Voller Fokus aufs Wesentliche: Für Kapitän Ömer Toprak (re.) zählt mit Werder Bremen nur ein Sieg bei Nordrivale Hannover 96.
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Voller Fokus aufs Wesentliche: Für Kapitän Ömer Toprak (re.) zählt mit Werder Bremen nur ein Sieg bei Nordrivale Hannover 96.

Vor Werder gegen Hannover

Werder-Abwehrchef Ömer Toprak und die verschwendete Energie: „Vom Träumen ist noch keiner aufgestiegen“

Bremen – Gut, dass im Medienraum des SV Werder Bremen zwei große Monitore hängen. So konnte Ömer Toprak, als er auf dem Podium zur Medienrunde Platz nahm, einfach im Vorbeigehen einen kurzen Blick auf die Tabelle der 2. Liga werfen. Ansonsten hätte er das vermutlich nicht getan. „Das ist verschwendete Energie“, erklärt der Werder-Kapitän, der nach Abschluss der Hinrunde und vor dem letzten Spiel der Winterpause in Hannover eigentlich gar kein Zwischenfazit ziehen will.

„Es bringt uns nichts, jetzt auf die Tabelle zu schauen. Am Ende wird abgerechnet“, sagt Ömer Toprak, der natürlich genau weiß, dass Werder Bremen nach 17 Spielen nur auf Platz neun steht, mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz aber durchaus noch auf Tuchfühlung zur Spitze ist. Toprak weiß das, er erkennt auch die „turbulente Hinrunde“ an und erklärt, dass die vergangenen „zwei Siege gutgetan“ haben.

Werder Bremen gegen Hannover 96: Ömer Toprak will „die Jungs auf das fokussieren, was wir beeinflussen können“

Aber die Platzierung will er dabei nicht bewerten und beschreibt sie so trocken wie möglich: „Wir stehen da, wo wir sind.“ Der 32-Jährige will lieber machen statt reden – und richtet seine komplette Aufmerksamkeit auf die Partie gegen Hannover 96. „Es ist wichtig, dass wir auf dieses Spiel fokussiert sind. Jetzt dürfen wir die Gedanken nicht an irgendetwas anderes verschwenden.“ Toprak finde es zwar „schön“, wenn andere Spieler offen vom Aufstieg sprechen, er selbst bleibt zurückhaltender: „Vom Reden und Träumen ist noch keiner aufgestiegen.“

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Ömer Toprak folgt dabei seinem eigenen Beispiel. In den chaotischen Wochen zwischen dem Rücktritt von Trainer Markus Anfang und der Verpflichtung von Ole Werner hatte der Kapitän des SV Werder Bremen mit dem Mannschaftsrat das Team eingeschworen, sich nur auf das Sportliche zu konzentrieren. „Ich versuche, die Jungs auf das zu fokussieren, was wichtig ist, was wir beeinflussen können“, sagt Toprak. „Wir haben mit den Jungs viel gesprochen, dass wir zusammenbleiben, dass es nicht auch auf dem Platz turbulent wird.“

Werder Bremen-Kapitän Ömer Toprak verschwendet keinen Gedanken an die Transferperiode oder die Tabelle

Tatsächlich kehrte zuletzt etwas Ruhe ein, unter dem neuen Coach Ole Werner holte Werder aus den ersten zwei Spielen zwei Siege. „Ich hoffe, dass wir da gestärkt herausgekommen sind, dass wir für die Zukunft noch standfester sind und Rückschläge noch besser verkraften können“, sagt Ömer Toprak, der auch von der bevorstehenden Transferperiode und möglichen Abgängen zurzeit nichts wissen will: „Da kann alles passieren, aber auch da gilt: Was ich nicht beeinflussen kann, interessiert mich relativ wenig.“

Eine Garantie für den eigenen Verbleib gibt Toprak daraufhin zwar nicht ab, der Innenverteidiger des SV Werder Bremen will sich aber auch nicht missverstanden wissen: „Ich vergeude keinen Gedanken daran. Ich habe ein Spiel in Hannover, das möchte ich gewinnen, alles andere ist uninteressant.“ Wäre ja verschwendete Energie. (han) Lest auch: Werder Bremen gegen Hannover 96 live im TV und im Live-Stream sehen!

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