Werder Bremen zeigte beim Sieg gegen Schalke 04 eine Top-Leistung. Nicht nur Niclas Füllkrug (3.v.r.) und Marvin Ducksch (2.v.r) überragten - Note 1!
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Werder Bremen zeigte beim Sieg gegen Schalke 04 eine Top-Leistung. Nicht nur Niclas Füllkrug (3.v.r.) und Marvin Ducksch (2.v.r) überragten - Note 1!

Werder in der Einzelkritik gegen Schalke 04

Werder Bremen in Noten gegen Schalke 04: Glatte Einsen für Marvin Ducksch und Niclas Füllkrug

Der SV Werder Bremen hat das Spitzenspiel gegen den FC Schalke 04 klar mit 4:1 gewonnen und dabei eine starke Leistung gezeigt. Die Spieler in der Einzelkritik - mit Noten.

Jiri Pavlenka: Bekam im ersten Abschnitt fast nichts zu tun, weil Werder gut verteidigte und die Angreifer der Heimelf oft im Abseits standen. Als seine Vorderleute nach dem 4:0 ein wenig die Zügel schleifen ließen, war er mehr gefordert, parierte noch einmal ganz stark (80.) und musste kurz darauf doch das Gegentor schlucken. Note 2

Nicolai Rapp: Verteidigte rechts in der Dreierkette und ließ sich direkt einmal überlaufen, woraufhin er foulte und früh Gelb sah (6.). Danach etwas stabiler, wenngleich er seinen Gegenspielern noch zu häufig zu viele Freiräume lässt. Nach der Mai-Einwechslung in der Schlussphase zurück auf der Sechs. Note 3

Marco Friedl: In Abwesenheit von Ömer Toprak und Christian Groß neuer Abwehrchef. Hatte per Kopf die Chance zum 2:0 (13.), dann im Glück, dass er nach einem Foul an Terodde nicht seine zehnte Gelbe Karte sah (45.). Organisierte die Abwehr sehr gut und war zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Note 1,5

Werder Bremen-Noten gegen Schalke 04: Mitchell Weiser und Ilia Gruev bärenstark

Anthony Jung: Teilte sich mit Friedl die knifflige Aufgabe, Schalkes Toptorjäger Simon Terodde auszuschalten. Das gelang verständlicherweise nicht immer, aber doch überraschend häufig. Insgesamt ein gelungener Auftritt auf halbwegs ungewohnter Position in der letzten Reihe. Note 2

Mitchell Weiser (bis 85.): Defensiv anfangs mit einigen Schwierigkeiten, dafür offensiv enorm auffällig. Leitete erst mit einem Distanzschuss das Bremer Führungstor ein, flankte vor dem zweiten Treffer herrlich auf Füllkrug. Später dann auch mit einigen erfolgreichen Dribblings und Grätschen. Note 1,5

Ilia Gruev (bis 78.): Als Sechser zurück in der Startelf und sofort im Blickpunkt, als er nach einem Weiser-Schuss blitzschnell schaltete und per Kopf zur Führung abstaubte – sein erster Zweitliga-Treffer. Dieser gab ihm enorme Sicherheit, in der Zentrale war er eine Bank. Letztlich von Krämpfen geplagt. Note 1,5

Felix Agu (bis 85.): Setzte auf der linken Seite immer wieder Akzente und ließ sich auch von einem heftigen Foul von Drexler – der nicht einmal verwarnt wurde – nicht aus der Spur bringen. Eine sehr ordentliche Darbietung. Note 2,5

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Werder Bremen-Noten gegen Schalke 04: Marvin Ducksch trotz Alu-Pech mit Doppelpack

Romano Schmid (bis 61.): Der quirlige Österreicher war durchaus ein Unruheherd, der die Schalker Hintermannschaft beschäftigte. Zwar fehlten die ganz großen Aktionen und er hatte ein paar Mal Pech beim Abschluss, doch seine kleinen Nadelstiche waren an diesem Nachmittag wertvoll. Note 3

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Leonardo Bittencourt: Forderte den Ball, verteilte ihn oft geschickt, ging aber auch dahin, wo es wehtat. Ließ sich als Achter weit zurückfallen, was dem Bremer Spiel an diesem Tag sichtbar guttat. Ein starker Auftritt nach schwächeren Wochen. Note 2

Marvin Ducksch (bis 78.): Wieder im Alu-Pech, als er im ersten Durchgang und nach dem Seitenwechsel jeweils nur den Pfosten traf (28./48.). Kurz vor der Pause fand sein Lupfer obendrein knapp nicht den Weg ins Ziel. Belohnte sich dann aber doch noch für seine starke Leistung, als er binnen weniger Minuten einen Doppelpack schnürte und bis auf den Gästeblock ein ganzes Stadion verstummen ließ. Note 1

Niclas Füllkrug: Arbeitete viel, warf sich voll rein, machte etliche Bälle fest – und hätte mit einem Fehlpass doch fast das Schalker 1:1 eingeleitet (22.). Nur Minuten später dann zur Stelle, als er einen brillanten Spielzug der Gäste zum 2:0 vollendete. Bereitete später noch den ersten Ducksch-Treffer vor, womit endgültig geklärt war, welches Sturmduo an diesem Tag das bessere sein sollte. Note 1

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Werder Bremen-Noten gegen Schalke 04: Eingewechselter Niklas Schmidt zeigt Einsatz

Niklas Schmidt (ab 61.): Gleich mit Flanken auffällig, aber richtig stark war, wie er nach eigenem Ballverlust mustergültig zurücksprintete und seinen Fehler selbst wieder ausbügelte (72.). Note 3

Eren Dinkci (ab 78.): Hatte noch die Chance zum 5:0 (82.). Note -

Lars Lukas Mai (ab 78.): Durfte sich noch etwas gegen Terodde beweisen, der dann aber doch noch traf. Note: -

Oscar Schönfelder (ab 85.): Kurzauftritt zum Mitfeiern. Note: -

Manuel Mbom (ab 85.): Bekam noch ein paar Minuten Einsatzzeit. Note: -

Zum Aufstellungs-Text vom 22. April 2022:

Werder Bremen-Startelf gegen Schalke 04: So sieht die Aufstellung für das Topspiel aus

Bremen - Der SV Werder Bremen hat vor dem Topspiel beim FC Schalke 04 mit großen Abwehr-Sorgen zu kämpfen. Nach den Ausfällen von Milos Veljkovic (Muskelfaserriss), Ömer Toprak (Wade) und Christian Groß (Corona) muss Trainer Ole Werner seine Startelf gehörig umbauen. So könnte die Aufstellung gegen Schalke aussehen.

Update (9. April, 12.30 Uhr): Jetzt ist die Aufstellung des SV Werder Bremen da - Anthony Jung und Nicolai Rapp starten neben Marco Friedl! Die ganze Startelf gibt es im Live-Ticker zum Spiel Werder Bremen gegen den FC Schalke 04!

Weiter zum bisherigen Text: Allzu viel war dieses Mal beim Abschlusstraining des SV Werder Bremen auf den Zuschauertreppen nicht los, doch ein Fan wollte sich die Gelegenheit am Freitagmittag nicht entgehen lassen und hatte noch eine spezielle Botschaft parat. Als die Profis gerade den Platz verließen und zurück in Richtung Stadion stapften, legte der Ein-Mann-Chor los: „Los jetzt, holt euch den Sieg, das ist euer Spiel“, brüllte er in beeindruckender Lautstärke in Richtung Mannschaft. Beinahe erschrocken blickten die Spieler dem Rufenden entgegen, damit hatten sie nun wahrlich nicht gerechnet. Der Einpeitscher hatte also Gehör gefunden – ob seine Schreie aber auch Wirkung zeigen, wird am Samstag zu sehen sein. Dann muss Werder beim Spitzenreiter FC Schalke 04 zum absoluten Topspiel der 2. Liga ran (13.30 Uhr im DeichStube-Liveticker). Und zwar erneut mit einigen Umbauten in der Aufstellung.

Werder Bremen-Aufstellung gegen FC Schalke 04: Startelf mit umgebauter Not-Abwehr

Dass Ömer Toprak dem SV Werder Bremen fehlen würde, war schon länger klar. Auch der Ausfall von Milos Veljkovic stand bereits fest. Doch als die Bremer Kicker gerade ihr Training begannen, teilte der Verein obendrein die Corona-Infektion von Christian Groß und dessen endgültige Nicht-Berücksichtigung mit. Somit ist Marco Friedl das letzte verbliebene Mitglied der Dreierketten-Stammbesetzung, neben ihm muss gegen Schalke 04 in der Startelf improvisiert werden. Es soll schon wesentlich bessere Vorzeichen für ein derart wichtiges Duell im Aufstiegsrennen gegeben haben.

Die wahrscheinlichste Startelf-Lösung gegen den FC Schalke 04 ist eine mit viel Spielrhythmus und wenig Experimentierfreude. Anstatt positionsgetreu etwa den zuletzt schwachen Lars Lukas Mai zu bringen, dürfte Chefcoach Ole Werner in Anthony Jung und Nicolai Rapp zwei seiner Spieler zurückziehen, die auch zuletzt viel auf dem Platz standen. Und wichtiger noch: die trotzdem wissen, wie man in der Innenverteidigung agiert. Auf den Außenbahnen erledigt sich dadurch die Frage, ob Mitchell Weiser oder Felix Agu spielen wird – sie dürften es wie schon gegen St. Pauli wieder beide tun, als Jung wegen einer Gelbsperre fehlte. Bleibt in der Aufstellung des SV Werder Bremen noch der Platz auf der Sechs, der nach dem Groß-Aus und der Rapp-Rochade neu zu vergeben ist. Hier dürfte die Wahl auf Ilia Gruev fallen, der zuletzt wieder deutlich mehr Spielzeit erhalten hat und nun womöglich vor seiner bis dato größten Prüfung steht.

Werder Bremen-Aufstellung gegen Schalke 04: Startelf wohl wieder mit Leonardo Bittencourt

Wie schwierig als Team der Umgang mit derart vielen Umstellungen in der Startelf ist, hat kürzlich das Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 gezeigt. Damals musste Werder Bremen in der Aufstellung ebenfalls defensiv erheblich umbauen und tat sich in der Anfangsphase mächtig schwer. Spielfluss gab es lange nicht, stattdessen stand erst einmal der Sicherheitsgedanke im Vordergrund. Das änderte sich erst, als ein früher Platzverweis gegen die Hessen für eine veränderte Rollenverteilung auf dem Rasen sorgte. Am Ende gewann Werder bekanntlich mit 1:0.

Der goldene Treffer gelang damals Niclas Füllkrug, der im Angriff neben Marvin Ducksch stürmen wird, auch wenn dieser zuletzt ein kleines Tor-Tief erlebte. Dahinter sollen Romano Schmid und Leonardo Bittencourt in der Startelf des SV Werder Bremen kreative Akzente setzen. Letzterem gelang das in der jüngeren Vergangenheit nicht immer ganz so gut, als Alternative stünde Niklas Schmidt parat. Dass Ole Werner in der Aufstellung aber auch noch an diesem Teil der Achse schraubt, ist eher unwahrscheinlich. Denn auf Schalke ist auch Erfahrung gefragt, und die bringt Bittencourt zweifelsfrei mit. Schließlich sind mehr als 62.000 Zuschauer beim Topspiel auf den Rängen dabei. Da dürfte es noch einmal wesentlich lauter zugehen, als während der unüberhörbaren Fan-Einlage beim Abschlusstraining. (mbü) Schon gelesen? Wie die Startelf-Aufstellung von Schalke 04 gegen Werder Bremen aussehen könnte, berichtet RUHR24!

So könnte die Startelf-Aufstellung des SV Werder Bremen gegen den FC Schalke 04 aussehen.

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