Milos Veljkovic und Marco Friedl erwischten bei der 3:4-Niederlage des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt einen rabenschwarzen Abend.
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Milos Veljkovic und Marco Friedl erwischten bei der 3:4-Niederlage des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt einen rabenschwarzen Abend.

Nach Werders 3:4-Pleite gegen die SGE

Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Milos Veljkovic und Marco Friedl völlig von der Rolle

Bremen – Der SV Werder Bremen hat sein Heimspiel am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt verdient mit 3:4 verloren. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Seine starke Parade gegen Lindström (27.) konnte seine Schwächen nicht verdecken. Wirkte verunsichert, beförderte einfache Rückpässe ins Seitenaus oder ins Nirwana. An den Gegentoren allerdings machtlos. Note 3,5

Amos Pieper: Einziger Innenverteidiger in Normalform, der sich in die Zweikämpfe schmiss und versuchte, die Fehler der Kollegen auszubügeln. Handelte sich dabei schon früh eine Gelbe Karte ein (33.), was ihm aber keine Probleme bereitete. Note 3

Milos Veljkovic: Verteidigen heißt auch, den Gegner anzugreifen – doch der Abwehrchef agierte viel zu passiv und war damit mitverantwortlich für die beiden ersten Frankfurter Tore wie auch für das 2:4. Note 5

Marco Friedl: Völlig von der Rolle, der Kapitän hatte einen ganz üblen Tag erwischt. Schon nach acht Minuten schoss er einen Freistoß einfach zum Gegner. Mit einem Fehlpass leitete er dann auch das Frankfurter 2:2 ein, und beim 2:3 ließ er Lindström davonziehen. Note 5,5

Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Milos Veljkovic und Marco Friedl völlig von der Rolle

Mitchell Weiser: Sein Ballverlust leitete den frühen Rückstand ein. Der Rechtsverteidiger konnte lange Zeit nicht so viele Akzente setzen wie zuletzt. Probierte es trotzdem immer wieder und wurde Mitte der zweiten Halbzeit auch gefährlich. Musste ausgerechnet dann Platz für Stürmer Burke machen. Note 3,5

Christian Groß (bis 64.): Bekam vor der Abwehr nicht den gewohnten Zugriff auf die Gegner, lief oftmals nur hinterher und verlor zu viele wichtige Zweikämpfe. Auch nach vorne ging nicht viel. Note 5

Anthony Jung (bis 64.): Nach unkonzentriertem Beginn plötzlich hellwach – und dann sogar mit seinem schwächeren rechten Fuß zum 1:1 erfolgreich. Das gab dem Linksverteidiger Selbstvertrauen, wenngleich auch er so seine Probleme mit den schnellen Hessen hatte. Musste dann für den offensiveren Buchanan weichen. Note 3

Werder Bremen-Noten gegen Eintracht Frankfurt: Leonardo Bittencourt wieder spielfreudig und unangenehm

Leonardo Bittencourt (bis 30.): Sein früher Ausfall wegen einer Rückenverletzung schmerzte Werder sehr, denn bis dahin war der Achter nicht nur wegen seines feinen Kopfballtores zum 2:1 bester Bremer gewesen. Wieder sehr aktiv, spielfreudig und unangenehm für die Eintracht. Note 2

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Jens Stage (bis 64.): Kam gegen Götze gleich zu spät – und schon stand es 0:1. Danach lief der Däne so viel wie kein anderer Bremer, doch viel zu sehen gab es von ihm lange Zeit dennoch nicht. Vergab dann nach der Pause die große Kopfball-Chance zum 3:4, was den besser postierten Füllkrug mächtig ärgerte. Note 4,5

Niclas Füllkrug: Hing im wahrsten Sinne des Wortes in der Luft, weil fast jeder Ball aus der Abwehr hoch auf ihn gespielt wurde. Bitter für ihn, dass Tutas Zupfer an ihm nicht zum durchaus möglichen Strafstoß führte (39.). Dann nahm ihm auch noch Teamkollege Stage den Kopfball zum möglichen 3:4 weg. Ackerte viel und belohnte sich per Strafstoß mit einem späten Tor. Note 3

Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Marvin Ducksch sichtlich bemüht, aber nicht immer auffällig

Marvin Ducksch: Sichtlich bemüht, das Angriffsspiel flott zu machen, was ihm mit dem schnell ausgeführten Freistoß zum 2:1 auch gelang. Danach nicht mehr so auffällig, bis er kurz vor Schluss den Strafstoß herausholte. Note 3,5

Romano Schmid (ab 30.): Kam für den verletzten Bittencourt und konnte ihn zunächst nicht ersetzen. Der Österreicher zeigte ein, zwei gute Aktionen, ihm fehlte aber das Durchsetzungsvermögen. Note 4

Ilia Gruev (ab 64.): Übernahm von Groß den Posten des Sechsers und auch gleich das Spielkommando. Große Akzente konnte er aber auch nicht mehr setzen. Note -

Da sieht man, wie hart die Liga sein kann“: Die Stimmen zu Werder Bremen-Heimpleite gegen Eintracht Frankfurt!

Werder Bremen in Noten gegen Eintracht Frankfurt: Joker Oliver Burke durfte dieses Mal nicht jubeln

Lee Buchanan (ab 64.): Sollte für Jung auf der linken Seite offensiver verteidigen und vergab – anders als in Dortmund - die Riesenchance zum Anschlusstreffer. Note -

Niklas Schmidt (ab 64.): Begann mit einem tollen Pass auf Schmid, den dieser aber nicht verwerten konnte. Und es folgte sogleich eine tolle Vorlage auf Buchanan, der ebenfalls vergab. Note –

Oliver Burke (ab 77.): Der Mann für die späten Tore wurde mit viel Applaus begrüßt, durfte diesmal aber nicht jubeln. Note -

Update (28. August, 16.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da! Auf diese Startelf setzt Trainer Ole Werner gegen Eintracht Frankfurt!

Weiter mit der Erstmeldung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Startelf ohne die drei super Joker?

Sie kamen, sahen und siegten – die drei super Joker des SV Werder Bremen. Lee Buchanan, Niklas Schmidt und Oliver Burke sorgten als Einwechselspieler mit ihren Toren für einen ganz späten 3:2-Sieg in Dortmund und müssen am Sonntag (17.30 Uhr im DeichStube-Liveticker)im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt trotzdem zurück auf die Bank. Denn Trainer Ole Werner wird sehr wahrscheinlich seine Startelf nicht verändern. 

Werder Bremen-Startelf gegen Frankfurt: So könnte die Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen

„Mit guten Leistungen erhöht ein Spieler immer die Wahrscheinlichkeit auf Einsätze“, sagt Ole Werner und fügt noch lächelnd an: „Aber das kann man nach dem Dortmund-Spiel über fast alle Spieler sagen. Es hätten sicherlich eine ganze Menge Spieler verdient, von Anfang an zu spielen, aber auch wir dürfen leider nur mit elf spielen.“ Gemeinsam mit dem Trainerteam müsse er abwägen, was für die Mannschaft gegen den aktuellen Gegner das Beste sei. Dazu gehöre übrigens nicht nur die Startelf für ein Spiel, sondern auch die Möglichkeit, mit Einwechslungen Einfluss auf die Partie zu nehmen.

„Es ist gut zu wissen, dass man auch von der Bank Spieler bringen kann, die in der Lage sind, Spiele zu entscheiden. Diese Stärke sollten wir uns erhalten“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen im Hinblick auf die Aufstellung. Wohl wissend, dass die Bankdrücker trotzdem enttäuscht sein dürften. „Und wie geht man mit solchen Spielern um?“, fragt Werner und gibt sofort selbst die Antwort: „Offen und ehrlich! Man muss seine Entscheidung transparent machen und darf nicht um den heißen Brei herumreden.“

Werder Bremen-Aufstellung gegen Eintracht Frankfurt: Drei super Joker Oliver Burke, Lee Buchanan und Niklas Schmidt auf der Bank

Für das Spiel gegen Eintracht Frankfurt bedeutet das für die Aufstellung des SV Werder Bremen: Jiri Pavlenka steht natürlich im Tor, wenngleich Ersatzmann Michael Zetterer im Abschlusstraining wirklich überragend gehalten hat. Da sich Marco Friedl und Mitchell Weiser rechtzeitig fit gemeldet haben, steht auch die Fünferkette. Innen verteidigen Amos Pieper, Milos Veljkovic und Friedl, außen Weiser und Anthony Jung.

Als Sechser ist Christian Groß ebenso gesetzt wie die beiden Achter Jens Stage und Leonardo Bittencourt. Vorne dürfen Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug ordentlich Alarm machen. Und sollte es ihnen nicht gelingen, dann sind da ja auch noch die drei super Joker . . . (kni)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt aussehen.

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Kommentare

sparrow, jackAntwort
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Bin ich komplett bei dir, gegen die SGE muss Werder die Saison ja auch nicht retten, war halt an dem Tag ein Klassenunterschied,
dies muss man sich eingestehen. Fehler sind ja bekannt, Samstag besser machen und gut ist das...:-)

EilertAntwort
(1)(0)

Ehrlich gesagt, habe ich schon wieder Angst davor, daß die "Wülden" aus dem Internet nun Beton-Fussball mit geparkten Bus im Strafraum fordern werden. Mir wäre lieber, wenn Werder weiter Lehrgeld in unterhaltsamen Spielen zahlt, als nun wieder Gruselfussball zu spielen. Wir werden Spiele nur gewinnen können, wenn ALLE eine gute Leistung abrufen können. Man hat den Willen ja sehen können, jedoch waren bei entscheidenen Aktionen dann Fehler drin, wie man sie sonst im Jugendfussball sieht: 3 Abwehrspieler gehen auf den Ballführenden und lassen dafür andere Gegenspieler am/im Strafraum frei stehen. Hinzu kommt bei uns leider Paula, der alles andere als in Form ist und extremste unsicher agiert. Dennoch habe ich das Vertrauen in den Trainer, daß er in der Lage sein wird mehr Taktik zu schulen. Es kommt ja auch noch die WM Pause, da ist viel Zeit, da wir ja eigentlich mit vollem Kader über einen langen Zeitraum spielfrei trainieren können ;-)
Ach ja, ein Unentschieden sollte in Bochum drin sein. Die stehen allerdings derart unter Druck nach vier Niederlagen, daß es wahrscheinlich sehr zäh werden wird.

Eilert
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Wieso ist es eigentlich möglich einen Spieler für 30 Minuten zu beurteilen, aber bei drei anderen - die sogar länger auf dem Platz waren - ist das nicht möglich?