Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner freut sich auf das Trainingslager mit seiner Mannschaft im spanischen Murcia.
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Werder Bremens Cheftrainer Ole Werner freut sich auf das Trainingslager mit seiner Mannschaft im spanischen Murcia.

Werder-Coach Ole Werner verrät Plan

Viel Taktik unter Spaniens Sonne: Wie Werder Bremen das Winter-Trainingslager in Murcia angeht

Murcia – Kurz bevor Ole Werner am späten Montagnachmittag erstmals auf spanischem Boden vor die Kameras und Mikrofone der mitgereisten Bremer Journalisten trat, war noch schnell etwas Organisationsarbeit vonnöten. Am Rande des Trainingsplatzes nahe der spanischen Großstadt Murcia wurde die obligatorische Sponsorenwand des SV Werder Bremen in Stellung gebracht, die auch hier – gute 2.000 Kilometer von Bremen entfernt – im Hintergrund des Cheftrainers stehen sollte. Ordnung muss eben sein, Verpflichtungen sind nun mal Verpflichtungen, was in diesem speziellen Falle aber doch etwas schade war. Der Blick auf die gerade im Untergehen begriffene spanische Abendsonne wurde so jedenfalls etwas verstellt. Den guten ersten Eindruck der Trainingsanlage, mitten im „La Torre Golf & Spa Ressort“ gelegen, konnte das aber nicht trüben.

„Wir sind froh, dass wir jetzt hier sind“, hielt Ole Werner fest – und weiter: „Es ist wie zu erwarten deutlich wärmer als in der Heimat und deshalb werden wir hier eine Woche lang gut arbeiten können.“ Bis zum 9. Januar will Werder Bremens Cheftrainer seine Mannschaft in Spanien auf die zweite Saisonhälfte einschwören, damit die möglichst ähnlich erfolgreich verläuft wie die erste.

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Ole Werner will mit Werder Bremen im Trainingslager neue Optionen in der Spieleröffnung erarbeiten

Nach einer lockeren ersten Einheit am Reisetag erwartet die Spieler in den kommenden Tagen ein anspruchsvolles Programm, in dessen Mittelpunkt die beiden Testspiele gegen den spanischen Drittligisten Real Murcia (Mittwoch, 12.30 Uhr im DeichStube-Liveticker) sowie gegen den schweizerischen Erstligisten FC St. Gallen (Sonntag, 15.30 Uhr) stehen. „Im Endeffekt geht es darum, dass wir uns in den beiden Tests wieder die nötige Wettkampfhärte holen“, erklärte Ole Werner, der darüber hinaus während des Trainingslagers in Spanien viel im taktischen Bereich arbeiten möchte: „Es wird um Themen wie den eigenen Ballbesitz und das Bespielen von tiefstehenden Gegnern gehen.“ Zudem möchte der Coach des SV Werder Bremen seinem Team in der Spieleröffnung „die eine oder andere Option mehr“ vermitteln.

Grundsätzlich war geplant gewesen, diese Elemente in einem Testspiel gegen den Zweitligisten FC St. Pauli zu erproben, der das Spiel bekanntlich kurzfristig abgesagt hat. Ole Werner bedauert das zwar einerseits („Der Test gegen St. Pauli hätte allein von der zu erwartenden Grundordnung des Gegners gut gepasst. Da hätten wir gern das eine oder andere ausprobiert“) – will der Partie aber andererseits auch nicht hinterhertrauern: „So etwas kann passieren. Jetzt spielen wir dafür gegen Real Murcia, und auch diese Mannschaft wird uns auf die eine oder andere Weise fordern. Es ist zwar nur eine Drittliga-Mannschaft, aber eine, die dort nicht zu Unrecht auf einem guten Platz steht und auch einen guten Ball spielt.“

Ole Werner: Werder Bremen hat im Trainingslager in Murcia optimale Bedingungen

Abseits der gut gepflegten Trainingsplätze, die Werder Bremen täglich bis zu zwei Mal nutzen wird, dürften die Spieler in Spanien ziemlich viel Zeit auf dem Fahrradsattel verbringen. Das Teamhotel „DoubleTree by Hilton La Torre Golf & Spa Resort“ ist nur einen Steinwurf von den Plätzen entfernt. Bereits am Montagnachmittag radelten Füllkrug, Bittencourt und Co. deshalb das kurze Stück zur Arbeit, was angesichts der äußeren Bedingungen auch in den kommenden Tagen so bleiben dürfte. Der Wetterbericht prognostiziert für diese Woche in der Region Murcia durchgängig Sonnenschein und Temperaturen rund um die 20-Grad-Marke. So lässt es sich arbeiten – an einem Ort, der zu anderen Jahreszeiten ein beliebtes Urlaubsziel ist. Was für Ole Werner freilich nur eine Nebenrolle spielt. 

„Spanien ist ein tolles Urlaubsland, allerdings ist es jetzt schon etwas länger her, dass ich hier war, also abgesehen von Mallorca“, berichtete der Trainer des SV Werder Bremen, der übrigens auf eine Feierabend-Beschäftigung in den kommenden Tagen sicher verzichten wird: „Leidenschaftlicher Rotwein-Trinker bin ich nicht. Das kann ich also schon einmal ausschließen.“ (dco)

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