Marco Friedl (l.) und Anthony Jung (Nummer 3) lassen sich feiern: Beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Hannover 96 überzeugten die Defensivspieler jeweils mit Tor und Vorlage.
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Marco Friedl (l.) und Anthony Jung (Nummer 3) lassen sich feiern: Beim Sieg des SV Werder Bremen gegen Hannover 96 überzeugten die Defensivspieler jeweils mit Tor und Vorlage.

Bei Werder-Sieg in Hannover

Werder Bremen in Noten gegen Hannover 96: Jung und Friedl plötzlich auch offensiv sehr wertvoll

Der SV Werder Bremen verabschiedet sich mit einem klaren 4:1-Sieg gegen Hannover 96 und einer insgesamt guten Leistung in die Winterpause. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Wehrte zunächst zwei Abschlüsse von Hannover problemlos ab, um sich dann beim Freistoß von Kerk aus 38,5 Metern völlig überrumpeln zu lassen. Nach dem Wechsel noch mit Patzer nach Maina-Flanke, aber auch mit wichtiger Fußabwehr gegen Beier. Note 5

Milos Veljkovic: Bekam es auf der rechten Abwehrseite immer wieder mit Maina zu tun und hatte mit dem schnellen Angreifer durchaus einige Probleme. Überließ den Spielaufbau weitestgehend seinen Nebenleuten. Note 4

Ömer Toprak: Überraschte in der Anfangsphase mit mutigen Vorstößen inklusive eines Traumpasses auf Ducksch. Agierte defensiv enorm aufmerksam, strahlte große Ruhe aus und gewann viele wichtige Zweikämpfe. Sein Aufbauspiel war zudem variantenreich. Note 1,5

Marco Friedl: Zwang Mitspieler Groß mit seinem Querschläger vor dem eigenen Strafraum zum Foul, das zum Freistoß vor dem 1:1 führte. Hatte dann Glück: Nachdem er Toprak anschoss, flog der Ball an die eigene Torlatte. Danach drehte er allerdings auf: Legte das 3:1 vor und glänzte, wie zuletzt schon in Regensburg, auch wieder als Torschütze. Note 2

Felix Agu (bis 87.): Auf der rechten Außenbahn mit reichlich Offensivdrang ausgestattet und immer wieder mit Ideen, von denen aber nicht alle zündeten. Note 3

Werder Bremen in Noten gegen Hannover 96: Anthony Jung mit erstem Tor und erster Vorlage

Christian Groß: Brachte sein Team mit einem frühen Ballverlust in Bedrängnis, ließ sich davon im Anschluss aber nicht verunsichern und fand in die Partie. Setzte vor der Abwehr wie sonst auch auf Sicherheit. Verursachte den Freistoß vor dem 1:1 und sah dafür die Gelbe Karte. Note 3

Anthony Jung: In der Defensive mit insgesamt zuverlässiger Vorstellung, klärte gegen Beier im Strafraum aber einmal nicht beherzt genug. Zeigte offensiv bisher ungeahnte Qualitäten: Erst als Vorbereiter des 2:1, dann als Torschütze zum 3:1. Es waren sein erster Assist und sein erster Treffer im Werder-Trikot. Note 1,5

Leonardo Bittencourt (bis 78.): Agierte an seinem 28. Geburtstag an alter Wirkungsstätte zunächst unglücklich, weil ihm Bälle versprangen und einige Pässe nicht genau genug gerieten. Glänzte dann als Vorbereiter des 1:0 und hätte mit seinem Fallrückzieher beinahe für ein Traumtor gesorgt. Note 3

Romano Schmid (bis 68.): Der Mann hat reichlich Gefühl im rechten Fuß – und zeigt es seit einigen Wochen auch endlich. Sorgte per überlegtem Abschluss für das 1:0. Entschied sich auch sonst immer für die schönere Lösung, was allerdings nicht immer funktionierte. Note 2

Niclas Füllkrug (bis 87.): Die Motivation im Duell mit dem Ex-Club war ihm anzumerken. Nur: Viel Ertrag brachte das nicht ein. Ging in vielen seiner Aktionen zwar entschlossen, aber nicht präzise genug zu Werke. Steckte jedoch nie auf und schmiss sich bis zum Schluss in jeden Zweikampf. Erstmals seit sieben Spielen ohne Torbeteiligung. Note 3,5

Werder Bremen in Noten gegen Hannover 96: Marvin Ducksch überzeugt als Torschütze und Vorbereiter

Marvin Ducksch: Im Hinspiel war er noch für Hannover aufgelaufen und hatte gegen Werder getroffen, im Rückspiel machte er es genau andersrum. Sorgte per Kopfball-Bogenlampe für das 2:1 und verzichtete gegen den Ex-Verein wie angekündigt auf den Torjubel. Beim 4:1 auch noch Vorbereiter. Note 2,5

Nicolai Rapp (ab 68.): Erster Einsatz seit Anfang November für den 25-Jährigen, der zunächst gelbgesperrt und dann wegen einer Corona-Infektion gefehlt hatte. Trug dazu bei, dass Werder nichts mehr anbrennen ließ. Note -

Ilia Gruev (ab 78.): Half ebenfalls mit, dass die Ordnung in der Defensive erhalten blieb. Note -

Eren Dinkci (ab 87.): Kam erstmals nach seiner Corona-Infektion zum Einsatz. Note -

Mitchell Weiser (ab 87.): Durfte auch noch einige Spielminuten sammeln. Note -

Lest auch: „Ein gelungener Jahresausklang“ - Die Stimmen zum Sieg des SV Werder Bremen bei Hannover 96!

Weiter zur letzten Meldung:

Aufstellung von Werder Bremen gegen Hannover 96: Keine Veränderungen in der Startelf

Der SV Werder Bremen spielt am 18. Spieltag der 2. Liga gegen Hannover 96. So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder-Trainer Ole Werner aussehen!

Update (19. Dezember 2021, 12.30 Uhr): Jetzt sind die Aufstellungen da! Trainer Ole Werner vertraut auf das Team aus der Vorwoche! Die ganze Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zu Werder Bremen gegen Hannover 96!

Weiter zur bisherigen Meldung: Bremen - Das Ziel ist klar formuliert: Im Auswärtsspiel bei Hannover 96 (Sonntag, 13.30 Uhr) möchte der SV Werder Bremen den dritten Sieg in Folge einfahren und damit das Jahr 2021 erfolgreich beenden. Vieles spricht dafür, dass Cheftrainer Ole Werner dabei erneut jener Aufstellung vertraut, die beim 4:0 gegen Aue und beim 3:2 in Regensburg überzeugt hatte.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hannover 96: Corona-Rückkehrer wohl nicht in der Startelf

In seinen ersten beiden Spielen als Werder-Trainer hatte Ole Werner jeweils auf eine 3-5-2-Formation gesetzt. Das dürfte er gegen Hannover 96 kaum ändern. Erstens, weil seine Mannschaft mit dem System gut zurecht kommt, und zweitens, weil es auch gegen die Niedersachsen, die genau wie Aue und Regensburg mit Viererkette verteidigen, Vorteile bieten dürfte.

In Sachen personelle Besetzung drängen sich bei Werder Bremen auch keine Veränderungen auf. Zwar stehen Nicolai Rapp, Niklas Schmidt und Eren Dinkci nach ihren Corona-Infektionen wieder zur Verfügung (und sehr wahrscheinlich auch im Kader). Sie im letzten Spiel des Jahres in eine zuletzt gut funktionierende Startelf einzubauen, scheint aber wenig notwendig, eher unnötig riskant.

Werder Bremen-Aufstellung: Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch gegen Ex-Club Hannover 96 in der Startelf gesetzt

Wahrscheinlicher ist es, dass in Hannover erneut Milos Veljkovic, Ömer Toprak und Marco Friedl die Dreierkette vor Torhüter Jiri Pavlenka bilden. Den Job im defensiven Mittelfeld hatte sich zuletzt Christian Groß gesichert. Nach dessen guter Leistung in Regensburg dürfte Ilia Gruev einmal mehr das Nachsehen haben. Auf den Außenpositionen wirken Anthony Jung (links) und Felix Agu (rechts) beinahe konkurrenzlos, was auch damit zusammenhängt, dass Ole Werner mit dem ungeimpften Mitchell Weiser während der Pandemie nicht verlässlich planen kann.

In der Offensive des SV Werder Bremen sind die erfahrenen Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch (als Doppelspitze) sowie Leonardo Bittencourt (als Achter) auch gegen ihren Ex-Club Hannover gesetzt. Die Rolle neben Bittencourt hatte zuletzt Romano Schmid bekleidet. Gegen Aue agierte der Österreicher auffällig und traf, in Regensburg gelang ihm dann nicht ganz so viel. Trotzdem dürfte er erneut beginnen. (dco) Schon gelesen? So könnt Ihr das Zweitliga-Spiel Werder Bremen gegen Hannover 96 live im TV und im Live-Stream schauen!

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen Hannover 96 aussehen.

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