Bei Holstein Kiel machte sich Ole Werner als Trainer einen Namen. Am Freitag trifft der Coach des SV Werder Bremen erstmals auf seinen Ex-Club.
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Bei Holstein Kiel machte sich Ole Werner als Trainer einen Namen. Am Freitag trifft der Coach des SV Werder Bremen erstmals auf seinen Ex-Club.

Werner vor besonderem Spiel

Ole Werner will Wissen über Ex-Verein nutzen: Werder-Trainer trifft erstmals auf Holstein Kiel

Bremen – Für Ole Werner ist es kein Spiel wie jedes andere. Schließlich heißt der Gegner am kommenden Freitag Holstein Kiel (18.30 Uhr). Bei eben jenem Verein stand der 33-Jährige vor seinem Wechsel zum SV Werder Bremen jahrelang unter Vertrag. Dort machte er sich als Trainer einen Namen in der Szene, wäre mit den „Störchen“ in der Vorsaison beinahe in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Doch das ist Vergangenheit. Nun muss er dafür sorgen, dass die drei Punkte unbedingt in Bremen bleiben. Damit es dieses Mal etwas mit dem Aufstieg wird.

Und deshalb muss Ole Werner wohl oder übel ausblenden, was einmal war. Aber geht das in diesem Fall überhaupt? „In der Arbeit, die ich mache, und in der Vorbereitung sicherlich“, erklärt der Coach des SV Werder Bremen. „Aber ich kenne natürlich viele bei Holstein Kiel, kann mich in ein paar Abläufe besser hineinversetzen als sonst. Ich habe vielleicht auch eine genauere Vorstellung davon, was einzelne Spieler machen und was auf uns zukommen könnte.“

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Werder Bremen: Ole Werner und seine Co-Trainer haben eine Vergangenheit bei Holstein Kiel

Keine Frage, da will einer sein Wissen, seine Erfahrungen nutzen, um nun beim neuen Arbeitgeber erfolgreich zu sein. Zumal seine Erinnerungen nicht die einzigen sind, auf die zum Bremer Vorteil gesetzt werden dürfen. Werners Trainerstab verfügt schließlich über allerlei Kieler Historie. „Es wird ein besonderes Spiel sein für mich“, betont Ole Werner, „aber auch für Kohle (Patrick Kohlmann, Anm. d. Red.), Hannes Drews und Tom Cichon, die auch alle in Kiel gearbeitet haben.“ Der Chefcoach des SV Werder Bremen versprach trotzdem: „Unsere eigene Arbeit wird darunter nicht leiden.“

Der Rücktritt von Ole Werner in Kiel hatte im vergangenen September für reichlich Schlagzeilen gesorgt. Nach dem Scheitern in der Relegation misslang zwar auch der Start in die aktuelle Saison, der frühzeitige Abgang bei Holstein Kiel kam aber doch überraschend. Zumindest für Außenstehende. Werner selbst konnte ihn schon damals schlüssig begründen. „Mir fällt dieser Schritt nach über 15 Jahren im Verein sehr schwer und ich halte ihn nach reiflichen Überlegungen dennoch für den richtigen und für den Verein notwendigen“, erklärte er seinerzeit.

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Werder Bremen: Trainer Ole Werner spielt erstmals gegen Holstein Kiel

„Die nach der turbulenten und anspruchsvollen letzten Saison vereinbarten neuen Reize haben leider bis zum heutigen Tag nicht den erhofften, nachhaltigen Effekt gehabt.“ Werners Kontrakt lief zwar weiter, doch dann klopfte der SV Werder Bremen auf der Suche nach einem Nachfolger für den in einen Impfpass-Skandal verwickelten Markus Anfang an. Da dieser kurz nach dem Schalke-Spiel zurückgetreten war, hätte es schon damals das Duell zwischen Ole Werner und Holstein Kiel geben können, der Trainer-Transfer war dann jedoch aufgrund der brisanten Situation erst nach der Partie offiziell gemacht worden.

Somit ist es erst jetzt an der Zeit für die Premiere. Die Kieler reisen als Tabellenelfter an die Weser zu Werder Bremen, haben zuletzt durch ein 1:1 gegen Heidenheim den angestrebten Klassenerhalt so gut wie perfekt gemacht. Neun Punkte beträgt der Vorsprung bei drei ausstehenden Partien aktuell auf den Relegationsplatz. Geschenkt dürfte Ole Werner den erhofften Sieg bei aller Liebe dennoch nicht bekommen. (mbü)

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