Innenverteidiger macht wichtige Schritte

Topraks Traum: Über Werder zurück ins türkische Nationalteam

Bremen – Erst gegen Russland, dann gegen Ungarn – der türkischen Nationalmannschaft stehen in den kommenden Tagen zwei wichtige Spiele in der Nations League bevor. Will das Team von Trainer Senol Günes seine geringe Chance auf den Gruppensieg wahren, müssen schon zwei Siege her – was natürlich auch Ömer Toprak vom SV Werder Bremen weiß.

Der Innenverteidiger hat in seiner Laufbahn selbst 27 Mal für sein Heimatland gespielt, ist seit Ende 2017 aber nur noch Zuschauer, wenn die „Ay-Yildizlilar“ aufläuft. Ginge es nach dem 31-Jährigen, darf sich daran in Zukunft gerne etwas ändern. Er hat richtig Lust auf ein Comeback im Nationalteam. „Wenn ich gebraucht werden sollte, wäre ich sofort bereit“, sagte Ömer Toprak in einer Online-Medienrunde des SV Werder Bremen am Donnerstag – gab gleichzeitig aber deutlich zu verstehen, dass seine Prioritäten gerade ganz woanders liegen.

„Ich habe immer gerne für mein Land gespielt, aber im Moment mache ich mir darüber nicht viele Gedanken“, sagte Toprak. „Es geht nur darum, für Werder wieder dauerhaft zurück auf den Platz zu kommen.“ Nachdem der Abwehrspieler nahezu das komplette Vorjahr und auch die ersten Spiele der laufenden Saison verletzt verpasst hatte, stand er beim 1:1 gegen Köln erstmals wieder in der Bremer Startelf und lieferte bis zu seiner Auswechslung in der 74. Minute eine gute Leistung ab, ehe der Akku leer war.

Werder Bremen: Ömer Toprak vor wichtigen Spielen gegen FC St. Pauli und FC Bayern München

„Bei 100 Prozent bin ich natürlich noch nicht. Man hat es ja im Spiel gesehen, dass ich noch nicht die Fitness für 90 Minuten habe“, sagte Ömer Toprak, der auch deshalb dem Testspiel des SV Werder Bremen am Freitag gegen den FC St. Pauli große Bedeutung beimisst: „Für mich ist das Spiel sehr wichtig, mir hilft gerade jede Minute.“ Im Auswärtsduell beim FC Bayern München (Samstag, 21. November) will Toprak dann schon wieder einen Schritt weiter sein.

„Wir werden leiden“, hatte der Verteidiger schon kurz nach dem Köln-Spiel mit Blick auf das Duell gegen den Rekordmeister gesagt. Am Donnerstag führte er aus: „Die Bayern spielen so dominant, da kann es schon sein, dass wir fünf Minuten lang den Ball nicht berühren.“ Viel laufen, die Räume eng machen, Zweikämpfe gewinnen, „das meinte ich mit leiden“, sagte Toprak, der während seiner Laufbahn schon vier Mal gegen die Bayern (drei Mal mit Leverkusen, ein Mal mit Dortmund) gewinnen konnte und nun mit einer Mannschaft gegen sie antritt, die die letzten 22 Vergleiche allesamt verloren hat. „Ich versuche, mit meiner Erfahrung zu helfen. Wir werden auf jeden Fall unser Bestes geben und versuchen, die Serie endlich zu brechen.“ (dco)

Update (13. November 2020): Unfassbar! Ömer Toprak hat sich schon wieder verletzt und musste im Werder-Testspiel gegen den FC St. Pauli ausgewechselt werden.

Rubriklistenbild: © gumzmedia

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