Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Marco Friedl (links) zog früh eine Notbremse und flog mit Rot vom Platz, Mitchell Weiser konnte ebenfalls nicht überzeugen.
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Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Marco Friedl (links) zog früh eine Notbremse und flog mit Rot vom Platz, Mitchell Weiser konnte ebenfalls nicht überzeugen.

Werder in der Einzelkritik

Werder Bremen in Noten: Marco Friedl mit folgenschwerem Fehler, auch Mitchell Weiser enttäuscht in Freiburg

Bremen - Der SV Werder Bremen hat sein Auswärtsspiel beim SC Freiburg verloren. Im Europa Park Stadion setzte es eine 0:2 (0:1)-Niederlage für die Grün-Weißen. Die Werder-Spieler in der Einzelkritik mit Noten.

Jiri Pavlenka: Klasse, wie er das 2:0 von Gregoritsch verhinderte. Auch davor schon sehr aufmerksam und beim 0:1 machtlos. Dass ihn Grifo beim Elfmeter per Lupfer in die Mitte vorführte, hatte er nicht verdient. Note 2

Amos Pieper: Zurück auf seiner rechten Innenverteidiger-Position, dort lange Zeit sehr ordentlich, bis er bei der Grifo-Hereingabe vor dem 0:1 unglücklich über den Ball säbelte. Note 3

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Marco Friedl zeigt schwachen Auftritt und sieht nach Notbremse die Rote Karte

Marco Friedl (bis 14.*): Das darf dem gerade erst nach einer Verletzung zurückgekehrten Kapitän, der den unpässlichen Abwehrchef Veljkovic ersetzte, einfach nicht passieren! Sah schon in der 14. Minute die Rote Karte, weil er sich erst von Gregoritsch narren ließ und ihn dann als letzter Mann übermotiviert festhielt. Note 5

*Normalerweise vergibt die DeichStube nur Noten an Spieler, die mindestens 30 Minuten lang auf dem Platz standen. Da Friedl durch seine Rote Karte in der 14. Minute aber großen Einfluss auf den weiteren Spielverlauf hatte, hat sich die Redaktion dazu entschieden, ihn trotz der kurzen Einsatzzeit zu benoten.

Anthony Jung: Wurde durch die vielen Ausfälle als linker Innenverteidiger gebraucht – und die Umstellung gelang ihm zunächst gar nicht gut. Startete mit ein, zwei Unkonzentriertheiten und hätte vielleicht auch Passgeber Sildilla vor Friedls-Rot-Foul energischer attackieren können. Dann fast mit der Führung, als er nach einer Ecke aber zu überrascht war. Note 4

Mitchell Weiser (bis 66.): Offensiv auf der rechten Seite kaum in Aktion, was aber auch an den angriffslustigen Freiburgern lag. Gerade Grifo brachte Weiser zur Verzweiflung und war von dem Bremer bei der Vorarbeit zum 1:0 nicht zu stoppen. Danach noch weniger, weshalb Weiser von Trainer Weiser vorzeitig erlöst wurde. Note 5

Ilia Gruev: Die Allzweckwaffe! In der Vergangenheit schon Achter, diesmal erst Sechser, dann Abwehrchef, was im Duell mit dem großen Gregoritsch fast schon unfair aussah. Löste einige Szenen clever, leistete sich aber auch Fehler - wie den besonders groben, mit dem er Gregoritsch fast das 2:0 schenkte. Note 3,5

Lee Buchanan (bis 87.): Erstmals in der Bundesliga beim Anpfiff auf dem Platz und dabei etwas nervös. Der Engländer legte seine Zurückhaltung zwar etwas ab, kämpfte, kam dann aber beim 0:1 einen Tick zu spät. Kein großer Fehler, aber schon etwas ärgerlich. Nach vorne ging bei ihm auf der linken Seiten fast gar nichts. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Romano Schmid nur selten mit zündenden Ideen in der Offensive

Romano Schmid (bis 77.): Nicht so verspielt wie in Paderborn, aber nur ganz selten mit zündenden Ideen für die Offensive. Konzentrierte sich in Unterzahl wie die Kollegen vornehmlich aufs Verteidigen. Note 4

Jens Stage (bis 77.): Trotz dürftiger Leistung im Pokal wieder von Beginn an dabei und diesmal wesentlich aggressiver - vor allem, als er nach der Roten Karte von der Acht auf die Sechs rückte. Nach Ballgewinn war die Kugel allerdings zu oft zu schnell wieder weg. Note 3,5

Marvin Ducksch: Nach seiner Suspendierung sichtlich bemüht, aber etwas glücklos im Zusammenspiel mit Füllkrug. Der Stürmer musste nach dem Platzverweis als Achter aushelfen und dabei richtig Meter machen. In Szene konnte er sich und andere nicht mehr setzen. Note 4

Werder Bremen in Noten gegen den SC Freiburg: Niclas Füllkrug machte viele Bälle fest, kam aber nicht zum Abschluss

Niclas Füllkrug: Werders Basketballkorb – fast jeder Ball landete bei ihm. Und er machte den Freiburgern das Leben richtig schwer, weil viele Anspiele nicht nur gut festmachte, sondern auch geschickt verteilte. Dabei mit größtmöglichem körperlichen Einsatz, was ihn zum Buhmann in der Arena werden ließ. Note 3

Felix Agu (ab 66.):  Musste seit dem 1. Spieltag zuschauen und sollte nun die rechte Seite sichern, aber auch beleben. Doch auch er verzweifelte an Grifo, konnte ihn nur per Foul stoppen, was Freiburg den Elfmeter zum 2:0 bescherte. Note -

Eren Dinkci (ab 77.): Sollte das Offensivspiel erwecken, doch da ging in Unterzahl nichts mehr. Note -

Oliver Burke (ab 77.): Der Schotte brachte auch keinen Schwung mehr ins Angriffsspiel. Note -

Fabio Chiarodia (ab 87.): Der 17-Jährige durfte noch etwas Bundesliga-Luft schnuppern. Note -

Schon gelesen? „Das darf uns niemals passieren“ - die Stimmen zu Werder Bremens Niederlage gegen den SC Freiburg!

Weiter mit der letzten Meldung:

Werder Bremen-Aufstellung gegen SC Freiburg: Marvin Ducksch kehrt in die Startelf zurück, Lee Buchanan feiert Debüt

Marvin Ducksch und Lee Buchanan stehen gegen den SC Freiburg in der Startelf - das ist die Aufstellung des SV Werder Bremen für das Bundesliga-Spiel im Breisgau.

Update vom 22. Oktober 2022 (14.25 Uhr): Jetzt ist die Startelf des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg da: Marvin Ducksch kehrt in die erste Elf zurück, Lee Buchanan gibt sein Startelf-Debüt in der Bundesliga! Die gesamte Werder-Aufstellung lest ihr im DeichStube-Liveticker!

Ein Tor geschossen, eines vorbereitet: Nach seiner Einwechslung im DFB-Pokalspiel beim SC Paderborn hat Leonardo Bittencourt eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig er in dieser Saison für den SV Werder Bremen ist. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass Bittencourt im Elfmeterschießen den letztlich entscheidenden Strafstoß vergab. „Leo hat in diesem Jahr schon eine ganze Menge Argumente geliefert, von Beginn an auf dem Platz zu stehen“, sagte Werders Cheftrainer Ole Werner am Freitag. Und ergänzte: „Nach dem Paderborn-Spiel sind die Argumente sicher nicht weniger geworden.“ Bittencourts Chancen, während des Werder-Auswärtsspiels beim SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr im Live-Ticker der DeichStube) erstmals seit Ende August wieder der Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen anzugehören, stehen also mehr als gut. Zumal er nach überstandener Rippenverletzung und auskuriertem Infekt auch körperlich wieder bereit dafür sei, wie Ole Werner erklärte.

Aufstellung von Werder Bremen gegen SC Freiburg: Leonardo Bittencourt und marvin Ducksch zurück in Startelf

Denkbar ist, dass Romano Schmid für den Rückkehrer in der Aufstellung des SV Werder Bremen Platz machen muss und in Freiburg eine Pause erhält. Neben Bittencourt könnte dann Ilia Gruev wieder auf die Achterposition vorrücken, was gegen die favorisierten Freiburger die defensivere Variante wäre - allerdings davon abhängt, ob Christian Groß (war zuletzt krank) wieder für die Sechserposition in der Startelf zur Verfügung steht. Während des nicht-öffentlichen Abschlusstrainings wollte sich Werner am Freitagmittag vom Fitnesszustand des 33-Jährigen überzeugen.
 
Ähnlich verhielt es sich bei den Innenverteidigern Marco Friedl, der das Pokalspiel in Paderborn wegen Adduktorenproblemen verpasst hatte, und Niklas Stark, der während der Partie angeschlagen ausgewechselt werden musste. Bei Friedl stehen die Chancen aber nicht schlecht, dass er in Freiburg wieder in der Startelf-Aufstellung von Werder Bremen steht. „Er hat Fortschritte gemacht“, sagte Werner. Für Stark könnte derweil Amos Pieper wieder den rechten Part in der Dreierkette vor Torhüter Jiri Pavlenka bekleiden. Auf den Halbpositionen sind Mitchell Weiser (rechts) und Anthony Jung (links) in der Aufstellung gesetzt. Das Sturmduo bilden gegen den SC Freiburg wieder Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch, der nach seiner Suspendierung für das Pokalspiel ins Werder-Team zurückkehrt. „Ohne zu viel verraten zu wollen, hat er eine hohe Wahrscheinlichkeit, von Beginn an auf dem Platz zu stehen“, sagte Werner. (dco)

So dürfte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den SC Freiburg aussehen.

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