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Wissenswertes vor dem Heimspiel von Werder Bremen gegen die TSG Hoffenheim: Hans-Günter notiert es auf seinem Klemm-Brett.

Klemm-Brett vor Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim

Notizen vor dem Hoffenheim-Spiel: Werders Gegner im Formcheck, Statistiken und Neuzugänge

Von wegen Rente: Hans-Günter Klemm, langjähriger Kicker-Redakteur mit Werder-Expertise, hält für die DeichStube Augen und Ohren offen – fällt ihm 'was zum kommenden Gegner der Grün-Weißen auf, notiert er es auf seinem Klemm-Brett. Vor dem 19. Spieltag geht es um die TSG Hoffenheim.

Nach dem erfolgreichen Jahresauftakt mit dem Sieg bei Fortuna Düsseldorf will Abstiegskandidat Werder Bremen gegen die TSG 1899 Hoffenheim den nächsten Schritt aus dem Tabellenkeller machen. Die Grün-Weißen empfangen am Sonntag die Kraichgauer (Anstoß 15.30 Uhr, DeichStuben-Liveticker). Coach Florian Kohfeldt will in der Rückrunde mit seiner Mannschaft wieder zurück zu alter Heimstärke finden. Bislang gelang dem SV Werder Bremen in dieser Saison erst ein Sieg im eigenen Weserstadion.

Statistik: Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim

Positive Zahlen aus Werder-Sicht: Die Bremer haben vier von elf Bundesliga-Heimspielen gewonnen, sechsmal gab es ein Unentschieden, bei einem Sieg für die TSG Hoffenheim. Insgesamt fanden 23 Spiele statt. Zehn Siege für Werder Bremen, neun Unentschieden und nur vier Niederlagen. Auch die beiden Pokalspiele, beide an der Weser ausgetragen, gewann Bremen.

Werde Bremen-Gegner TSG Hoffenheim im Form-Check

Es lief nicht nach Wunsch beim Start in die zweite Saisonhälfte: Hoffenheim verunsichert und von Frankfurt kalt erwischt. 1:2 stand es am Ende nach Toren von Bas Dost und Timothy Chandler, während bei der TSG Konstantinios Stafylidis erfolgreich war. Bei den Gastgebern feierte der Winter-Zugang Munas Dabbur, zunächst auf der Bank, nach der Pause sein Debüt. Weiter nicht einsatzfähig: Robert Skov, der vom Stürmer zum Linksverteidiger umgeschulte Däne. Er laboriert an einer Verletzung an der Wade.

Verfolgt das Spiel zwischen dem SV Werder Bremen und der TSG Hoffenheim im Liveticker der DeichStube.

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim: So lief das Hinspiel

Es war ein gelungenes Heimdebüt für Neu-Trainer Alfred Schreuder, wenngleich dieser lange zittern musste: 3:2 gewann Hoffenheim, weil die Werder-Defensive, wie so häufig in der Hinrunde, bei einem Eckball schlief und somit patzte. Kaderabek traf völlig ungehindert zum Siegtor. 

Es war eine ereignisreiche Begegnung. Werder Bremen verlor früh Ömer Toprak durch eine Verletzung, musste später noch die Ampelkarte von Johannes Eggestein hinnehmen und in Unterzahl agieren. Neuzugang Niklas Füllkrug hatte Bremen in Führung gebracht, später wurde ein zweiter Treffer des Ex-Hannoveraners wegen Handspiels annulliert. Hoffenheim hatte vor allem in der starken zweiten Hälfte für die Wende gesorgt, als Bicakcic und Bebou erfolgreich waren. Zwischenzeitlich war Osako der Ausgleich geglückt. Der nächste Dämpfer für Werder: Zweites Spiel, zweite Niederlage, punktlos nach zwei Runden – wie ein böses Omen.

Werder Bremen gegen TSG Hoffenheim am 28. August 2019: Schiedsrichter Sascha Stegemann schickt Johannes Eggestein mit gelb-rot vom Platz.

Spruch von Hoffenheim-Sportchef Alexander Rosen

„In Zukunft wird nach Frisuren eingestellt, damit ich mir die Sprüche nicht allein anhören muss.“

Sportchef Alexander Rosen über den neuverpflichteten Coach Alexander Schreuder, der ebenfalls eine Glatze trägt.

Aufpassen, Werder Bremen: Andrej Kramaric ist heiß!

Beim Saisonstart hatte er sich schwer verletzt am Knie. Wochenlang fiel Andrej Kramaric aus. Ein herber Verlust für Hoffenheim, dieser Ausfall des kroatischen Nationalspielers, der 2016 aus Leicester in den Kraichgau gekommen ist. Sein Comeback unterstrich dies nachdrücklich: Seit seiner Rückkehr ist der 28-Jährige ein Garant im Angriffsspiel. Bilanz nach der Wiederkehr: Vier Tore in den ersten vier Spielen.

Hoffenheims Bestwerte: Werder Bremen-Neuzugang Kevin Vogt dabei

Zum Ende der Hinrunde hat er seinen Stammplatz verloren, doch der Neu-Bremer Kevin Vogt weist der Statistik nach in zwei Kategorien die Bestwerte auf: 92,4 Prozent Passquote sowie 91 Ballkontakte. Die weiteren Hoffenheimer Spitzenreiter: bester Zweikämpfer Sebastian Rudy (61,8 %) und Christoph Baumgartner mit 12,86 km die längste Laufstrecke.

Werder Bremen-Neuzugang Kevin Vogt und der Klausel-Verzicht

Es sei sein ausdrücklicher Wunsch gewesen, für Werder Bremen gegen Hoffenheim antreten zu dürfen, sagte Kevin Vogt, der Neu-Bremer. Eine entsprechende Klausel, die einen solchen Einsatz verhindert hätte, hätte er nicht akzeptiert. Es lief nach Wunsch für den 28-Jährigen, der bei der TSG ins Abseits geraten war und auch sein Kapitänsamt zur Verfügung gestellt hatte. Das Leihgeschäft klappte. Anders als im Fall Vicenzo Griffo, bei dessen Wechsel zum SC Freiburg ein entsprechendes Verbot vertraglich geregelt worden war.

Ex-Werder-Stürmer Ishak Belfodil sorgte in Hoffenheim für Eklat

Für einen Eklat in der Pause sorgte Ishak Belfodil, der schwere Vorwürfe an den Club richtete und künftig nicht mehr für Hoffenheim spielen will: „Ich sehe keine Basis mehr, ich habe kein Vertrauen mehr.“ Die Abrechnung des früheren Bremers, der 2018 in den Kraichgau wechselte und einen Vertrag bis 2022 unterschrieb: Der Verein habe „leichtfertig seine Karriere aufs Spiel gesetzt.“ 

Was war passiert? Der 27-Jährige hatte sich beim letzten Spiel der vergangenen Saison am Knie verletzt. Die Schwere dieser Verletzung hätten die Clubdoktoren nicht erkannt, so dass er in den ersten fünf Spielen dieser Spielzeit Saison noch eingesetzt worden ist. Es wurde später ein Kreuzbandriss verbunden mit einer Meniskusschädigung diagnostiziert. Belfodil entschied sich für eine Operation – gegen den Willen des Clubs, wie er verlauten ließ. Seiner Version der Krankengeschichte widersprach Manager Alexander Rosen, der eine Fehlbehandlung dementierte: „Alle medizinischen Behandlungsschritte wurden gemäß höchsten medizinischen Standards einvernehmlich und eng abgestimmt mit Ishak angewendet.“

Werder Bremen gegen Hoffenheim: Wer steht bei der TSG im Tor?

Auf die schockierende Nachricht reagierte Hoffenheim sofort: Oliver Baumann musste vor dem Start in die Rückrunde am Meniskus operiert werden und fällt somit wochenlang aus. Manager Alexander Rosen war zum Handeln gezwungen und verpflichtete Michael Esser als Ersatz. Von einer „anspruchsvollen Situation auf der Torhüter-Position“ sprach Rosen, da zudem auch Alexander Stolz, der dritte Mann, mit einer Verletzung am Ellenbogen ausfällt. 

In Esser glaubt der Macher die „ideale Lösung“ gefunden zu haben. Der in Hannover unzufriedene, weil von Ron-Robert Zieler ins zweite Glied verdrängte Schlussmann, kam ablösefrei und erhielt einen Vertrag bis Saisonende. Beim ersten Rückrundenspiel saß Esser auf der Bank. Philipp Pentke erhielt den Vorzug. Der 34-Jährige, im Sommer von Jahn Regensburg gekommen, kam zu seinem Erstliga-Debüt.

Hoffenheim-Rekord-Neuzugang Munas Dabbur im Fokus

Noch im Trainingslager in Marbella stellte sich der Neue vor: Munas Dabbur, der zwölf Millionen teure Israeli, der einen Vertrag bis 2024 erhielt. Beim FC Sevilla hatte er zuletzt gespielt. 140 Kilometer Luftlinie entfernt in Marbella gab er im Camp der Hoffenheimer seine erste Visitenkarte ab. Der Stürmer zu seinen ersten Eindrücken von dem neuen Team: „Die Qualität ist sehr hoch.“ Dabbur trägt die Rückennummer 10, er ist spielfreudig und technisch stark, sorgt für Überraschungsmomente und besitzt einen guten Überblick. 

Trainer Schreuder schätzt an ihm, „dass er auf engem Raum ballsicher ist und viel gestalten kann.“ Der Nationalspieler (21 Länderspiele) war erst vor einem Jahr von RB Salzburg nach Andalusien gewechselt – für die Summe von 17 Millionen Euro. Doch bei Trainer Julen Lopetegui kam er nicht zurecht, so dass er einen Tapetenwechsel anstrebte. Hoffenheim setzte sich gegen die Mitbewerber Bordeaux und Salzburg durch. Der Newcomer, kein klassischer Mittelstürmer, kostete den Verein aus dem Kraichgau eine Rekordsumme – ähnlich wie Mittelfeldspieler Diadie Samassekou, der im Sommer kam. Beide spielten zwei Spielzeiten gemeinsam in Salzburg.

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