Resoluter Abwehrchef: Ömer Toprak (l., gegen Julian Rieckmann) steht „voll im Saft“ und spielt eine gute Saison für Werder Bremen.
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Resoluter Abwehrchef: Ömer Toprak (l., gegen Julian Rieckmann) steht „voll im Saft“ und spielt eine gute Saison für Werder Bremen.

Toprak findet Gefallen am Toreschießen

Werder-Abwehrchef Toprak jagt sich selbst: „Klar spornt mich das an“

Bremen – Natürlich zählt das Toreschießen nicht zu seinen vorrangigen Aufgaben, wenn er für Werder Bremen auf dem Platz steht, aber Gefallen daran gefunden hat Ömer Toprak allemal – schließlich hat der Verteidiger seinen persönlichen Bestwert von zwei Treffern in einer Saison (aufgestellt in der Serie 2017/18 im Trikot von Borussia Dortmund) in dieser Spielzeit bereits erreicht.

„Jetzt jage ich mich selber, natürlich ist der Ansporn da“, schmunzelt der 31-Jährige, der sich vor dem bald beginnenden Saisonendspurt neben diesem individuellen freilich auch ein generelles Ziel gesetzt hat: Mit Werder Bremen will er sich auf gar keinen Fall noch einmal in den Abstiegssumpf ziehen lassen.

Nach den beiden Niederlagen gegen die Bayern (1:3) und den VfL Wolfsburg (0:2) geht es für die Bremer am Ostersonntag mit dem Auswärtsspiel beim Tabellenneunten VfB Stuttgart weiter, der als Aufsteiger eine gute Saison spielt. „Sie haben viele technisch starke und schnelle Spieler, das zeigen sie Woche für Woche“, betont Ömer Toprak, der den VfB nach dessen jüngster 0:4-Pleite in München mit reichlich Wut im Bauch erwartet: „Ich rechne mit dem besten VfB Stuttgart.“ 13 Mal hat Toprak in seiner Laufbahn bisher gegen die Schwaben gespielt – und seine Quote macht durchaus Mut: Neun Mal ging er als Sieger vom Platz.

Werder Bremen: Ömer Toprak unbeeindruckt vom Aufschwung der Abstiegskampf-Konkurrenten

Bis es zum 14. Duell Toprak gegen Stuttgart kommt, liegen allerdings noch einige Trainingstage vor dem Abwehrchef des SV Werder Bremen. Eine Zeit, in der er zusammen mit seinen Kollegen nur auf die eigene Situation schauen möchte. Zwar hat Toprak am vergangenen Sonntag vor dem Fernseher aufmerksam und wenig erfreut verfolgt, dass die Konkurrenten Mainz 05 (2:1 in Hoffenheim) und Hertha BSC (3:0 gegen Leverkusen) je drei Punkte auf Werder wettgemacht haben, beeindruckt zeigt er sich davon aber nicht: „Das Einfachste ist immer, sich auf sich selbst zu konzentrieren. Es ist doch klar, dass die anderen Mannschaften irgendwann punkten. Wenn wir unsere Aufgaben erledigen und Zähler sammeln, dann ist das für uns aber relativ uninteressant.“

In der Hinrunde hatte Werder Bremen aus den Partien gegen Wolfsburg (3:5), Stuttgart (1:2), Leipzig (0:2) und Dortmund (1:2) keinen einzigen Punkt geholt, was das Duell gegen Mainz (1:0) zu einem Druck-Spiel machte. Das soll sich in der Rückrunde auf keinen Fall wiederholen. „Wir wollen uns als Mannschaft weiterentwickeln, und dazu gehört auch, gegen stärkere Mannschaften erfolgreich zu sein“, fordert Ömer Toprak, den gesundheitlich übrigens keine Probleme mehr plagen. „Ich stehe voll im Saft“, versichert der Innenverteidiger, was Werders Defensive nur helfen kann. Und vielleicht ja auch dazu führt, dass Toprak in den kommenden Partien sein ersehntes drittes Saisontor gelingt. (dco)

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