Daumen hoch für David Wagner - darüber hinaus gefällt Nuri Sahin, der 2018 von Borussia Dortmund zum SV Werder Bremen gewechselt ist, nicht viel an Schalke 04.
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Daumen hoch für David Wagner - darüber hinaus gefällt Nuri Sahin, der 2018 von Borussia Dortmund zum SV Werder Bremen gewechselt ist, nicht viel an Schalke 04.

Sahin gegen den Erzrivalen

Vor Werder gegen Schalke: Was Ex-BVB-Star Nuri Sahin an Königsblau mag - David Wagner und sonst nichts!

Bremen – Eine Vertragsverlängerung beim SV Werder Bremen? Bitte gerne! Ein Sieg über den FC Schalke am Samstag? Mindestens genauso gerne genommen, weil unheimlich nötig! Eine Rückkehr in die türkische Nationalmannschaft extra für die EM? Nein, das steht bei Nuri Sahin nicht auf der Liste.

Vor dem Spiel gegen Schalke sprach Werder-Profi Nuri Sahin in einer Medienrunde über diese und andere Themen – zum Beispiel über Schalke 04-Trainer David Wagner, einen alten Bekannten aus gemeinsamen Dortmunder Zeiten.

Nuri Sahin: Neuer Vertrag beim SV Werder Bremen?

Trainer Florian Kohfeldt, der im kommenden Spiel gegen den FC Schalke auf einen Sieg brennt, und Sportchef Frank Baumann haben die Sache schon mal angeschoben: Nuri Sahin soll seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag beim SV Werder Bremen verlängern. Und ganz offensichtlich will er das auch: „Ich habe gelesen, was Baumann und Kohfeldt gesagt haben und habe es sehr positiv entgegengenommen. Ich fühle mich sehr wohl bei Werder und gehe davon aus, dass die Gespräche irgendwann geführt werden.“

2018 war er nach Bremen gekommen, weil er bei Borussia Dortmund auf dem Weg aufs Abstellgleis war. In Bremen ist er dagegen Stammspieler. „Zu 99 Prozent ist aufgegangen, was ich mir vorgestellt hatte“, sagt Sahin: „Ich habe hier einen Traditionsverein mit einem tollen Stadion, mit Fans, die das Spiel verstehen und einem Trainer, von dem ich viel lernen kann.“

Nuri Sahins Zukunftspläne

Apropos Trainer, apropos lernen: Nuri Sahin macht bei Werder den ersten Schritt Richtung Trainer-Karriere. Nicht nur dass er sich ständig Notizen über die Methoden seines jeweiligen Coaches macht („Damit habe ich schon als 25-Jähriger angefangen“), er spricht auch mit anderen Spielern über deren ehemalige Trainer. Was er sich aufschreibt, sei zwar „nichts Weltbewegendes“, soll aber später mal helfen. Bei Werder Bremen hospitiert Sahin zudem seit kurzem im Nachwuchsleistungszentrum, schaut U17-Coach Christian Brand bei dessen Arbeit über die Schulter: „Christian ist ein cooler Typ, er hat den Fußballer noch in sich. Ich gehe da hin, um zu lernen.“

Nuri Sahin und seine Beziehung zu Schalke-Coach David Wagner

Sahin als Star bei Borussia Dortmund, David Wagner als Trainer der U23 – man ist sich in dieser Zeit zwangsläufig über den Weg gelaufen. „Dave kenne ich gut, er war damals auch in einem engen Austausch mit Jürgen (Klopp, d. Red.). Wir hatten deswegen natürlich Schnittpunkte. Ich mag Dave, er ist von Grund auf ehrlich.“ Dass der Coach via England den Weg in die Bundesliga und zu Schalke 04 gefunden, „hat mich extrem gefreut. Ich wünsche mir, dass er weiter so erfolgreich ist – außer viermal im Jahr.“ Also nicht gegen Werder Bremen, nicht gegen Dortmund. Nuri Sahin: „Ist doch klar, dass ich nie ein Schalke-Fan sein werde.“

Die schwierige Situation von Werder Bremen

Nur elf Punkte nach elf Spielen, Platz 14 – der Erfolgsfußballer Nuri Sahin steckt mit Werder im Abstiegskampf. Eine neue Erfahrung für ihn? Nicht ganz. Zwar hat er in Dortmund, Madrid und Liverpool „fast immer um Europa oder die Champions League gespielt“, aber einmal war er auch Bundesliga-Schlusslicht. Mit Dortmund, nach 18 Spieltagen.

„Das hat mir schon schlaflose Nächte gemacht“, gesteht Sahin. Und aktuell? „Natürlich nagt die aktuelle Phase an uns allen. Es besteht ein Problem: Wir kriegen einfach zu viele Gegentore nach Standards. Wir müssen sehr kritisch damit umgehen, dürfen aber auch nicht durchdrehen und alles auf den Kopf stellen. Wir verteidigen auch vieles weg. Es ist ja nicht jeder Ball im Tor“, meint der 31-Jährige. Gegen Schalke gilt: „Die müssen gleich spüren: Heute geht nichts!“

Nuri Sahin: Comeback für die Türkei?

Im Sommer steigt die EM, die Türkei hat sich souverän qualifiziert. Nuri Sahin könnte sich nun wieder an die Nationalelf heranpirschen und sich für das Turnier anbieten. Wird er aber nicht machen. Mit dem Werder-Kollegen Niklas Moisander, der mit Finnland die gleiche Situation hat, habe er schon über das Thema gesprochen, so Sahin, dessen Haltung eindeutig ist: „Ich war 13 Jahre Teil der Nationalmannschaft, und ich denke, dass das auch genug war. Ich bin absolut überzeugt, dass der Rückzug die richtige Entscheidung von mir war. Ich hatte eine sehr sehr schöne Zeit bei der Nationalmannschaft, es war mir eine Ehre.“ Eine Aussage zur Diskussion um den Militärgruß türkischer Nationalspieler lehnt der Bremer ab: „Es gibt andere Themen als das.“

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