Ömer Toprak im Kopfballduell mit Thomas Müller.
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Ömer Toprak war im Spiel beim FC Bayern München in der Abwehr des SV Werder Bremen weder für Thomas Müller (im Bild) noch für Robert Lewandowski zu überwinden.

Toprak gegen Bayern München bärenstark

Werder Bremen beim VfL Wolfsburg - auf Ömer Toprak wartet der nächste knifflige Job

Bremen – Seit zehn Jahren spielt Robert Lewandowski in der Bundesliga, seit zehn Jahren schießt der Pole dabei Tore am Fließband. Früher hat Clemens Fritz als Gegenspieler auf dem Platz nach Kräften versucht, den Polen daran zu hindern. Seit dem eigenen Karriereende schaut er nur noch zu, wie andere es probieren. Oft erfolglos, wie es Lewandowskis 247 Bundesliga-Tore in 328 Partien beweisen. Am Samstag hatte Fritz aber etwas gesehen, was ihn staunen ließ. „Ich kann mich an kein Spiel erinnern, in dem Robert Lewandowski so untergegangen ist und kaum zu sehen war“, sagte der Leiter Profi-Fußball beim SV Werder Bremen nach dem 1:1 der Bremer bei Lewandowskis FC Bayern und machte damit das, was schon viele andere vor ihm seit dem Wochenende gemacht hatten: Er klopfte Ömer Toprak auf die Schultern.

Zwar ist es nicht allein dessen Verdienst gewesen, dass Tormaschine Lewandowski nicht auf Touren gekommen war, aber Topraks Anteil darf durchaus als groß bezeichnet werden. „Ömer hat uns sehr viel Stabilität gegeben – sowohl in den Luft- als auch in den Bodenzweikämpfen“, lobte Fritz, ehe sein Blick schon wieder auf das nächste Spiel und die nächste große Herausforderung für Ömer Toprak und Co. gelenkt wurde. Am Freitag muss der SV Werder Bremen beim VfL Wolfsburg antreten. Dann heißt die besondere Herausforderung nicht mehr Robert Lewandowski, sondern Wout Weghorst.

Natürlich ist die Kragenweite der beiden Stürmer nicht wirklich gleich. Lewandowskis Marktwert liegt bei 60 Millionen Euro, der von Weghorst bei der Hälfte. In den jeweiligen Teams sind die Rollen aber dieselben. Der eine wie der andere ist der Torschütze vom Dienst. Zwar geizen die in dieser Bundesliga-Saison noch ungeschlagenen Wölfe insgesamt mit Toren, haben in acht Spielen nur neun (und damit eins weniger als Werder Bremen) erzielt, auf Weghorsts Konto gehen aber vier davon. Was seine Bedeutung für die Mannschaft gut beschreibt. Und damit auch die Aufgabe für die Bremer Defensive. Den 1,97 Meter langen Niederländer so aus dem Spiel zu nehmen, wie es mit Lewandowski gelungen ist, muss das Ziel sein.

Werder Bremen: Auf Robert Lewandowski folgt Wout Weghorst - ein Job für Ömer Toprak

Ein Job für Ömer Toprak – aber auch für andere, wie Fritz verdeutlicht. Angesichts von Weghorsts Kopfballstärke und körperlicher Wucht sei „es wichtig, die Flanken von außen zu verhindern und immer nah am Mann zu sein. Wir dürfen ihn nie in Ruhe lassen und müssen ihn immer stören. Wenn wir das so umsetzen, wie wir es in München umgesetzt haben, dann werden wir das ganz gut im Griff haben.“ Im Rückspiel der vergangenen Saison war das nicht geglückt. In Abwesenheit von Toprak köpfte Wout Weghorst acht Minuten vor Schluss den Wolfsburger Siegtreffer zum 1:0 und revanchierte sich damit für die 2:3-Heimpleite in der Hinrunde, bei der er zwar auch getroffen, Werder Bremen aber im zweifachen Torschützen Milot Rashica den an diesem Tag besseren Stürmer gestellt hatte.

Dass Milot Rashica am Freitag wieder an dieses Niveau anknüpft, ist die Bremer Hoffnung. Dass Ömer Toprak wieder zu seiner Form finden würde, ist mittlerweile von der Hoffnung zur Realität geworden. Unter seiner Regie lieferte Werder am Samstag eine Abwehrleistung ab, die Fritz „beeindruckend“ fand. Der in den vergangenen Monaten immer wieder von Verletzungen betroffene Ömer Toprak stand dabei zum zweiten Mal in Folge in der Startelf und ging zum ersten Mal über 90 Minuten. Dies sind Marken, die Hoffnung schüren, dass bei dem 31-Jährigen nach der langen Pechphase nun eine Phase der Kontinuität und Stabilität anschließt. Doch Fritz möchte am liebsten gar nicht über das Thema Verletzungen bei dem erfahrenen Innenverteidiger sprechen, um ja „nichts zu beschreien“, wie er es mit einer Portion Aberglaube ausdrückt. Deshalb belässt er es bei einer Einschätzung wie dieser: „Wir freuen uns, dass Ömer uns in einem guten Fitnesszustand zur Verfügung steht. Ich hoffe, dass er die Leistung vom Wochenende in den nächsten Spielen weiter abruft.“

Clemens Fritz: „Ömer Toprak ist ein unheimlich wichtiger Spieler für Werder Bremen“

Topraks Wert für die Mannschaft besteht dabei nicht nur aus gewonnenen Zweikämpfen und aus dem Strafraum geköpften Flanken, sondern auch aus Erfahrung und Ausstrahlung. Bestes Beispiel Bayern: Viermal schon in seiner Karriere hatte der ehemalige türkische Nationalspieler mit Leverkusen und Dortmund gegen die Münchner gewonnen – und auf dem Platz versprühte er dann ein Selbstverständnis aus, dass kein anderer Bremer, der mit ihm in der Startelf stand, mangels entsprechender Vorerfahrungen haben konnte. Was Ömer Toprak den Kollegen mit Herangehensweise, Leistung und vermutlich auch Worten mitteilte, war dies: Nein, es ist nicht aussichtslos, gegen den FC Bayern zu spielen! Und ja, man kann gegen die Münchener etwas holen! So geschah es dann auch. Unter dem 1:1, dem ersten Teilerfolg des SV Werder Bremen gegen die Bayern nach zuvor 22 Niederlagen in Serie, stand ganz deutlich auch Topraks Unterschrift. Fritz beschreibt den Bonus, den der Defensivmann mitbringt, so: „Er ist ein unheimlich wichtiger Spieler für uns. Nicht nur auf dem Platz, sondern auch innerhalb der Kabine. Wir sind total zufrieden, er setzt das super um.“

Am Freitag muss Ömer Toprak die Mannschaft nicht allein an ihre Chance glauben lassen, denn alle Bremer wissen, dass in Wolfsburg etwas drin ist für sie. Besagter 3:2-Sieg vor fast genau einem Jahr war damals in einer schweren Bremer Zeit ein Hoffnungsschimmer, der aber schnell wieder verblasste. Bis Weihnachten folgten nur noch Enttäuschungen – vier Spiele, vier Pleiten. Damit das Gleiche später nicht auch über das 1:1 in München gesagt wird, sollte Werder Bremen in der VW-Arena nachlegen. Mit Topraks Hilfe. (csa) Auch interessant: So seht Ihr das Bundesliga-Spiel von Werder Bremen gegen den VfL Wolfsburg live im TV und Live-Stream.

Zur letzten Meldung vom 16. November 2020:

Aufatmen bei Werder Bremen! Ömer Toprak doch nicht verletzt - sondern sofort wieder fit

Das ist mal eine gute Nachricht für Ömer Toprak und Werder Bremen: Der Innenverteidiger hat sich im Testspiel gegen den FC St. Pauli doch nicht schwerer verletzt.

Alles hatte auf eine Oberschenkelverletzung hingedeutet, nach einem Laufduell schien Ömer Toprak der Muskel Probleme zu bereiten. Doch jetzt kann Werder Bremen Entwarnung geben: „Die Schmerzen beim Testspiel strahlten vom Rücken aus“, teilte der Club am Samstag auf Twitter mit. „Die Blockade wurde gelöst, und er steht für die nächste Trainingseinheit zur Verfügung.“

Nachrichten, die Werder-Trainer Florian Kohfeldt gerne hören wird. Denn in Milos Veljkovic (Adduktorenprobeme) droht bereits der andere rechte Innenverteidiger vor dem so schwierigen Auswärtsspiel beim FC Bayern München am kommenden Samstag auszufallen. Außerdem hatte sich Pechvogel Ömer Toprak gerade erst an die Startelf herangearbeitet und gegen den 1. FC Köln am vergangenen Spieltag eine überzeugende Leistung abgeliefert. (han)

Zur ersten Meldung vom 13. November 2020:

Werder Bremen: Schon wieder Ömer Toprak! Verteidiger im Test verletzt ausgewechselt

Bremen - Nimmt die Pechsträhne von Ömer Toprak denn nie ein Ende? Die vergangene Saison hat der Innenverteidiger des SV Werder Bremen fast komplett verpasst, in der neuen Spielzeit lief es noch nicht rund, und jetzt, als seine Fitness- und Formkurve endlich nach oben zeigte, hat er sich schon wieder verletzt.

Im Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Pauli (2:4) am Freitag musste Ömer Toprak schon nach 35 Minuten ausgewechselt werden. Bei einem Laufduell hatte er sich ohne Einwirkung des Gegners verletzt, wurde unmittelbar danach am hinteren rechten Oberschenkel behandelt und in die Kabine begleitet. Nachwuchsmann Maik Nawrocki kam für ihn in die Partie.

Werder Bremen: Ömer Toprak verletzt sich im Testspiel am Oberschenkel

„Die Muskulatur im Oberschenkel hat zugemacht“, sagte Frank Baumann, Sportchef des SV Werder Bremen, bei „Sky“. „Wir hoffen, dass er nicht länger ausfällt. Wir müssen die nächsten Tage abwarten.“ Und Trainer Florian Kohfeldt sagte: „Ich will es nicht dramatisieren, aber ich kann auch noch keine Entwarnung geben.“ Für Werder wäre die Verletzung extrem bitter. Nicht nur weil es erneut Toprak erwischt, sondern auch, weil in Milos Veljkovic Topraks direkter Konkurrent für die Position als rechter Innenverteidiger aktuell mit Adduktorenproblemen pausieren muss.

Eigentlich hatte Ömer Toprak jetzt bei Werder Bremen wieder durchstarten wollen. Bei seinem Startelf-Debüt in dieser Saison gegen den 1. FC Köln zeigte er eine überzeugende Leistung. „Bei 100 Prozent bin ich natürlich noch nicht. Man hat es ja im Spiel gesehen, dass ich noch nicht die Fitness für 90 Minuten habe“, sagte der ehemalige türkische Nationalspieler danach. Deswegen sollte er jetzt im Werder-Testspiel gegen den FC St. Pauli weitere Spielpraxis sammeln. „Für mich ist das Spiel sehr wichtig, mir hilft gerade jede Minute.“ Nun droht Werder Bremen ausgerechnet vor dem Bundesliga-Spiel in gut einer Woche gegen die Super-Offensive des FC Bayern München (Samstag. 21. November, 15.30 Uhr) ein dickes Defensiv-Problem. (han)

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