Josh Sargent lieferte beim 1:1 von Werder Bremen gegen Hannover 96 offensiv eine unglückliche Vorstellung ab.
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Josh Sargent lieferte beim 1:1 von Werder Bremen gegen Hannover 96 offensiv eine unglückliche Vorstellung ab.

Werder-Start in die 2. Bundesliga

Der SV Werder Bremen in Noten gegen Hannover 96: Stürmer Sargent und Füllkrug viel zu harmlos

Der SV Werder Bremen ist mit einem 1:1-Unentschieden gegen Hannover 96 in die 2. Liga gestolpert. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Michael Zetterer: Feierte nach sechseinhalb Jahren im Verein sein Pflichtspiel-Debüt für die Werder-Profis. Strahlte mit dem Ball am Fuß große Ruhe aus – und holte sich nach einem riskanten Dribbling sogar Szenenapplaus ab. Beim 1:1 ohne Chance. In der Schlussphase mit wichtigen Paraden. Note 3

Manuel Mbom: Als rechter Verteidiger gewohnt kompromisslos unterwegs. Ging hin und wieder etwas zu ungestüm zu Werke und verursachte Freistöße für den Gegner. Kämpferisch insgesamt stark, spielerisch aber mit reichlich Luft nach oben. Note 3,5

Lars Lukas Mai: Die Leihgabe des FC Bayern München spielte in der Innenverteidigung lange einen soliden Part. Mit klaren Aktionen und gutem Kopfballspiel. Überließ den Spielaufbau weitestgehend Nebenmann Toprak. Sah vor dem 1:1 dann aber unglücklich aus. Note 3,5

Ömer Toprak: Der neue Kapitän sprach viel mit seinen Mitspielern und dirigierte sie immer wieder in die richtigen Räume. Strahlte Ruhe aus und versuchte zu Beginn mit langen Bällen die Flügelstürmer in Szene zu setzen. Das gelang nicht immer. Ganz wichtig dann Einsatz vor dem Eigentor zum 1:0 und seine Rettungstat in der Schlussphase. Note 2

Anthony Jung: Der Neuzugang von Bröndby Kopenhagen stand etwas überraschend als Linksverteidiger in der Anfangsformation. Hatte bei seinem Debüt durchaus Probleme, was an einigen Fehlpässen zu erkennen war. Im Spiel nach vorne sehr zurückhaltend. Note 4

Werder Bremen-Noten gegen Hannover 96: Niklas Schmidt gefällt als Tor-Vorbereiter, Stürmer ohne Gefahr

Maximilian Eggestein: Eroberte im defensiven Mittelfeld viele Bälle, was seiner Mannschaft Sicherheit gab. In der Offensive gingen von ihm allerdings nur wenig Impulse aus. Machte eine gute Kontersituation kurz vor der Pause durch ein ungenaues Zuspiel zunichte. Note 4

Niklas Schmidt (bis 89.): Nach der Rückkehr aus Osnabrück fast schon aussortiert, dann mit starker Vorbereitung – und beim Saisonauftakt plötzlich in der Startelf. Lief allein vor der Pause 5,9 Kilometer, kein Bremer brachte es auf mehr. Gefiel mit einigen schönen Pässen – und gefährlichen Standards. Bereitete per Eckball das 1:0 vor. Note 2,5

Yuya Osako (bis 82.): Vor der Pause der gefährlichste Bremer, denn nur er schoss überhaupt aufs Tor – allerdings nicht genau genug. Forderte im Mittelfeld viele Bälle. Hin und wieder mit Problemen, sich gegen robuste Hannoveraner durchzusetzen. Note 3,5

Josh Sargent: Arbeitete auf dem rechten Flügel diszipliniert nach hinten mit und verdiente sich dadurch Fleißpunkte. In der Offensive hingegen mit unglücklicher Vorstellung. Blieb ohne nennenswerten Abschluss. Note 4,5

Niclas Füllkrug (bis 82.): Als zentraler Stürmer darum bemüht, die Bälle festzumachen. Strahlte insgesamt aber viel zu wenig Gefahr aus und verzeichnete nicht eine gefährliche Aktion im Strafraum. Note 4,5

Werder Bremen-Noten gegen Hannover 96: Felix Agu taucht immer mehr ab

Felix Agu (bis 74.): Begann überraschend auf dem linken Flügel und dort mit reichlich Schwung. Zwar glückten ihm nicht alle Aktionen, aber er sorgte für Unruhe. Tauchte in der zweiten Hälfte dann mehr und mehr ab – und war beim 1:1 nicht auf der Höhe. Note 4

Romano Schmid (ab 74.): Übernahm Agus Rolle auf dem linken Flügel, konnte dort aber keine Akzente mehr setzen. Note -

Nick Woltemade (ab 82.): Konnte in den letzten Minuten nichts mehr ausrichten. Note -

Johannes Eggestein (ab 82.): Auch ihm glückte der Lucky Punch nicht mehr. Note -

Christian Groß (ab 89.): Sollte helfen, das 1:1 zu verteidigen. Note -

Zweitliga-Auftakt mit Stotterstart von Werder Bremen - die Stimmen zum 1:1 gegen Hannover 96.

Zur letzten Meldung vom 23. Juli 2021:

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen Hannover 96: Niclas Füllkrug und Josh Sargent gemeinsam in der Startelf

Update (24. Juli, 19.30 Uhr): Jetzt sind die Aufstellungen da! Niclas Füllkrug und Josh Sargent starten gemeinsam, auch Niklas Schmidt und Anthony Jung sind dabei. Die ganze Startelf und alle Infos gibt es im Live-Ticker zum Spiel Werder Bremen gegen Hannover 96.

Bremen - Der SV Werder Bremen startet am Samstag gegen Hannover 96 in die neue Saison in der 2. Liga. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Markus Anfang aussehen.

Wenn Werder Bremen am Samstagabend gegen Hannover 96 in die Zweitliga-Saison startet, ist das Spielsystem, mit dem die Mannschaft auflaufen wird, keine große Überraschung mehr - schließlich hat sich Cheftrainer Markus Anfang direkt zu Beginn der Vorbereitung auf „sein“ 4-3-3 festgelegt. Viel interessanter ist vor der Partie also die Frage: Mit welchen elf Spielern wird er es beim Saison-Auftakt ausfüllen? So könnte die Startelf-Aufstellung aussehen.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hannover 96: Überraschung im Tor, Viererkette in der Abwehr der Startelf

Im Tor, so viel ist seit der Pressekonferenz am Freitag klar, wird Michael Zetterer sein Pflichtspiel-Debüt für die Profis des SV Werder Bremen geben. Im Duell um den Job als erster Stellvertreter des verletzten Stammkeepers Jiri Pavlenka hat sich der 26-Jährige knapp gegen Stefanos Kapino durchgesetzt, was durchaus eine Überraschung ist. Für deutlich weniger Aufsehen dürfte da die Besetzung der Bremer Viererkette sorgen, denn nahezu alles spricht dafür, dass Anfang wieder auf seine favorisierte Formation aus der Vorbereitung setzt. Heißt: Manuel Mbom (rechts) und Felix Agu (links) verteidigen in der Startelf-Aufstellung auf den Außenpositionen, Ömer Toprak und Neuzugang Lars Lukas Mai bilden das Innenverteidiger-Duo.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Hannover 96: Niclas Füllkrug und Josh Sargent in der Startelf?

Im Dreier-Mittelfeld sind Maximilian Eggestein und Yuya Osako gesetzt, dazu darf sich Niklas Schmidt nach einer starken Vorbereitung (inklusive Sonderlob des Trainers) berechtigte Hoffnungen auf einen Startelf-Einsatz für Werder Bremen gegen Hannover 96 machen. Auch Kevin Möhwald wäre für die Aufstellung eine Alternative, hat momentan aber wohl nur Außenseiterchancen.

Auf den Flügelpositionen im Angriff, Werders Großbaustelle des Sommers, ist Anfang so oder so zum Improvisieren gezwungen, was nach der Knieverletzung von Leonardo Bittencourt freilich nicht besser geworden ist. „Wir haben schon unsere Idee“, sagt der Trainer des SV Werder Bremen, der sich sicher ist „gute Lösungen zu finden“. Eine könnte so aussehen, dass Josh Sargent auf die Außenbahn rückt, wodurch im Zentrum Platz für Niclas Füllkrug wäre. Anfang schloss es jedenfalls nicht aus, dass beide Spieler gemeinsam in der Startelf stehen könnten. Für die Rolle auf dem anderen Flügel bietet sich in der Aufstellung gegen Hannover 96 vor allem Romano Schmid an. (dco)

So könnte die Startelf-Aufstellung von Werder Bremen gegen Hannover 96 aussehen.

Zur ersten Meldung vom 19. Juli 2021:

Markus Anfangs Aufstellung: Wer beim SV Werder Bremen gegen Hannover 96 in der Startelf steht

Bremen – Als er in Rotterdam in den Mannschaftsbus steigt – hinter sich die letzten beiden Testspiele der Saisonvorbereitung des SV Werder Bremen, vor sich die 400 Kilometer Heimfahrt bis nach Bremen –, ist Markus Anfang immer noch nicht wirklich schlauer.

Normalerweise sollte nach einem Monat Vorbereitung und wenige Tage vor dem Saisonauftakt das Team für das erste Spiel stehen, und vermutlich wird es das auch. Aber nur im Kopf des Werder-Trainers und das auch nur als Wunschvorstellung. Denn: Quasi in jedem Moment kann Markus Anfang die Nachricht erreichen, dass Spieler X verkauft ist und damit von der Liste und aus den Gedanken des Trainers gestrichen werden muss. Es ist ein hinlänglich bekanntes Problem bei Werder Bremen und der Hauptgrund, weshalb Anfang nicht in wahrscheinliche Startelf-Spieler und weniger wahrscheinliche kategorisiert. „Sagen Sie mir, wer am Wochenende zur Verfügung steht, dann sage ich Ihnen, wer spielt“, meint er. Allerdings hat sich natürlich abgezeichnet, wer im 4-3-3 die Nase vorn und deshalb beste Chancen hat, am Samstag gegen Hannover 96 in der Startelf zu stehen.

Werder Bremen - Aufstellung: Tor

Anfang steht vor einer kniffligen Situation. Aktuell nötige Entscheidungen will er eigentlich immer auch mit Blick in die Zukunft fällen. Heißt: Wenn in Jiri Pavlenka – wie derzeit der Fall – die Nummer eins nicht zur Verfügung steht, sollte der Torhüter nachrücken, der auch langfristig der Vertreter sein wird. Was für einen Einsatz von Michael Zetterer am Samstag spricht. Der 26-Jährige wird schließlich auch dann bleiben, wenn Pavlenka seinen Verbleib inklusive Vertragsverlängerung verkünden sollte. Stefanos Kapino würde Werder Bremen hingegen dann verlassen. Und doch: Der Grieche spielte zuletzt in Rotterdam mit der vermeintlich stärkeren Elf und zeigte dabei auch eine gute Leistung. Was allerdings auch für Zetterer im anderen Spiel galt. Im Grunde ist es eine 50:50-Situation – mit leichter Tendenz zu Kapino, der die 2. Liga schon aus der vergangenen Saison kennt, als er auf Leihbasis eine Halbserie für den SV Sandhausen spielte.

Werder Bremen - Aufstellung: Abwehr

Ungewöhnliche Ausgangslage auch hier. In Spiel eins in Rotterdam bestand die Innenverteidigung aus zwei Linksfüßen – Anthony Jung und Marco Friedl. Spiel zwei bestritten dann Lars Lukas Mai und Ömer Toprak – zwei Rechtsfüße. Ideal wäre eine Mischung, doch die war bis dato nicht möglich, weil Jung etliche Tage mit einem Infekt verpasste, Friedl nach EM-Urlaub erst spät wieder einstieg. Maximal Jung könnte gegen Hannover 96 ein Thema werden, weil er in Rotterdam trotz Fitnessrückstands über 90 Minuten gehen konnte. „Das hat uns überrascht und gefreut“, sagt Anfang. Vermutlich bleibt es im ersten Spiel aber bei der Rechtsfuß-Connection Mai/Toprak. Ob er Bauchschmerzen hätte, die beiden zusammen aufzustellen? Antwort Anfang: „Nein, wieso sollte ich?“ Milos Veljkovic ist derzeit wegen eines positiven Corona-Tests raus. Die Außenverteidiger stellen sich fast von alleine auf. Manuel Mbom (rechts) und Felix Agu (links) müssen niemanden fürchten. EM-Teilnehmer Ludwig Augustinsson nimmt erst in dieser Woche das Training wieder auf.

Werder Bremen - Aufstellung: Mittelfeld

Die Auswahl ist reichlich, folglich auch schwierig. Aus dem Trio Maximilian Eggestein, Kevin Möhwald und Christian Groß wird der „Sechser“ ausgewählt. Ilia Gruev ist nur Außenseiter, Neuzugang Nicolai Rapp wäre das Gegenteil, wenn er nicht zuletzt verletzt gefehlt hätte. Der Favorit ist wohl Eggestein. Auf den beiden Positionen davor ist Yuya Osako Anwärter Nummer eins. Für den Platz an seiner Seite bewerben sich Romano Schmid und Niklas Schmidt – letzterer hat sich in der Vorbereitung vom schon Abgeschriebenen zum Herausforderer gemausert. Wo Kevin Möhwald steht, ist schwer zu sagen. Beste Karten scheint er bei Anfang nicht zu haben. Bei der Generalprobe in Rotterdam durfte der 28-Jährige nicht gemeinsam mit Eggestein und Osako spielen, sondern musste in der ersten Partie ran. Anfang will das zwar nicht als Fingerzeig interpretiert wissen, aber ganz ohne Bedeutung ist es eben auch nicht.

Werder Bremen - Aufstellung: Angriff

In der Mitte? Josh Sargent. Darauf deutet viel hin. Obwohl er ein potenzieller Verkaufskandidat ist, ist er aktuell gegenüber Niclas Füllkrug im Vorteil. „Es kann nur nach dem Leistungsprinzip gehen“, erklärt Anfang im „kicker“ seine Entscheidungsfindung. Auch wenn ihm „ein Spieler nur noch für ein Wochenende zur Verfügung steht, werden wir dieses Wochenende mit ihm planen“. Und in den letzten Testspielen sah alles nach einem Plan mit Sargent in der ersten Elf aus.

Johannes Eggestein ist grundsätzlich auch einer für die Mittelstürmerposition, wird in dieser Rolle bei Werder Bremen aber nicht hochgeschätzt. Er soll abgegeben werden, wird zum Saisonstart aber noch gebraucht – als Außenstürmer. Denn dort fehlen gänzlich weitere Optionen. Während „Jojo“ Eggestein gegen Hannover 96 vermutlich links auflaufen wird, könnte Romano Schmid auf der Gegenseite die (Not-)Lösung werden. Gegen Rotterdam durfte er sich in dieser Rolle schon mal ausprobieren. (csa)

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