Marco Friedl spielte bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel immer verunsicherter - Note 4,5.
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Marco Friedl spielte bei der Niederlage des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel immer verunsicherter - Note 4,5.

Werder-Niederlage gegen Kiel

SV Werder Bremen in Noten gegen Holstein Kiel: Marco Friedl von der Rolle, Leo Bittencourt bleibt blass

Der SV Werder Bremen ärgert sich, verliert trotz klarer Führung noch mit 2:3 gegen Holstein Kiel. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Immerhin auf den Keeper war Verlass! Klasse, wie er gegen Wriedt kurz nach der Pause das 2:2 verhinderte. Beim Kieler Anschlusstreffer hatte er zuvor keine Chance, genauso wie später bei den weiteren Treffern der Gäste. Note 2,5

Nicolai Rapp: Startete mit großen Problemen gegen den schnellen Wriedt, dann führte seine feine Hereingabe aber zum Handelfmeter und damit zum 2:0. Danach zunächst defensiv sicherer, beim 2:2 aber zum passiv und beim 2:3 viel zu schläfrig. Note 4,5

Marco Friedl: Wegen seines Nasenbeinbruchs weiter mit Maske unterwegs und dabei lange Zeit sehr aufmerksam, bis er kurz nach der Pause Wriedt laufen ließ und damit fast das 2:2 verursacht hätte. Wirkte danach verunsichert und agierte auch beim 2:3 unglücklich. Note 4,5

Anthony Jung: Wollte gegen Wriedt noch retten, was kaum noch zu retten war und bugsierte den Ball dann selbst zum 2:2 ins Netz. Vor seinem Eigentor eigentlich sehr solide unterwegs, danach dann etwas von der Rolle. Note 4

Lies dazu: „Wenn wir so spielen, steigen wir natürlich nicht auf!“ - die Stimmen zur Werder-Niederlage gegen Holstein Kiel!

Werder Bremen-Noten gegen Holstein Kiel: Mitchell Weiser vorne gut, hinten schlecht

Mitchell Weiser: Vorne hui, hinten pfui! Sein toller Hackentrick war die Vorarbeit zum frühen 1:0 von Füllkrug. Machte auf der rechten Seite ordentlich Dampf, vergaß dabei allerdings mehrfach seine Defensivaufgaben. Wie auch vor dem 2:2, als er van den Bergh einfach laufen ließ. Zuvor hatte er Agu das 3:1 serviert, das dieser aber verpasste. Auch vor dem 2:3 nicht konsequent genug in der Abwehr. Note 4

Ilia Gruev (bis 86.): Hatte als alleiniger Sechser oft Probleme, den Raum vor der Dreierkette zu verteidigen, was nicht allein an ihm lag. Wenn er mal in die Zweikämpfe kam, agierte er durchaus kompromisslos. Auch sein Aufbauspiel war phasenweise mutig, genauso wie sein Solo, als er fast das 2:0 erzwungen hätte. Doch ihm fehlte vor allem die Konstanz in seinem Spiel. Note 4

Felix Agu (bis 86.): Begann auf der linken Seite sehr auffällig, leitete mit einer cleveren Hereingabe das 1:0 ein. Muss kurz nach der Pause das 3:1 machen, war da nicht zielstrebig genug. Note 3,5

Romano Schmid (bis 72.): Wie immer viel unterwegs und bemüht, seine Kollegen in Szene zu setzen. Doch wirklich viel kam beim Österreicher dabei diesmal nicht rum. Note 4

Leonardo Bittencourt: In seinem 75. Ligaspiel für Werder vor der Pause eher unauffällig. Dann holte er den Hammer raus, scheiterte aber an Holstein-Keeper Dähne. Es war aber nur ein kurzes Aufflackern, der Kapitän tauchte wieder ab. Note 4,5

Werder Bremen-Noten gegen Holstein Kiel: Niclas Füllkrug trifft vorne und hinten

Marvin Ducksch: Kam nicht so richtig in die Partie, erzielte aber trotzdem seinen 20. Saisontreffer, weil ihm Sturmpartner Füllkrug den Handelfmeter zum 2:0 überließ. Nach der Pause wesentlich besser mit einem guten Freistoß, guter Hereingabe auf Füllkrug und einem gefährlichen Kopfball. Als die Partie kippte, kam aber nicht mehr viel von ihm. Note 4

Niclas Füllkrug: Was für eine erste Halbzeit des Torjägers! Traf ganz früh zum 1:0, sein Kopfball brachte den Elfmeter zum 2:0. Doch kurz vor der Pause fälschte er einen eher harmlosen Ball im eigenen Strafraum unglücklich zum Kieler Anschlusstreffer ab - ein Eigentor. Danach extrem engagiert, besorgte fast das 3:1. In der 69. Minute mussten dann neue Schuhe her. Mit dem Kopf verpasste er die Riesenchance zum 3:2. Note 3,5

Niklas Schmidt (ab 72.): Kam für Schmid und bediente Füllkrug fast perfekt zum möglichen 3:2, doch der köpfte daneben. Note -

Nick Woltemade (ab 86.): Konnte die Niederlage auch nicht mehr verhindern. Note -

Eren Dinkci (ab 86.): Sein später Einsatz brachte auch nichts mehr. Note -

Zum Aufstellungs-Text:

Werder Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: So sieht die Bremer Startelf aus

Der SV Werder Bremen empfängt am 32. Spieltag (Freitag, 18.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) Holstein Kiel im Wohninvest Weserstadion. So könnte die Startelf-Aufstellung von Trainer Ole Werner aussehen!

Update (29. April, 12.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da - es gibt keine Veränderungen im Vergleich zum Sieg gegen Schalke 04! Die ganze Startelf gibt es im Live-Ticker zum Spiel Werder Bremen gegen Holstein Kiel!

Bremen – Was so ein 4:1-Sieg im Spitzenspiel gegen den FC Schalke alles bewirken kann! Obwohl sich die Personalsorgen des SV Werder Bremen nicht verbessert haben, sind sie vor dem Heimspiel am Freitagabend (18.30 Uhr, DeichStube-Liveticker) gegen Holstein Kiel eigentlich kein Thema mehr. Frei nach dem Motto: Es geht auch ohne Ömer Toprak, Milos Veljkovic und Christian Groß in der Startelf. Dabei sei allerdings an folgende Worte von Trainer Ole Werner vor dem Schalke-Spiel erinnert: „Auf Strecke wirken sich solche Ausfälle aus, für ein Spiel nicht.“

Werder Bremen-Aufstellung gegen Holstein Kiel: Leonardo Bittencourt wohl erneut in der Startelf!

Die Sieger von Schalke müssen also beweisen, dass sie in dieser Aufstellung erneut groß aufspielen können. Werner wird ihnen dabei vertrauen, die Startelf des SV Werder Bremen dürfte sich gegen Holstein Kiel nicht ändern. Im Tor ist ohnehin Jiri Pavlenka gesetzt, die Dreierkette bilden Nicolai Rapp, Marco Friedl und Anthony Jung. Außen haben Mitchell Weiser und Felix Agu absolut überzeugt – genauso wie Ilia Gruev als Sechser-Ersatz. Der junge Bulgare erzielte gegen Schalke sogar seinen ersten Ligatreffer als Profi und wirkte im Abschlusstraining am Donnerstag noch eine Spur selbstbewusster als sonst.

Die einzige Veränderung in der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen drohte im Mittelfeld, weil Leonardo Bittencourt mit Adduktorenproblemen aus Gelsenkirchen zurückgekehrt war. Doch der Ersatzkapitän hat sich rechtzeitig einsatzbereit zurückgemeldet und wird neben Romano Schmid als Achter fungieren. Beide sollen möglichst die Angreifer Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug mit Bällen füttern, damit die „hässlichen Vögel“ weiter abliefern. Bei Ducksch gab es daran am Donnerstag im Training ganz kurz Zweifel, der Torjäger humpelte plötzlich. Doch Trainer Werner gab später mit einem kleinen Augenzwinkern Entwarnung: „Ich vermute, der hatte einen Stein im Schuh . . .“ (kni)

So könnte die Startelf des SV Werder Bremen gegen Holstein Kiel aussehen!

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