Handschlag nach Spielschluss: Werder Bremens Ole Werner übte während und nach der Partie heftige Kritik am Schiedsrichter.
+
Handschlag nach Spielschluss: Werder Bremens Ole Werner übte während und nach der Partie heftige Kritik am Schiedsrichter.

Ärger nach Werders Testspiel-Sieg

„Bullshit“: Werder-Coach Ole Werner wettert gegen den Schiedsrichter

Murcia – Das erste Spiel des Jahres gewonnen und dabei kein Gegentor kassiert – rein vom Ergebnis her hätte Ole Werner eigentlich allen Grund gehabt, mit dem Testspiel gegen den spanischen Drittligisten Real Murcia zufrieden zu sein, was der Werder-Trainer nach dem 2:0 (2:0)-Erfolg am Mittwochnachmittag aber höchtsens mit Einschränkungen war. Hatte der Auftritt von Schiedsrichter Jorge Díaz Escudero Werners Laune während der Partie doch arg getrübt.

„Besser wäre es gewesen, wenn da ein anderer gestanden hätte“, betonte der Coach von Werder Bremen, der sich vor allem im ersten Durchgang immer wieder beim Unparteiischen über zu harte Zweikämpfe des Gegners und Abseitspfiffe beschwert hatte. „Bullshit, Bullshit. It doesn’t make any sense to play if you’re doing your job like this“, rief Werner Escudero zu, was auf Deutsch übersetzt heißt: „Großer Mist, großer Mist. Es ist einfach sinnlos zu spielen, wenn du deinen Job so machst.“ Nach der Partie gab Ole Werner zu Protokoll: „Man muss bei Freundschaftsspielen damit rechnen, dass beim einen oder anderen an der Pfeife der Patriotismus durchkommt.“ Immerhin habe seine Mannschaft die „Schlacht“ gegen hart einsteigende Spanier „überlebt“.

Werder Bremen gewinnt Testspiel - Ole Werner sauer auf die Leistung des Schiedsrichters

Vor etwa 150 Zuschauern in der Pinatar-Arena lieferte Werder Bremen eine insgesamt ordentliche Vorstellung ab, glänzte dabei allerdings nicht. „Man hat uns heute schon angemerkt, dass der Trainingstag am Dienstag sehr intensiv war. Der eine oder andere hatte sicherlich etwas müde Beine“, sagte Ole Werner, für dessen Bremer Niklas Schmidt (11.) und U 23-Talent Tom Berger (26.) die Tore erzielten. In der Pause wechselte Werner dann einmal komplett durch. Später feierte Manuel Mbom noch sein Comeback nach langer Verletzung. Lediglich die angeschlagen Marco Friedl, Milos Veljkovic, Eren Dinkci und Jens Stage kamen nicht zum Einsatz, sind aber für den zweiten und abschließenden Trainingslager-Test gegen den FC St. Gallen (Sonntag, 15.30 Uhr) eingeplant. 

Werder (1. Halbzeit): Zetterer – Salifou, Stark, Dietrich – Weiser, Schmidt, Groß, Bittencourt, Jung – Füllkrug, Berger
Werder (2. Halbzeit): Pavlenka – Schröder, Pieper, Chiarodia – Rosenboom, Schmid, Gruev, Schmidt (70. Mbom), Buchanan – Ducksch, Burke (dco/mbü)

DIE DEICHSTUBE ALS KOSTENLOSE APP

Die DeichStube gibt es jetzt auch als kostenlose App. Einfach downloaden!

Kommentare