Ömer Toprak musste im Spiel von Werder Bremen gegen RB Leipzig verletzt ausgewechselt werden. Jetzt ist klar: der Abwehrchef fehlt Werder wochenlang.
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Ömer Toprak musste im Spiel von Werder Bremen gegen RB Leipzig verletzt ausgewechselt werden. Jetzt ist klar: der Abwehrchef fehlt Werder wochenlang.

Ernüchternde Toprak-Diagnose

Saisonaus? Werder Bremens Abwehrchef Ömer Toprak fällt wochenlang verletzt aus

Bremen – Ömer Toprak saß auf dem Rasen, fasste sich an die linke Wade und sein Gesichtsausdruck sprach Bände: Der Abwehrchef des SV Werder Bremen konnte kurz vor der Pause gegen Leipzig nicht mehr weitermachen und wird den Grün-Weißen in dieser Saison wahrscheinlich gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Denn einen Tag später ergab eine MRT-Untersuchung, dass sich Ömer Toprak einen Muskelfaserriss zugezogen hat. Der SV Werder Bremen verkündete eine Ausfallzeit von „einigen Wochen“ – inklusive der Hoffnung von Trainer Florian Kohfeldt, dass Toprak in der Endphase der Saison noch einmal zur Verfügung stehen könnte. Doch die Zeit wird knapp, sehr knapp sogar. Im Herbst 2019 hatte Toprak nach einer ähnlichen Verletzung immerhin zwei Monate bis zum Comeback gebraucht. Die aktuelle Saison ist aber schon in sechs Wochen vorbei. Es bleibt nur das Prinzip Hoffnung, dass der in dieser Saison mit Abstand beste Bremer früher wieder fit wird. Doch Zweifel daran sind angebracht, zu oft war der 31-Jährige in der Vergangenheit schon verletzt – und es dauerte meistens länger als gedacht.

Die Diagnose ist da: Saisonaus für Ömer Toprak?

„Das ist extrem bitter für Ömer. Gerade in den vergangenen Monaten hat er unter Beweis gestellt, wie wichtig er als Führungsspieler sein kann“, wird Kohfeldt in einer Vereinsmitteilung zitiert – und natürlich folgen noch Worte, die gerade im Abstiegskampf von Werder Bremen Mut machen sollen: „Wir haben mit Niklas Moisander, Marco Friedl, Milos Veljkovic und Christian Groß jedoch zugleich auch viel Qualität, so dass ich mir sicher bin, dass wir den Ausfall kompensieren werden.“ (tst/kni) Auch interessant: Nur noch Reservist: Leo Bittencourt unzufrieden bei Werder Bremen!

(Kommentar: Kohfeldt muss bei Werder für Sicherheit sorgen)

Letzte Meldung vom 10. April 2021:

Werder Bremen bangt um Ömer Toprak, Entwarnung bei Felix Agu und Marco Friedl

Es war, wenn man so möchte, das negative i-Tüpfelchen einer für Werder Bremen äußerst unerfreulichen ersten Halbzeit: Kurz bevor Schiedsrichter Florian Badstübner während des Heimspiels gegen RB Leipzig (1:4) zur Pause pfiff, hatte Abwehrchef Ömer Toprak den Platz bereits verlassen, hatte sich beim Stand von 0:3 mit Problemen an der linken Wade humpelnd über die eigene Torauslinie geschleppt.

Zur zweiten Hälfte kehrte der 31-Jährge dann nicht mehr zurück – was Schlimmes befürchten lässt. Denn klar ist: Ein erneuter Ausfall Topraks würde Werder Bremen vor dem Saisonendspurt enorm schwächen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt konnte kurz nach dem Spiel noch keine Prognose abgeben. „Bei Ömer müssen wir erst die weiteren Untersuchungen abwarten“, sagte der 38-Jährige während der Pressekonferenz. In der Halbzeit hatte er vom Teamarzt lediglich den kurzen Hinweis bekommen, dass es für Ömer Toprak nicht mehr weitergeht.

Werder Bremen: Ömer Toprak gegen RB Leipzig verletzt ausgewechselt

Bei Felix Agu sieht es da schon etwas besser aus. Auch der 21-Jährige hatte während des Leipzig-Spiels angeschlagen ausgewechselt werden müssen. Nach 68 Minuten war für ihn Schluss. „Ich habe schon kurz mit Felix gesprochen“, berichtete Kohfeldt und erklärte: „Bei ihm sehe ich eine gute Chance, dass er nächste Woche gegen Dortmund wieder spielen kann.“ Was für Werder Bremen enorm wichtig wäre. Schließlich ist Agu schon der Ersatzmann für den ebenfalls verletzten Linksverteidiger Ludwig Augustinsson, der in der kommenden Woche ins Training zurückkehren soll. Auch die Blessur, die sich Marco Friedl gegen Ende des Leipzig-Spiels zugezogen hat, scheint nicht weiter schlimm zu sein. Kohfeldt: „Es war eine unglückliche Situation, aber ich glaube, es ist nichts passiert.“ (dco)

Lesenswert: Werder Bremen-Plan geht schief - Florian Kohfeldt verteidigt seine spezielle Aufstellung!

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