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Nicht nur Feingeist: Leonardo Bittencourt (r., hier gegen Axel Witsel) von Werder Bremen kann im Spiel auch mit ordentlich Härte zu Werke gehen.

„Er war brutal wichtig für uns“

Nur einer foult noch mehr als Giftzwerg Bittencourt

Bremen – Eigentlich wurde Leonardo Bittencourt vom SV Werder Bremen geholt, weil er ein richtig feiner Fußballer ist. Doch inzwischen taucht der Deutsch-Brasilianer in einer Statistik ganz weit vorne auf, in der die Top-Plätze eigentlich für die Arbeiter und nicht die Techniker auf dem Platz reserviert sind.

Aber Leonardo Bittencourt ist eben auch ein kleiner Giftzwerg auf dem Rasen – und deshalb überrascht sein zweiter Platz in der Rangliste der Spieler mit den meisten begangenen Fouls pro 90 Minuten nicht wirklich. Am Sonntag gegen Eintracht Frankfurt dürfte der 25-Jährige mit seinem großen Kämpferherz wieder eine ganz besondere Rolle für Werder Bremen spielen.

Verfolgt das Spiel von Werder Bremen gegen Eintracht Frankfurt im Live-Ticker der DeichStube!

„Leo war brutal wichtig für uns“, lobte Werder-Coach Florian Kohfeldt seinen Offensivmann nach dem bemerkenswerten 2:2 vor einer Woche bei Borussia Dortmund. Wohl wissend, dass Bittencourt in der öffentlichen Bewertung „heute nicht so gut wegkommen wird“, wie der Coach glaubte: „Aber Leo hat ganz viele Wege für Milot Rashica zugemacht. Dadurch hat ihm natürlich ein wenig die Kraft für die letzte Aktion nach vorne gefehlt.“

Werder Bremen: Leonardo Bittencourt sorgt mit Milot Rashica für viel Tempo

Es war nicht das erste Mal in seiner noch kurzen Zeit bei Werder Bremen, dass er sich so deutlich sichtbar in den Dienst der Mannschaft gestellt hat. Gegen RB Leipzig half der Angreifer auf dem Höhepunkt der Personalnot als linker Verteidiger aus und machte seine Sache sehr ordentlich. Vorne ist die Leihgabe aus Hoffenheim allerdings wertvoller.

Wie auch die Partie gegen Dortmund zeigte, weil er fast so schnell wie Milot Rashica ist und Werder Bremen damit gefährlicher macht. „Wir haben mit Leo und Milot jetzt zwei Spieler, die Tempowechsel in unser Spiel bringen“, freute sich Kohfeldt und erklärte: „Wir wollen keinen Ballbesitzfußball spielen, wir wollen etwas vorbereiten, um dann ins Tempo zu kommen.“ Dabei spielen Leonardo Bittencourt und Milot Rashica die Hauptrollen.

Leonardo Bittencourt von Werder Bremen auf Platz zwei in Foul-Statistik

Doch es gehört eben auch zu Bittencourts Spiel, dem Gegner mit viel Aggressivität zu begegnen. Beim 2:2 in Dortmund attackierte der Deutsch-Brasilianer immer wieder die gegnerischen Abwehrspieler, ließ nie locker und riskierte dabei auch mal ein Foul. Den Borussen ging das gehörig auf den Geist, solche unangenehmen Spielertypen sind verhasst, aber für ihr eigenes Team enorm wichtig.

Zwölf Fouls in vier Spielen klingt nicht so viel, doch Leonardo Bittencourt hat nur 278 Minuten gespielt. Das macht eine Quote von 3,89 Fouls in 90 Minuten, also pro Spiel. Nur der Leipziger Konrad Laimer liegt in dieser Rangliste mit einem Wert von 3,98 noch davor. Christoph Kramer (Mönchengladbach) belegt mit einer Quote von 3,43 übrigens Rang drei. (kni)

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