Michael Zetterer rettete mit einer ganz starken Parade das Remis des SV Werder Bremen gegen den Karlsruher SC.
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Michael Zetterer rettete mit einer ganz starken Parade das Remis des SV Werder Bremen gegen den Karlsruher SC.

0:0-Remis am vierten Spieltag

Werder Bremen in der Einzelkritik mit Noten gegen den Karlsruher SC: Zetterers Reflex rettet das Remis

Der SV Werder Bremen kam gegen den Karlsruher SC trotz Überzahl und deutlicher Steigerung zur Paderborn-Klatsche vergangene Woche, am vierten Spieltag der 2. Fußball-Bundesliga, nicht über ein 0:0-Remis hinaus. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Michael Zetterer: Machte mit einer starken Reaktion gegen Heise die beste KSC-Chance der ersten Halbzeit zunichte. Verhinderte mit einem Reflex bei einem Schuss von Thiede den Knockout (73.). So blieb Zetterer das erste Mal ohne Gegentor. Note 2

Felix Agu: Nicht mehr Linksaußen, sondern rechter Verteidiger – wie schon in Halbzeit zwei gegen Paderborn. Dass er auf der Position besser aufgehoben ist, dokumentierte er mit einer stabilen Leistung. Aber: Als er in der Schlussminute freie Bahn zum Karlsruher Tor hatte, kam nur ein Schüsschen dabei heraus. Note 3,5

Milos Veljkovic: Startelf-Premiere in dieser Saison für den Serben, der in der Innenverteidigung zuverlässig agierte und – gemeinsam mit Friedl - KSC-Torjäger Hofmann erfolgreich bekämpfte. Note 3

Marco Friedl: Positionswechsel auch für ihn. Dass er nicht mehr Linksverteidiger spielen musste, gefiel dem Österreicher. Als Innenverteidiger deutlich sicherer, kein Vergleich zu seiner Vorstellung eine Woche zuvor. Hätte sogar noch zum Matchwinner werden können, köpfte fünf Minuten vor dem Ende jedoch neben das Tor. Note 3

Werder Bremen in Noten: Wenn Werder den Ball hatte, rückte Anthony Jung weit vor

Anthony Jung: Bei Ballbesitz KSC war er der Bremer Linksverteidiger, hatte Werder Bremen den Ball rückte er weit vor und auch weit nach innen, fast ins zentrale Mittelfeld. Brachte sich gut ein, ohne zu glänzen. Note 3,5

Christian Groß: Was für eine Geschichte! Plötzlich ist der Mann, der einst geholt worden war, um die U23 als Kapitän anzuführen, der Spielführer der Profis. Ebenfalls bemerkenswert, dass Coach Anfang ihn und nicht Nicolai Rapp auf die Sechs stellte. Groß agierte abgeklärt, wenn auch ein wenig bieder. Note 3

Nicolai Rapp: Ziemlich sicher hätte er das 1:0 gemacht, wenn Heise ihn nicht gestoßen hätte. Pech für Rapp, dass es keinen Elfmeter gab. Seine auffälligste Aktion: Ein toller Schnittstellen-Pass auf Schmid. Note 3,5

Niklas Schmidt: Ihm ließen die Karlsruher im Mittelfeld erstaunlich viel Platz. Schmidt nutzte das aus, spielte kluge Bälle in die Spitze, initiierte so drei sehr gute Bremer Chancen. Sehr fleißig, sehr aktiv. Note 2,5

Eren Dinkci (bis 76.): Suchte auf der rechten Außenbahn mutig immer wieder das Eins-gegen-eins, konnte sich dabei auch hin und wieder durchsetzen. Je länger das Spiel lief, umso weniger war von ihm zu sehen. Note 4

Romano Schmid: Ein absolut belebender Faktor auf der linken Außenbahn. Tempo, Technik, gutes Auge - Schmid hat fraglos das Rüstzeug, um Abwehrreihen aufzubrechen. Später zog es ihn immer stärker in die Mitte. Sein scheinbar unlösbares Problem bleibt der Torabschluss – wie bei der Großchance nach Rapp-Pass (22.), wie bei dem Schuss in die Wolken (69.). Note 3,5

Niclas Füllkrug sucht bei Werder Bremen weiter verzweifelt nach seiner Abschlussstärke

Niclas Füllkrug: Ein Mann sucht verzweifelt nach seiner Abschlussstärke. Schon bemitleidenswert war es, als Füllkrugs Versuch, von halblinks mit rechts ins lange Eck zu schlenzen, im Seitenaus (!) landete (12.). Aber: Der Mittelstürmer steckte nie auf, arbeitete – und vergab weitere Möglichkeiten. Die beste, als er aus spitzem Winkel nur das Außennetz traf. Note 4,5

Abdenego Nankishi (ab 76.): War noch oft am Ball, probierte viel, nicht alles gelang. Note -

Dejan Galjen (ab 90.): Premiere bei den Werder-Profis – und das auch noch an alter Wirkungsstätte. Den Lucky Punch hatte aber auch der U23-Mittelstürmer nicht im Repertoire. Note -

Die letzte Meldung vom 21. August 2021, 12.30 Uhr:

Werder-Aufstellung gegen den Karlsruher SC: Toprak und Möhwald fallen aus - Neuzugang Mai nur auf der Bank

Karlsruhe - Der SV Werder Bremen spielt am 4. Spieltag in der 2. Liga auswärts gegen den Karlsruher SC. Das ist die Startelf-Aufstellung von Trainer Markus Anfang.

Update vom 21. August 2021, 12:30 Uhr: Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den Karlsruher SC da - wie schon vermutet, sind Ömer Toprak und Kevin Möhwald nicht im Kader.

Update vom 20. August 2021, 21 Uhr: Zunächst hatte es noch Hoffnung gegeben: Ömer Toprak und Kevin Möhwald absolvierten am Freitagmittag mit der Mannschaft das Abschlusstraining des SV Werder Bremen für die Partie beim Karlsruher SC. Nach Informationen der „Bild“ haben der Innenverteidiger und der Mittelfeldspieler dann aber doch nicht die Reise nach Karlsruhe angetreten und fallen somit für das Spiel aus.

Trainer Markus Anfang hatte bereits am Donnerstag sowohl bei Ömer Toprak (Nackenverletzung) als auch bei Möhwald (Sprunggelenkverletzung) deutliche Zweifel an ihrer Spielfitness angemeldet. Wegen des Toprak-Ausfalls wird die Viererkette nun wohl aus den Innenverteidigern Milos Veljkovic und Marco Friedl sowie den Außenverteidigern Manuel Mbom und Anthony Jung bestehen. (han)

Weiter zur ersten Aufstellungs-Meldung:

Die Werder-Aufstellung gegen den Karlsruher SC: Rapp auf der Sechs, Toprak in der Startelf?

Bremen - Werder Bremen kann – Stand Freitagmittag – wieder auf die Einsätze von Ömer Toprak und Kevin Möhwald hoffen. Der Innenverteidiger und der Mittelfeldspieler absolvierten mit der Mannschaft das Abschlusstraining für die Partie beim Karlsruher SC am Samstag (13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker), was als positives Zeichen gewertet werden darf. Eine Garantie, dass beide Spieler tatsächlich zur Verfügung oder gar in der Startelf-Aufstellung stehen, ist es jedoch nicht.#

Trainer Markus Anfang hatte sowohl bei Ömer Toprak als auch bei Kevin Möhwald am Donnerstag noch deutliche Zweifel angemeldet. Möhwald sei nach seiner Sprunggelenkverletzung trotz der Teilnahme an einigen Trainingseinheiten des SV Werder Bremen noch nicht wieder beschwerdefrei, und bei Toprak sei ungewiss, ob er nach seiner vor einer Woche erlittenen Nackenverletzung wieder risikofrei agieren könne – vor allem bei Kopfballduellen, die ob der KSC-Spielweise, mit hohen Bällen auf Stürmer Philipp Hofmann nach vorne zu gelangen, zuhauf zu erwarten sind. Also: Vorsicht mit der Zuversicht für die Werder-Startelf-Aufstellung!

Die Aufstellung von Werder Bremen gegen den Karlsruher SC: Mit Ömer Toprak und Nicolai Rapp in der Startelf?

Eine Startelf-Viererkette ohne Toprak würde wohl aus den Innenverteidigern Milos Veljkovic und Marco Friedl sowie den Außenverteidigern Manuel Mbom und Anthony Jung bestehen. Eine Aufstellungs-Formation, wie es sie zuvor noch nicht gegeben hat bei Werder Bremen. Neuerungen sind im Mittelfeld sogar garantiert. Nach dem Wechsel von Maximilian Eggestein zum SC Freiburg ist die Position des „Sechsers“ vakant. Erster Anwärter: Nicolai Rapp. Er wurde für diese Aufgabe verpflichtet, ist Anfangs Wunschspieler für das defensive Mittelfeld. Dennoch legt sich der Coach nicht öffentlich auf den 24-Jährigen fest, sondern bringt Christian Groß und Manuel Mbom als Alternativen ins Spiel.

Hintergrund: Nicolai Rapp ist noch nicht im Rhythmus, hat erst vor zwei Wochen im Pokal gegen den VfL Osnabrück sein Saisondebüt gefeiert. Gegen den SC Paderborn ging er aber schon über 90 Minuten – noch auf der Halbposition und auch nicht mit voller Qualität. Anfangs Urteil über Rapps aktuellen Leistungsstand fällt deshalb auch verhalten aus. „Er ist auf dem Weg, der Mannschaft helfen zu können“, urteilt der Trainer.

Startelf-Aufstellung von Werder Bremen: So könnte Trainer Markus Anfang gegen den KSC aufstellen

Nach der Pokal-Blamage des SV Werder Bremen in Osnabrück (0:2) und dem Punktspiel-Desaster gegen den SC Paderborn (1:4) hätte Anfang gute Gründe, auf vielen Positionen der Aufstellung gegen den Karlsruher SC das Personal zu wechseln. Aber an einigen Stellen fehlen die sinnstiftenden Alternativen. Niclas Füllkrug dürfte mangels Auswahl bei Mittelstürmern in der Startelf bleiben, immerhin könnte eine Möhwald-Rückkehr zu Gedankenspielen im offensiven Mittelfeld anregen. Doch wie gesagt: Ein Startelf-Einsatz des 28-Jährigen ist keineswegs sicher. (csa)

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den Karlsruher SC aussehen.

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