Au weia, Werder Bremen! Nach der Niederlage in Mainz riecht es ganz stark nach Abstieg für Davy Klaassen, Marco Friedl und Co.
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Au weia, Werder Bremen! Nach der Niederlage in Mainz riecht es ganz stark nach Abstieg für Davy Klaassen, Marco Friedl und Co.

Vor Abstieg in die zweite Liga

So reicht es einfach nicht: SV Werder Bremen in Noten gegen Mainz 05

Mainz - Der SV Werder Bremen hat im Abstiegskampf-Thriller beim 1. FSV Mainz 05 am Samstagnachmittag mit 1:3 verloren. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Bei den Gegentoren jeweils ohne Abwehrchance. Verhinderte mit starker Doppelparade gegen Onisiwo und Mateta das schnelle 0:3 (36.). Im zweiten Durchgang mit wichtiger Fußabwehr gegen Szalai (66.) und Super-Reflex gegen Onisiwo (69.). Note 2

Milos Veljkovic (bis 86.): Begann kompromisslos als rechter Part der Dreierkette, ehe er dann doch zweimal entscheidend zögerte. Konnte Quaison zunächst vor dem 0:1 nicht mehr am Kopfball aus kurzer Distanz hindern und griff Boetius vor dem 0:2 nicht an. Note 5

Christian Groß (bis 45.): Stand erstmals seit dem 0:0 gegen Gladbach wieder in der Startelf und ersetzte den verletzten Vogt als zentralen Mann in der Dreierkette. Ließ sich vor dem 0:2 von Latza viel zu leicht austanzen und war danach merklich verunsichert. Note 4,5

Werder Bremen: Maximilian Eggestein bei allen drei Gegentoren beteiligt

Niklas Moisander: Der Kapitän leistete sich von Werders Innenverteidigern die wenigsten Fehler. Aber auch er konnte seine wackelnden Nebenleuten zunächst nicht die dringend benötigte Sicherheit geben. Zudem mit Ungenauigkeiten im Passspiel. Note 4

Theodor Gebre Selassie (bis 45.): Musste kurz vor der Pause verletzt vom Platz, das linke Sprunggelenk machte offenbar Probleme. Hatte vor dem 0:1 bereits von Mitspieler Sargent einen Tritt ins Gesicht kassiert. Davor offensiv um Akzente bemüht, aber glücklos. Note 4

Maximilian Eggestein: Drei Gegentore – und dreimal hatte er Anteil daran. Ließ Onisiwo den Ball vor dem 0:1 in den Strafraum köpfen und Latza vor dem 0:2 viel zu leicht vorbeiziehen. Auch vor dem 1:3 nicht energisch genug gegen Fernandes (85.). Zwar gewohnt lauf- und dieses Mal auch lautstark. Das allein reichte aber nicht. Note 5,5

Davy Klaassen: Der Niederländer kämpfte wie gewohnt verbissen um jeden Ball – so auch vor dem Bremer 1:2, das er einleitete und Torschütze Osako schließlich auch auflegte. Strahlte selbst allerdings keine Torgefahr aus. Note 3,5

Werder Bremen gegen Mainz 05: In der Offensive überzeugt nur Yuya Osako

Marco Friedl (bis 82.): Erhielt hinten links den Vorzug gegenüber dem wieder genesenen Augustinsson. Hatte Glück, dass sein leichtfertiger Ballverlust ohne Folgen blieb (14.). Kam vor der Pause zu zwei Abschlüssen, machte aber zu wenig draus. Rückte nach Gebre Selassies Auswechslung auf die rechte Abwehrseite. Note 4

Leonardo Bittencourt (bis 45.): Vergab in der Anfangsphase eine gute Chance zur Führung. Später war es dann ein denkbar unnötiges Foul, mit dem er den Freistoß verursachte, der zum 0:1 führte. Seine Eckbälle beschworen zudem keine Gefahr herauf. Note 5

Josh Sargent: Rückte im Vergleich zum Bayern-Spiel überraschend für Milot Rashica in die erste Elf. Anfangs energisch im Pressing und viel unterwegs, wofür er sich fast belohnt hätte, allerdings parierte Müller seinen Schuss (4.). Tauchte danach mehr und mehr ab. Note 4,5

Yuya Osako: War von Trainer Kohfeldt zuletzt reichlich gelobt worden und konnte das in Mainz durchaus bestätigen. War Dreh- und Angelpunkt in Werders Offensive, auch wenn ihm dabei nicht alles gelang. Eiskalt sein Abschluss zum 1:2, das Werder wieder hoffen ließ (58.). Note 2,5

Werder Bremen: Joker Niclas Füllkrug erhöhte Werders Qualität im Angriff

Ludwig Augustinsson (ab 45.): Ersetzte den verletzten Gebre Selassie und sortierte sich auf der linken Abwehrseite ein. Dort zwar ohne größere Fehler, aber auch ohne Akzente im Spiel nach vorne. Note 4

Fin Bartels (ab 46.): Agierte nach seiner Einwechslung im rechten Mittelfeld und hatte Anteil daran, dass Werder offensiv präsenter wurde. Arbeitete zudem beherzt nach hinten mit. Seine Hereingaben beschworen jedoch keine Gefahr herauf. Note 3,5

Niclas Füllkrug (ab 46.): Dritter Einsatz als Teilzeitkraft nach seinem Kreuzbandriss. Hätte fast das 1:2 erzielt, scheiterte aber an Müller (53.). Am 1:2 von Osako dann maßgeblich als Wegbereiter beteiligt. Erhöhte Werders Qualität im Angriff deutlich. Note 3

Claudio Pizarro (ab 82.): Der Altmeister kam wie schon gegen die Bayern als Joker, konnte aber nicht mehr für den Ausgleich sorgen. Note -

Davie Selke (ab 86.): Kam für Veljkovic, hatte aber keine Szene mehr. Note -

Mehr News zum SV Werder Bremen

Werder Bremen vor Abstieg: Florian Kohfeldt trauert vergeben Chancen nach – die Stimmen zur Niederlage gegen Mainz. Abstieg? Werder Bremen ist eigentlich nicht mehr zu retten – ein Kommentar der DeichStube.

Zur letzten Meldung:

Update (20. Juni 2020): Jetzt sind die Aufstellungen da - Christian Groß spielt, Kevin Vogt ist gar nicht im Kader! Die Startelf und alles Weitere gibt‘s im Live-Ticker zum Spiel von Werder Bremen gegen den 1. FSV Mainz 05.

Weiter zur bisherigen Meldung:

Florian Kohfeldt hat es auf den Punkt gebracht: „Es geht um alles!“ Und deswegen wird der Trainer des SV Werder Bremen heilfroh darüber sein, dass er in dem so wichtigen Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 (Samstag, 15.30 Uhr) eine gute Aufstellung zu bieten hat. Das ist die Startelf.

Dennoch dürfte Florian Kohfeldt die Startelf des SV Werder Bremen im Vergleich zum 0:1 gegen Bayern München etwas umbauen.

Das bezieht sich zunächst auf die taktische Ausrichtung. Anders als noch gegen den haushohen Favoriten aus München, als die Bremer mit einer Fünferkette agierten, dürfte Kohfeldt seine Mannschaft wieder in einem System-Mix aus 4-4-2 und 3-4-3 auf den Platz schicken. Werder Bremen muss gegen Mainz 05 schließlich auf Sieg spielen, der darüberhinaus im besten Falle auch noch hoch ausfällt.

Werder Bremen: Ersetzt der offensivstärkere Ludwig Augustinsson Marco Friedl gegen Mainz 05?

Ludwig Augustinsson, der vor dem Bayern-Spiel kurzfristig verletzt ausgefallen war, steht wieder zur Verfügung und dürfte für Marco Friedl auf die Position des Linksverteidigers rücken - mit offensiverer Ausrichtung. Da ist der Schwede stärker als Friedl. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Kevin Vogt (Adduktorenprobleme). Kohfeldt wird den 28-jährigen Führungsspieler aber nur dann draußen lassen, wenn es wirklich nicht anders geht. Zu sehr ist Werder Bremen auf die Stabilität angewiesen, für die Vogt bei seinem Wechselspiel zwischen Dreierkette und defensivem Mittelfeld sorgen kann. Sollte er ausfallen, stünde Philipp Bargfrede als Alternative bereit.

Im Dreier-Angriff spricht vieles dafür, dass Josh Sargent, der gegen die Bayern erst nach einer Stunde zum Einsatz kam, auf die zentrale Position zurückkehrt. Gegenüber dem völlig verunsichert wirkenden Davie Selke dürfte der US-Amerikaner auch ob seiner großen Laufbereitschaft und Aggressivität im Pressing die Nase vorn haben. Für Milot Rashica spricht die bessere Defensivarbeit gegenüber Leonardo Bittencourt - und die Hoffnung, dass die Rakete endlich mal wieder richtig zündet. Der zuletzt starke Yuya Osako ist gesetzt, wird wahrscheinlich im Sturmzentrum agieren, dabei aber auch mit Rashica und Sargent regelmäßig die Positionen tauschen.

Werder Bremen-Aufstellung: So könnte die Startelf gegen Mainz 05 aussehen.

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