Stürmer Oliver Burke zeigte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Gallen nicht nur wegen seines Treffers eine ansprechende Leistung.
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Stürmer Oliver Burke zeigte im Testspiel des SV Werder Bremen gegen den FC St. Gallen nicht nur wegen seines Treffers eine ansprechende Leistung.

Werder-Profi trifft im St.-Gallen-Test

Ole Werners Forderung an Werder-Stürmer Oliver Burke: „Er muss seine Stärken zur Geltung bringen“

Murcia - Zwei Testspiele, vier Tore erzielt - so liest sich die Ausbeute des SV Werder Bremen nach dem einwöchigen Winter-Trainingslager im spanischen Murcia. Auffällig: Während des 2:0-Erfolgs gegen Drittligist Real Murcia und des 2:2 gegen den schweizerischen Erstligisten FC St. Gallen reihte sich nur ein Bremer Stürmer in die Liste der Torschützen ein: Oliver Burke. Gegen St. Gallen sorgte der schnelle Schotte am Sonntag per wuchtigem Abschluss für das frühe 1:0. Eine Szene, die für sich genommen durchaus als Bewerbungsschreiben für mehr Spielzeit in der Bundesliga taugt, doch ganz so einfach ist die Sache bei Burke nicht. Denn grundsätzlich sieht Cheftrainer Ole Werner beim 25-Jährigen noch einiges an Luft nach oben.

„Er hat es heute wirklich ordentlich gemacht“, sagte Ole Werner nach dem St.-Gallen-Test über Oliver Burke, machte dann aber unmissverständlich klar, dass er entsprechende Leistungen von ihm bei Werder Bremen künftig öfter sehen möchte. Nicht nur in den Spielen, sondern zunächst einmal auch auf dem Trainingsplatz. „Er muss an seinen Themen arbeiten. Das haben wir im Trainingslager noch einmal offen mit ihm besprochen“, berichtete Werner, ehe er betonte: „Es geht darum, dass er seine Stärken einbringt, an den Wochenenden, aber auch von Montag bis Freitag. Das ist seine Aufgabe.“

Unbestritten ist, dass Burke sportliche Qualitäten hat, die es im Bremer Kader kein zweites Mal gibt. In erster Linie das enorme Tempo des Angreifers kann - richtig eingesetzt - zur Waffe werden. Nur muss es Oliver Burke eben auch richtig einsetzen. „Es geht um Konzentration und Fokussierung. In Sachen Einstellung kann ich ihm nichts vorwerfen“, erklärte Werner. Nur müsse ein Spieler eben bei jeder Trainingseinheit seine Themen im Kopf haben und an ihnen arbeiten. Werner weiter: „Du solltest nicht zu oft daran erinnert werden müssen.“

Werder Bremens Oliver Burke trifft im Testspiel gegen den FC St. Gallen: „Er hat es wirklich ordentlich gemacht“

Im bisherigen Saisonverlauf, gerade in der Frühphase, hat Oliver Burke gezeigt, dass er der Mannschaft helfen kann. Seine Tore in den Spielen gegen Stuttgart (2:2) und Borussia Dortmund (3:2) haben Werder Bremen wertvolle Punkte eingebracht. Danach kam allerdings nicht mehr allzu viel Handfestes vom 13-fachen schottischen Nationalspieler, der in der Bremer Sturmhierarchie hinter Niclas Füllkrug und Marvin Ducksch Rang drei belegt - und einen weiteren Kontrahenten im Nacken hat. „In Eren Dinkci gibt es jemanden, der von hinten drückt und der auch der Erste sein will, der von der Bank hilft“, sagte Werner. „Es liegt an Burkey, seine Position zu verbessern.“ Wie das gelingen kann? In den Augen des Trainers ist der Weg zu mehr Spielzeit klar umrissen. 

„Es geht für ihn darum, dass er sich häufiger in Situationen bringt, in denen er seine Stärken auch zur Geltung bringen kann“, sagte Werner - und präzisierte: „Dass er zum Beispiel nicht zum Ball läuft, sondern eher zum Tor.“ Während des Testspiels gegen St. Gallen kommunizierte Werner von Beginn an viel mit dem Stürmer, lobte, kritisierte, gab im Grunde permanentes Feedback. In der 17. Minute war Oliver Burke dann zur Stelle und wuchtete den Ball nach Zuspiel von Leonardo Bittencourt ins Tor. „Er hat einen guten Eindruck auf mich gemacht“, hielt Werner hinterher fest. Burke selbst gab derweil gegenüber den Vereinsmedien zu Protokoll: „Für mich war es sehr wichtig, mich in die Torschützenliste einzutragen. Ich bin darüber sehr glücklich.“ Nun geht es für den Stürmer des SV Werder Bremen darum, diese Leistung zu bestätigen. (dco)

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