach wirkte Romano Schmid fast ein wenig verloren. Der Mittelfeldspieler des SV Werder Bremen ist für das Heimspiel gegen Dynamo Dresden bekanntlich aufgrund seiner fünften Gelben Karte gesperrt – und deshalb nahm er notgedrungen beim Abschlusstraining am Samstag eine Außenseiterrolle ein. Als der Rest des Teams nämlich noch ein kleines Abschlussspielchen machte und sichtlich Spaß dabei hatte, durfte Schmid mit ein paar Metern Abstand nur einige Sprints laufen. Als auch das erledigt war, hockte er sich auf einen Ball und schaute beinahe sehnsüchtig dem Treiben seiner Kollegen zu. Und somit auch dem Mann, der ihn gegen die Sachsen vertreten wird.

Die Frage ist nur, wer genau das sein wird. Trainer Ole Werner ließ sich vor dem Heimspiel des SV Werder Bremen gegen Dynamo Dresden (ab 13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) jedenfalls erneut nicht in die Karten blicken und gab nicht den kleinsten Hinweis, ob nun Nicolai Rapp oder Niklas Schmidt der Auserwählte in der Aufstellung sein wird. Als er bereits am Freitag während einer Pressekonferenz auf Letzteren und dessen gute Bilanz gegen Dynamo Dresden mit zwei Toren in drei Spielen angesprochen wurde, meinte der 33-jährige Trainer des SV Werder Bremen nur: „Niklas ist eine Option, um am Sonntag für uns eine wichtige Rolle zu spielen.“ Als dann doch noch einmal nachgebohrt wurde, fügte Ole Werner immerhin an: „Man merkt schon, dass da ein Platz frei ist.“ Einer, um den sich laut Ole Werner auch Manuel Mbom und Ilia Gruev bewerben würden. „Es ist so wie immer. Wir schauen uns die Trainingsleistungen der Spieler an und wissen natürlich auch, was sie zuletzt bei ihren Einsätzen gezeigt haben.“

Werder Bremen-Aufstellung gegen Dynamo Dresden: Nicolai Rapp oder Niklas Schmidt - wer steht in der Startelf?

Nun ist es so, dass aus diesem Quartett zuletzt lediglich Nicolai Rapp auf regelmäßige und längere Einsatzzeiten kam. Der 25-Jährige durfte nämlich immer für Werder Bremen dann ran, wenn Leonardo Bittencourt ausgewechselt wurde oder – wie gegen Ingolstadt – gesperrt fehlte. Ein klarer Vorteil gegenüber den teaminternen Konkurrenten im Mittelfeld, der ihn gegen Dynamo Dresden nun auch zum Schmid-Ersatz machen dürfte. Ole Werner zündete dennoch die Nebelkerze: „Wenn man darauf hinauswill, wie eng das Rennen ist: Es ist schon eng, weil wir es allen zutrauen und sie auch schon gezeigt haben, dass sie von Beginn an spielen oder von der Bank aus Impulse geben können“, erklärte der Werder-Trainer. „Insofern ist da bei uns schon Gehirnschmalz am Arbeiten.“

Rapp in der Startelf: Mit dieser Aufstellung könnte Werder Bremen das Heimspiel gegen Dynamo Dresden bestreiten.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Dynamo Dresden: Steht Felix Agu oder Mitchell Weiser in der Startelf?

Ansonsten muss sich der Chefcoach des SV Werder Bremen mit keinen größeren Personalfragen herumplagen und dürfte auf Bewährtes setzen. Beim Abschlusstraining jedenfalls stand der komplette Kader auf dem Rasen. Auf der rechten Seite hofft zwar Felix Agu auf eine Rückkehr in die Startelf, doch Mitchell Weiser hat dessen verletzungsbedingte Auszeit in den vergangenen Wochen nahezu optimal genutzt, um zu zeigen, was er kann. Und so gibt es eigentlich keinen Grund für einen erneuten Wechsel auf dieser Position. Ole Werner sagte dennoch: „Festgespielt hat sich bei uns niemand. Jeder ist gefragt, auch gute Leistungen immer wieder unter Beweis zu stellen und nicht nachzulassen.“

Speziell auf Mitchell Weiser bezogen erklärte Ole Werner: „Es ist so, dass Mitch längere Zeit bei der Mannschaft ist und längere Zeit mittrainieren und Spiele machen konnte. Diese Möglichkeit hat er genutzt, um mit Leistung da zu sein. Insofern hat er zuletzt viel gespielt, aber in Stein gemeißelt ist bei uns sicherlich nichts.“ Und dann folgte der entscheidende Satz: „Solange aber die Spieler, die zuletzt für positive Ergebnisse gesorgt haben, nicht nachlassen, ist es natürlich schwieriger für die anderen Spieler, sich vorbeizuschieben“, so der Trainer des SV Werder Bremen vor dem Heimspiel gegen Dynamo Dresden. (mbü)

Werder Bremen gegen Dynamo Dresden: So seht ihr das Spiel live im TV und im Live-Stream!

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