Ozan Kabak bekommt im Spiel des SV Werder Bremen gegen Schalke 04 die Rote Karte
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Ozan Kabak von Schalke 04 wird nach seiner Spuck-Attacke gegen Ludwig Augustinsson von Werder Bremen und seiner Gelb-Roten Karte lange gesperrt.

DFB-Ausschuss fällt Urteil nach Bundesliga-Spiel

Nach Spuck-Attacke gegen Werder-Profi Ludwig Augustinsson: Das ist die Strafe für Schalkes Ozan Kabak

Gelsenkirchen – Der Profi von Schalke 04, Ozan Kabak, ist für die Spuck-Attacke gegen Werder Bremens Verteidiger Ludwig Augustinsson hart bestraft worden.

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes verhängte am Mittwoch eine Sperre von vier Spielen gegen den 20 Jahre alten Verteidiger. Da Kabak beim 1:3 gegen den SV Werder Bremen aus anderen Gründen auch noch Gelb-Rot gesehen hatte und die automatisch folgende Sperre von einem Spiel der „Spuck-Strafe“ vorangestellt wird, fehlt Kabak den Schalkern nun für insgesamt fünf Partien. Außerdem muss Kabak 15.000 Euro Geldstrafe zahlen. Club und Spieler haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Ozan Kabak hatten nach einem Foul an Ludwig Augustinsson in dessen Richtung gespuckt. Auf dem Platz hatte niemand etwas davon mitbekommen – nicht mal Augustinsson. Doch TV-Bilder zeigten das Vergehen ganz klar, der DFB-Kontrollausschuss wertete die Aktion als „krass sportwidriges Verhalten in Form einer versuchten Tätlichkeit gegen den Gegner“. Kabak konnte auch nicht mehr retten, dass er sich kurz nach dem Spiel bei Augustinsson entschuldigte und beteuerte, dass das Spucken keine Absicht gewesen wäre. „Die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist.“ (csa)

Zur letzten Meldung vom 28. September 2020:

Kabaks Spuck-Attacke gegen Ludwig Augustinsson von Werder Bremn: Jetzt ermittelt der DFB gegen den Schalke-Verteidiger

Frankfurt/Main - Es droht eine lange Sperre: Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) ermittelt gegen Ozan Kabak vom FC Schalke 04 nach dessen Spuck-Attacke auf Ludwig Augustinsson im Bundesliga-Spiel gegen Werder Bremen.

Der Kontrollausschuss hat wegen des Verdachts eines „krass sportwidrigen Verhaltens in der Form einer Tätlichkeit“ die Gelsenkirchener zu einer Stellungnahme aufgefordert, wie der DFB am Montag in Frankfurt mitteilte. Die Szene hatte am Wochenende Entsetzen ausgelöst: Ozan Kabak hatte in Richtung seines Bremer Gegenspielers Ludwig Augustinsson von Werder Bremen gespuckt.

Der 20 Jahre alte türkische Nationalspieler entschuldigte sich noch am Abend nach dem 1:3 und beteuerte, dass es keine Absicht gewesen sei. Er sah später wegen zwei anderer Fouls die Gelb-Rote Karte, nun droht ihm eine deutlich längere Strafe als die übliche Sperre von einem Spiel. Schiedsrichter Markus Schmidt (Stuttgart) hat nach DFB-Angaben von der Szene nichts mitbekommen. (dpa/han)

Zum Update vom 28. September (9 Uhr):

Ozan Kabak droht nach seiner Spuck-Attacke gegen Ludwig Augustinsson ein Nachspiel. Der DFB-Kontrollausschuss wird den Vorfall beim 3:1-Sieg des SV Werder Bremen in Augenschein nehmen und ein Untersuchungsverfahren gegen den Abwehrspieler des FC Schalke 04 einleiten. Das bestätigte der DFB am späten Sonntagabend auf SID-Nachfrage.

Zur ersten Meldung vom 26. September 2020:

Spuck-Attacke gegen Werder Bremen - Matthäus fordert Nachspiel für Schalkes Ozan Kabak

Gelsenkirchen – Nicht nur, dass er Ludwig Augustinsson abräumte – nein, Ozan Kabak hielt es für nötig, den Verteidiger von Werder Bremen im Spiel gegen Schalke 04 auch noch anzuspucken, während der sich noch mit schmerzverzogener Miene am Boden wälzte. 

Eine Ekel-Szene, die vermutlich eine Reaktion auf den Bremer Führungstreffer zum 1:0 vier Minuten zuvor war. Und die folgenlos blieb für den Schalker Innenverteidiger, weil Schiedsrichter Markus Schmidt nichts gesehen hatte. Auch Ludwig Augustinsson selbst hatte nichts mitgekriegt, bekam die Szene nach dem Spiel aber beim Sky-Interview gezeigt. „Was ist das? Das ist kein Fairplay“, sagte der Schwede und blieb dabei erstaunlich ruhig. Sicher auch, weil Werder Bremen die Partie klar mit 3:1 für sich entschieden hatte und Ozan Kabak kurz vor Schluss noch mit Gelb-Rot vom Platz geflogen war. Was Augustinsson mit einiger Süffisanz kommentierte: „Er hat den Platzverweis, wir haben gewonnen...“

Werder Bremen: Lothar Matthäus fordert lange Sperre für Ozan Kabak

Sache damit erledigt? Nein, glaubt Lothar Matthäus. Im Sky-Studio regte sich der Experte deutlich mehr auf als der Angespuckte selbst. „Das muss ein Nachspiel haben“, forderte der Weltmeister von 1990, „ich bin überzeugt, dass der DFB da noch etwas einleitet. Kabak muss mit einer langen Sperre rechnen.“

Muss er wirklich? Schalke-Coach David Wagner startete nach Ansicht der TV-Bilder schon die Verteidgungsrede, sprach von einem „unglücklichen Bild“ und versuchte, seinen Spieler mit guten Worten aus der Kritik zu nehmen: „Ich kenne Ozan und bin zu 100 Prozent davon überzeugt, dass es keine Absicht war. Er ist nicht der Charakter, der so etwas macht.“

Werder Bremen: Spuck-Attacke für Florian Kohfeldt eine „klare Rote Karte“

Die TV-Bilder waren aber eindeutig und ließen auch nicht an ein Versehen glauben. Für Werder-Trainer Florian Kohfeldt war klar, dass die Spuck-Attacke „eine ganz klare Rote Karte“ gewesen wäre, wenn das Schiedsrichter-Gespann sie wahrgenommen hätte. „Das ist ein absolutes Unding, das nicht auf einen Fußballplatz gehört“, sagte der 37-Jährige, brachte aber auch ein wenig Verständnis für Kabak auf: „Es ist im Moment eine sehr angespannte Situation auf Schalke, das muss man berücksichtigen.“

Am späten Abend meldet sich Ozan Kabak dann via Twitter selbst zu Wort: „Ich möchte mich bei Ludwig Augustinsson entschuldigen. Es war keine Absicht, die Sicht von außen täuscht. Ich habe so etwas noch nie gemacht und werde es auch niemals tun, da es einfach unsportlich ist. Dies war sehr unglücklich. In jedem Fall, Entschuldigung an Ludwig.“ (csa)

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