Nach seinem letzten Engagement bei Kickers Offenbach hat Oliver Reck, Ex-Keeper des SV Werder Bremen, wieder einen neuen Club gefunden.
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Nach seinem letzten Engagement bei Kickers Offenbach hat Oliver Reck, Ex-Keeper des SV Werder Bremen, wieder einen neuen Club gefunden.

Engagement in der Regionalliga Nord

Ex-Werder-Keeper Reck verlängert Vertrag beim SSV Jeddeloh II

Edewecht - Oliver Reck hat seinen Vertrag als Trainer des Regionalligisten SSV Jeddeloh II verlängert. Der Ex-Profi des SV Werder Bremen und FC Schalke 04 wird auch in der kommenden Saison für die Regionalliga-Kicker verantwortlich sein, wie der niedersächsische Fußball-Club am Donnerstag mitteilte.

Oliver Reck hatte den Posten als Cheftrainer bei den Ammerländern am 1. Januar dieses Jahres angetreten und blieb in den drei bisher ausgetragenen Partien mit seinem Team ungeschlagen. Es scheint so gut zu passen, dass das Arbeitspapier nun vorzeitig um eine weitere Saison verlängert wurde. Dem ehemaligen Keeper des SV Werder Bremen soll für die kommende Spielzeit ein schlagkräftiger Kader zusammengestellt werden. (dpa/mwi)

Zur letzten Meldung vom 19. Februar 2020:

Ex-Werder-Keeper Reck über neuen Regionalliga-Job: „Man muss sich anpassen“

Die Kommandos sind bis zur nahe gelegenen Schule zu hören. „Gut gemacht, Tim“, „Körper breit machen“, „Abschluss suchen“ - es sind die Worte von Oliver Reck, die an diesem bitterkalten und windigen Vormittag über den Kunstrasenplatz in Edewecht hallen. In dunkler Trainingsmontur steht der langjährige Torwart des SV Werder Bremen in der Mitte des Platzes.

Dass er beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II bei dieser Einheit nur sechs Spieler zur Verfügung hat, stört ihn nicht. „Das ist eben so, macht mir nichts aus. Ich liebe einfach meinen Job“, sagt Oliver Reck im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

Es kam schon sehr überraschend, als der Club aus dem Edewechter Stadtteil Jeddeloh II in der Nähe von Oldenburg Ende des vergangenen Jahres die Verpflichtung des Europameisters von 1996 bekanntgab. Ein Ex-Profi, der 345 Mal für Werder Bremen zwischen den Pfosten stand, mit den Norddeutschen zwei Mal Meister, zwei Mal Pokalsieger und 1992 sogar Europapokalsieger wurde, in der niedersächsischen Provinz - kann das gut gehen?

Werder Bremen: Oliver Reck hofft auf Klassenerhalt mit SSV Jeddeloh in der Regionalliga

„Das werden die Ergebnisse zeigen“, sagt Reck trocken. Ziel ist es, die Mannschaft in der vierten Liga zu halten. Mit dem 4:1 bei Altona 93 glückte am vergangenen Sonntag schon einmal der Start ins neue Fußball-Jahr, der erste Nichtabstiegsplatz wurde so gefestigt.

Der Kontakt zwischen Verein und Reck kam über eine andere Bremer Torwart-Ikone zustande: Dieter Burdenski. „Dieter und ich kennen uns schon lange“, sagt Reck. Dass er Burdenski damals aus dem Bremer Tor gedrängt hatte, hat die Freundschaft nicht beeinträchtigt. Und so reiste Reck Ende des vergangenen Jahres nach Jeddeloh II, um sich mit den dortigen Verantwortlichen zu treffen. „Eigentlich hatte ich gedacht, ich brauche den Olli gar nicht anzurufen. Der sagt sowieso ab“, erinnert sich Jeddelohs Geschäftsführer Gerhard Meyer. Doch Reck, seit seiner Tätigkeit bei den Offenbacher Kickers seit Sommer 2018 ohne Job, zeigte Interesse.

Werder Bremen: Diese zwei Dinge waren Oliver Reck beim neuen Job wichtig

„Zwei Dinge waren mir wichtig: Dass die Gespräche mit den handelnden Personen sehr gut und produktiv waren. Und dass ich eine Mannschaft vorfinde, die ich entwickeln kann und wo die Jungs mitziehen.“ Und so entschied sich der 54-Jährige relativ schnell, den Schritt in den norddeutschen Amateurfußball zu wagen.

„Natürlich muss man sich anpassen“, sagt Reck, der bislang stets unter Profibedingungen gearbeitet hatte. Unter anderem viele Jahre unter Otto Rehhagel in Bremen, zu dem er auch heute noch Kontakt hat. „Was das Menschliche angeht, gibt es keinen im Fußball, der integrer ist als Otto Rehhagel“, sagt Reck. „Der hatte einfach ein Gefühl dafür, wie ich mit einer Gruppe umgehe. Die Mannschaftsführung war perfekt, aber ich habe bessere Trainer gehabt“, sagt Reck und nennt dann Jupp Heynckes, mit dem er als Torwarttrainer beim FC Schalke 04 zusammenarbeitete.

Werder Bremen: Spieler loben Trainer Oliver Reck - „schon ein cooler Typ“

Von Profibedingungen sind sie in Jeddeloh II weit entfernt. Die eigene Anlage bietet nur einen einzigen Trainingsplatz, auf dem bei Wind und Wetter alle Mannschaften trainieren. Weshalb Reck froh ist, dass es ihm ermöglicht wird, mit seinem Team auf der Anlage des VfL Edewecht zu üben. Der Club setzt auf ein duales System, alle Spieler arbeiten parallel oder gehen zur Uni oder noch zur Schule. Weshalb Reck oft improvisieren muss. „Das fällt mir ab und zu noch schwer, aber ich gewöhne mich daran.“ Vor allem, weil die Jungs, die Zeit haben, mit Feuereifer bei der Sache sind. „Es macht viel Spaß. Der Trainer ist schon ein cooler Typ“, sagt Torjäger Tim van de Schepop.

Erst einmal ist das Engagement bis zum Sommer angelegt, was danach kommt, ist offen. Läuft es sportlich und stimmen die Perspektiven, kann sich Reck auch eine längere Tätigkeit beim SSV Jeddeloh II vorstellen. Auch wenn er sich nicht komplett vom Profifußball verabschiedet hat. „Im Fußball darf man sich nie von irgendetwas verabschieden, da gehen immer irgendwelche Türen auf“, sagt Reck. „Vor einem halben Jahr hätte ich auch nicht gedacht, dass ich hier jetzt in Jeddeloh bin.“ (dpa)

Zur letzten Meldung vom 26. Dezember 2020:

Neuer Job für Ex-Werder-Keeper Oliver Reck

Lange Jahre stand Oliver Reck beim SV Werder Bremen zwischen den Pfosten, kurz vor Weihnachten hat der Ex-Keeper einen neuen Trainer-Job angenommen. Der 54-Jährige soll den Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh II vor dem Abstieg retten.

„Wir freuen uns, dass wir mit Oliver Reck einen sehr erfahrenen Trainer gefunden haben, der unserem jungen Team weiterhelfen wird“, zeigt sich Jeddelohs sportlicher Leiter Frank Claaßen auf der Facebookseite des Vereins glücklich über die Verpflichtung der Torhüter-Legende des SV Werder Bremen. Reck selbst gab bei seiner Präsentation ein klares Ziel aus: „Ich bin mir sicher, dass wir aus dem Tabellenkeller rauskommen werden, wenn wir alle an einem Strang ziehen.“

Oliver Reck war zwischen 1985 und 1998 beim SV Werder unter Vertrag, wurde unter anderem Deutscher Meisterschaft und Pokalsieger mit den Grün-Weißen. Bei Werder wurde Reck auch zum Nationalspieler - zählte 1996 zum Europameister-Kader, der in England den Titel holte. Nach seiner Bremer Zeit spielte er noch für den FC Schalke 04, wo er ab 2003 auch seine Trainerlaufbahn begann. Zuletzt trainierte Reck von 2016 bis 2018 Regionalligist Kickers Offenbach. (dpa/mwi)

Derweil ist das Thema Jannik Vestergaard bei Werder noch nicht vom Tisch - und die Bremer wollen Felix Agu verpflichten.

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