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Endlich wieder topfit: Ömer Toprak will beim SV Werder Bremen in der Rückrunde durchstarten.

Werder-Verteidiger im Fokus

Werder-„Neuzugang“ Ömer Toprak: Reset zur Rückrunde

Bremen - Offiziell hat Werder Bremen im Winter erst einmal auf dem Transfermarkt zugeschlagen. Kevin Vogt ist aus Hoffenheim gekommen. Beim Rückrunden-Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag wird allerdings noch ein zweiter Mann in Werders Innenverteidigung stehen, der dort noch nicht wesentlich öfter gesehen wurde als Vogt: Ömer Toprak.

„Gefühlt ist er wieder ein Neuzugang“, sagt Sportchef Frank Baumann. Nur vier Mal hatte Ömer Toprak in der Hinrunde für Werder Bremen gespielt, zwei Mal davon wurde er verletzt ausgewechselt. Insgesamt verpasste der ehemalige türkische Nationalspieler 13 Partien: Muskelfaserriss, Trainingsrückstand, muskuläre Probleme, Sehnenentzündung – so sah Topraks Verletzungsgeschichte der vergangenen Monate aus.

Der Neuzugang hatte die hohen Erwartungen, die Werder nach seiner Verpflichtung von Borussia Dortmund im Sommer in ihn gesetzt hatte, bisher nicht erfüllen können. Toprak sollte ein Hoffnungsträger sein, ein Stabilisator in der wackligen Abwehr, das fehlende Puzzlestück in der Defensive. Doch Toprak war vor allem eins: weg.

Werder Bremen: Ömer Toprak ist „voll fit“ und fest eingeplant

Die Winterpause sollte jetzt der Reset sein. Toprak kurierte seine Blessuren aus, machte die komplette Vorbereitung auf die Rückrunde mit, zeigte in den Testspielen gute Ansätze, leitete gegen Hannover 96 sogar einen Treffer ein. „Ömer macht einen sehr guten Eindruck im Training“, erklärt Baumann. „Deswegen sind die 90 Minuten für ihn kein Problem, er ist voll fit und einsatzfähig.“ Das heißt: Ob Dreier- oder Viererkette, Toprak ist bei Werder Bremen in jedem System fest eingeplant.

Das Wort Hoffnungsträger wird aktuell zwar eher Vogt zugeschrieben, doch Werder hofft nicht weniger, dass auch Toprak jetzt endlich einschlägt. Und wenn Baumann über den Innenverteidiger spricht, klingt es tatsächlich ein wenig so, als würde er die Qualitäten eines Neuzugangs erklären: „Er hat besondere Fähigkeiten im Spielaufbau, im Spiel gegen den Ball und verfügt auch über gutes Tempo. Deswegen bin ich zu 100 Prozent sicher, dass er am Samstag und in der kompletten Rückrunde ein sehr wichtiger Spieler für uns sein wird.“ Dafür müsste Toprak allerdings endlich fit bleiben. (han)

Zur letzten Meldung vom 7. Januar 2020:

Ömer Toprak: „Ich muss noch aufpassen“

Im Zeitraffer liest sich Ömer Topraks bisherige Karriere bei Werder Bremen so: Zwei Spiele gemacht, Wade kaputt. Sechs Spiele pausiert, zwei Spiele gemacht, Wade kaputt. Sieben Spiele pausiert, Neustart.

Es war eine niederschmetternde Hinrunde für den 30-Jährigen, den der SV Werder Bremen eigentlich als Soforthilfe von Borussia Dortmund ausgeliehen hatte. Das mit dem Sofort hat nicht funktioniert, das mit der Hilfe will Toprak von jetzt an nachholen. Denn im Testspiel gegen den AC Monza hat er am Montagabend sein Comeback nach zwei Monaten Pause gegeben. Und wenn Werder am 18. Januar bei Fortuna Düsseldorf in die Rückrunde startet, ist Toprak als zentraler Mann der Defensive fest eingeplant.

Werder Bremen: Ömer Toprak mit Kritik an medizinischer Betreuung?

Dann fit und konkurrenzfähig zu sein „ist das Ziel“, meint der ehemalige türkische Nationalspieler. Ihm ist aber auch klar, dass er den Spagat zwischen Eile und Sorgfalt finden muss – speziell seine Wade betreffend. „Zweimal an der gleichen Stelle verletzt gewesen zu sein, hat mich sehr enttäuscht“, erklärt Toprak, der mit einer solchen Aussage durchaus Kritik an der medizinischen Betreuung bei Werder Bremen verpackt haben könnte. Doch so sei es nicht gemeint, beteuert er auf Nachfrage.

Wie auch immer: Die Verletzungen sind Vergangenheit, die Rückrunde die Zukunft. Toprak, wegen der langen Pausen quasi ein Neuzugang, bleiben nur noch wenige Tage, um sich an die Mitspieler zu gewöhnen. Vor allem an Niklas Moisander, mit dem er bislang nur 99 Minuten gemeinsam auf dem Platz gestanden hatte. Im Training und gegen Monza habe sich das Zusammenspiel bislang gut angefühlt, sagt Toprak, „Aber es ist ja nicht nur Niklas. Gegen Monza hat auch Basti Langkamp neben mir und Philipp Bargfrede vor mir gespielt. Man muss ein Gefühl für die Mitspieler entwickeln.“ Und immer die Wade im Blick behalten: „Ich muss noch aufpassen.“ Körperlich mache er aber „gute Fortschritte“, sagt Toprak, „ich bin wirklich zufrieden. Der Rest kommt dann von alleine.“

Werder Bremen: Kohfeldt attestiert Toprak eine ordentliche Leistung gegen Monza

Gegen Monza lief freilich längst nicht alles glatt (hier der Spielbericht zum nachlesen). Die ersten 25 Minuten waren von Unsicherheiten in der Defensive gekennzeichnet. Cheftrainer Florian Kohfeldt attestierte Toprak dennoch eine „sehr ordentliche“ Leistung. „Er hat einige Laufduelle gewonnen, hat die Tiefe gesichert und ein, zwei Tacklings gehabt, bei denen man gesehen hat, dass er ein Verteidiger ist und da nicht so viel Panik hat.“ Kleines Manko: „Den Ball muss er noch schneller laufen lassen.“

Die Prognose für Düsseldorf steht aber schon. „Auf jeden Fall traue ich Ömer zu, dass er dann in der Startelf steht.“ Sofern Toprak auch den Test gegen Hannover 96 am Sonntag besteht. 60 Minuten sind als Einsatzzeit vorgesehen, „vielleicht auch länger. Und dann haben wir eine gute Chance aufs Düsseldorf-Spiel“, meint Kohfeldt. (csa)

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